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Gemeinderat

Wohnungen für Lappersdorf

In Lorenzen sollen Mehrfamilienhäuser nach dem Genossenschaftsmodell entstehen – um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Von Josef Dummer

Ähnlich wie das in Oppersdorf heuer fertiggestellte Projekt sollen auch in Lorenzen neue Mietwohnungen entstehen. Foto: Josef Dummer
Ähnlich wie das in Oppersdorf heuer fertiggestellte Projekt sollen auch in Lorenzen neue Mietwohnungen entstehen. Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.In ihrer Septembersitzung am Dienstagabend diskutierten die Markträte über einen Antrag der CSU-Fraktion, im geplanten Baugebiet in Lorenzen neben Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern auch drei Mehrfamilienhäuser einzuplanen. Diese sollen nach dem Genossenschaftsmodell verwirklicht werden, so steht es im Antrag der CSU. Als Gründe wurden der große Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in der Region Regensburg und speziell auch im Markt Lappersdorf gerade für junge Familien und Alleinstehende genannt.

Für das Baugebiet Lorenzen-West ist eine Bebauungsmöglichkeit ab dem Jahr 2021 angepeilt. Um dem Markt Kosten und Aufwand zu ersparen, sollte die Wohnbebauung im Genossenschaftsmodell geplant werden. Die CSU-Räte schlugen zudem vor, analog zum gemeindlichen Wohnungsbau in Oppersdorf, bei dem damals die Regierung der Oberpfalz zur Unterstützung herangezogen wurde, für das Baugebiet in Lorenzen die Baugenossenschaft St. Wolfgang in Regensburg zur Information in eine der kommenden Marktratssitzungen einzuladen.

SPD will soziale Infrastruktur verbessern

Nach den Worten der SPD-Sprecherin Barbara Rappl „rennt die CSU-Fraktion mit diesem Antrag bei uns offene Türen ein“. Sie begrüßte den Vorschlag, „als Partei, die das Soziale nicht nur im Namen trägt“, mit diesem Konzept weiteren bezahlbaren Wohnraum in Lappersdorf zur Verfügung stellen zu können. In diesem Zusammenhang forderte Rappl aber auch die Verbesserung der „sozialen Infrastruktur im Ortsteil Lorenzen mit Einkaufsmöglichkeiten, Kinderbetreuung und für die Vereine“. Ebenso sollte diskutiert werden, die Planungen selbst in die Hand zu nehmen, so wie das in Oppersdorf der Fall war.

Wegen der hohen Kosten und um die Finanzen des Marktes zu schonen, tendierten die CSU-Markträte aber eher zu einem Genossenschaftsmodell; ansonsten befürwortete das Gremium allgemein diese Überlegungen.

Planung der Mehrfamilienhäuser läuft

Geschäftsleiterin Sabine Schick wies darauf hin, dass das im Frühjahr dieses Jahres beauftragte Planungsbüro für einen Bebauungsplan Lorenzen-West alle Möglichkeiten der technischen und planerischen Umsetzung von Mehrfamilienhäusern derzeit intensiv untersucht. Die Vorstellung der Planungen sowie eines Genossenschaftsmodells werde in einer der nächsten Sitzungen erfolgen, sagte Schick. Sie stellte den Räten ebenso ein von den Führungskräften erarbeitetes neues Leitbild für die Verwaltung vor, mit dem unter anderem die Bürger im Mittelpunkt stehen und ein positives Betriebsklima gepflegt werden sollen.

Aus dem Marktrat

  • Dorfheim Oppersdorf:

    Nach der Kündigung des jetzigen Pächters zum Ende des Jahres erfolgt derzeit eine neue Ausschreibung.

  • Mitteilungsblatt:

    Die Rubrik „Aus dem Marktrat“ soll überdacht werden, nachdem von Gesetzes wegen nicht presserechtlich, wie in einer Tageszeitung, berichtet werden darf.

  • Verkehr:

    Ab Montag sind wieder Verkehrsüberwacher in Lappersdorf unterwegs.

Nach den Worten von Geschäftsleiterin Schick soll das neue Führungsleitbild „als Orientierungsrahmen in den Arbeitsalltag aller Führungskräfte einfließen“. Es ist auf der Internetseite des Marktes einzusehen.

Zuschuss für Kita-Gebühren

Einstimmig beschloss der Marktrat eine neue Satzung, nach der für alle Kindergartenkinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben, ab September durch den Freistaat Bayern ein Beitragszuschuss von 100 Euro gezahlt wird.

Nachdem in der jüngsten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses eine Bauvoranfrage für das Gebiet Riegerstadl in Kareth positiv verabschiedet wurde, wollte der CSU-Fraktionsvorsitzende Joachim Strauß von Bürgermeister Christian Hauner wissen, ob er mit dem Grundstücksbesitzer, wie vereinbart, ein Gespräch wegen eines Verkaufs an die Gemeinde geführt hat.

Hauner bejahte dies, wollte aber über das Ergebnis nur in der nichtöffentlichen Sitzung Auskunft geben.

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