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Wahl

Willamowski setzt auf mehr Beteiligung

Bürgermeisterkandidatin von CSU und Freien Bürgern will in Pielenhofen Neues anpacken. Vieles sei bisher verschlafen worden.
Von Stephan Neu

Bettina Willamowski möchte für CSU und der Freien Bürger ins Pielenhofener Rathaus einziehen.  Foto: Stephan Neu
Bettina Willamowski möchte für CSU und der Freien Bürger ins Pielenhofener Rathaus einziehen. Foto: Stephan Neu

Pielenhofen. „Es wird Zeit, dass Pielenhofen aus seinem Dornröschenschlaf erwacht“, meint Bettina Willamowski. „Die Gemeinde ist ein historisches Zentrum im Naabtal.“ Viele Betriebe und Einrichtungen seien in der Vergangenheit abgewandert, Pielenhofen habe seine einstige Vorrangstellung eingebüßt. Das will die 43-jährige Bürgermeisterkandidatin von CSU und Freien Bürgern ändern. Sie will einen Generationswechsel im Rathaus einläuten.

Das Potenzial, das die idyllische Gemeinde hat, werde im Vergleich zu anderen nahegelegenen Orten kaum ausgeschöpft, findet Willamowski. Das liege auch daran, dass in der Gemeindepolitik der vergangenen Jahre unglückliche Schwerpunkte gesetzt worden und deswegen mehrere Investoren abgesprungen seien. Sie wolle Pielenhofen wieder zu einem familien- und umweltfreundlichen attraktiven Zentrum im Naabtal machen.

Potenzial der Natur nutzen

Dazu gehört für die studierte Betriebswirtin auch die Natur: Die Gemeinde sei umgeben von Naturschutz- und Vogelschutzgebieten, die westlichen Naabhänge seien sogar ein besonders geschütztes FFH-Gebiet, betont die Bürgermeisterkandidatin. Die Verbindung der Gemeinde mit der umliegenden Natur sei bisher stiefmütterlich behandelt worden. Eines ihrer Ziele als Bürgermeisterin sei es, diese Verbindung auszubauen. „Dadurch stärken wir nicht nur die Natur, sondern machen Pielenhofen auch als Ausflugsziel attraktiv. Das kommt dann den Gewerbetreibenden und den schulischen Einrichtungen zugute.“

Besonders junge Familien sollten sich in der Gemeinde wohlfühlenbetont Willamowski. Anreize hierfür will sie mit einem Begrüßungsgeld beim Erwerb eines Bauplatzes in Pielenhofen schaffen. Begleitend müssten auch das Unterstützungsangebot sowie die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung verbessert werden, damit das System stimmig sei. Willamowski meint damit nicht nur die Modernisierung und Sicherung der Kinderspielplätze, sondern auch das Betreuungsangebot für erwerbstätige Eltern und das Hilfsangebot für die Senioren vor Ort. „Es müssen sich alle Generationen wohlfühlen und einbringen können“, lautet ihr Credo.

Bürgerbeteiligung verstärken

Willamowski plant, im Fall ihrer Wahl die Bürgerbeteiligung in der Gemeinde zu verbessern. Vor einigen Monaten habe sie eine Bürgerbefragung in der Gemeinde durchgeführt. Durch das Ergebnis sehe sie sich in ihrem Eindruck bestätigt, dass sich die aktuelle Politik zu weit von den Bedürfnissen der Bürger entfernt habe. Um das wieder gerade zu rücken, sollten Vereine und Organisationen, aber auch ortsansässige Experten zu verschiedenen Themen mit an den Tisch geholt werden. „Natürlich wird man gewählt, um zu entscheiden, das geht jedoch nur dann gut, wenn man vorher zuhört und die Meinungen und Sorgen der Bürger versteht“, betont die Bürgermeisterkandidatin. So sei zum Beispiel das Thema Sicherheit der Straßen und Einrichtungen in der Vergangenheit von der Gemeindepolitik weitgehend ignoriert worden. „Man kann nicht einerseits einen Veranstaltungsraum für mehrere Millionen bauen und andererseits die Kinder an waghalsigen Haltestellen auf den Schulbus warten lassen.“.

Ihr Wahlprogramm liefere viele frische Ideen, die im Team gemeinsam mit den Kandidaten der CSU und der Freien Bürger sowie den Bürgern entwickelt worden seien. „Wir wollen die Gemeinde weiterbringen und das in ihr liegende Potenzial ausschöpfen“, gibt sie sich kampfbewusst. Ein „Weiter so“ sei keine Option mehr. Die aktuelle Politik mache seit Jahren Versprechen, wie einen Kriterienkatalog für die Bauplatzvergabe, Badeplätze in Neubaugebiet oder ein Konzept zum generationenübergreifenden Wohnen. „Das wurde einfach nicht umgesetzt“, so Willamowski. Es werde Zeit, anzupacken, um Veränderungen durchzusetzen und die Zukunft aller Gemeindeteile nachhaltig zu gestalten.

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Die Kandidatin

  • Familie:

    Bettina Willamowski ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.

  • Studium:

    Bachelor im Management sozialer Einrichtungen und Master in Wirtschaft und Recht wurden erfolgreich abgeschlossen.

  • Beruf:

    Willamowski ist kaufmännische Geschäftsführerin von sieben Kindertageseinrichtungen bei der Caritas Regensburg.

  • Ehrenamt:

    Sie ist Gemeinderätin, Mitglied des IHK-Prüfungsausschusses und FU-Vorsitzende im Naabtal.

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