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Unterhaltung

Wirthausmusikanten spielten zum Jubiläum

„Tom & Basti“ nahmen 100 Jahre Frauenbund Beratzhausen ins Visier. Im Zehentstadel kullerten die Lachtränen.
Von Ingrid Kroboth

Beim Kuschelsong rutschen Tom (l.) und Basti zusammen. Foto: Kroboth
Beim Kuschelsong rutschen Tom (l.) und Basti zusammen. Foto: Kroboth

Beratzhausen.„Zwei scheene, junge Männer“ hieß Elfriede Riepl als Vorsitzende des Frauenbundes Beratzhausen willkommen. „Aber de san net kemma“, korrigierten „Tom & Basti“ diese Ansage im Zehentstadel, wo die zwei Wirthausmusikanten die Lachmuskeln der 200 Gäste in Schwingung versetzten und Lachtränen kullern ließen. Die zwei Schlappmäuler aus dem tiefsten Bayerischen Wald – „aus Mauth, des kennt koa Sau“ – hatten sich in ihrem Programm auf das 100-jährige Bestehen des Frauenbundes eingeschossen: „De Junga sitzn ganz hintn, de seng au no besser!“ Dabei sei doch heute das Alter überhaupt kein Thema mehr, stimmten sie auf ihr nächstes Lied ein. Mit der „Symphonie vo de zwoa dumma Deife“ blieben Liedschreiber Sebastian Hackl und sein Bühnenkollege Thomas Graf ihrem Motto treu, Witze über sich selbst zu machen. Doch ganz verschont blieb das Publikum freilich nicht, dem der Drang auf die Toilette ganz schnell verging, nachdem einer mit tosendem Applaus nach seinem „Austritt“ empfangen wurde – natürlich inszeniert von den Musikanten.

Die beiden standen mit Gitarre (Tom) und Diatonischer (Basti) vor einem dunkelblauen Vorhang – in zerschlissenen Hosen, zerfetzter Weste, ausgelatschten Schuhen. Mehr brauchte es nicht für drei Stunden Musikkabarett und traditionelle Volksmusik, wie etwa dem „mitteltraurigen Waitlerlied“, das „Tom & Basti“ auch als großartige Musiker und Sänger zur Geltung kommen ließ. Mit ihrer „gefühlvollen Liebesballade“ machten sie klar, dass doch jedes Kind erkennt, „ob zwoa verliabt, verlobt oder gar verheirat“ sind.

Zur Not passte immer noch der Mitmachsong „I tausch die aus …“, wozu sich die Musikanten Verena Götz als „Vorklatscherin“ auf die Bühne holten. Speziell zum 100-jährigen Geburtstag der Gastgeber stimmten Tom und Basti den „Hosentürlwetzer – Nix Amore“ an und bereiteten das Publikum schon mal auf das Konzertende vor: „Kräftig klatschen und laut Zugabe rufen – is ja peinlich, wenn plötzlich alle heimgehn.“

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