MyMz
Anzeige

Bühne

„Z’amgwürfelte“ sorgen für Begeisterung

Die neue Pfatterer Theatergruppe feierte mit „Der Schwammerldieb von St. Johann“ Premiere. Der junge Liebhaber kam gut an.
Von Hans Biederer

Die neue Theatergruppe sorgte mit einer Posse für einen humorvollen Abend im Saal des Gasthauses Gierstorfer. Foto: Hans Biederer
Die neue Theatergruppe sorgte mit einer Posse für einen humorvollen Abend im Saal des Gasthauses Gierstorfer. Foto: Hans Biederer

Pfatter.Mit Schrot und Kugeln wurde geschossen in der Premiere „Der Schwammerldieb von St. Johann“. Auch getroffen wurde viel – manchmal absichtlich – manchmal unabsichtlich. Den Geschmack der Zuschauer getroffen haben die „Z’amgwürfelten“, wie sich die neue Theatergruppe nennt, mit ihrer Inszenierung auf jeden Fall. Mit viel Zwischen- und Schlussapplaus honorierten sie die Leistung der Laienschauspieler im ausverkauften Saal des Gasthauses Gierstorfer. In Eigenregie war dort in den letzten Wochen eine nagelneue Bühne gebaut worden.

„Alte Hasen“, die zum Teil jahrzehntelange Bühnenerfahrung hatten und souverän ihre Rolle interpretierten, trafen dabei auf viele Theaterneulinge. Gleich bei seinem ersten Bühnenauftritt katapultierte sich Senkrechtstarter Markus Herwicht in die Herzen des Publikums. Seine Mimik, Gestik, Sprache und Bühnenpräsenz begeisterte und entlockte dem Publikum wahre Beifallsstürme. Aber auch Carina Schiller, Wolfgang Fuchs und Thomas Werner überzeugten mit Spaß, großer Spielfreude – und fast ohne Lampenfieber.

Constantin Saller spielt Schwiegersohn der Herzen

Etwas voraus hatte ihnen der 23-jährige Constantin Saller, der bereits im Frühjahr mit der Theatergruppe des Männergesangvereins sein Debüt gefeiert hatte und seiner Rolle des jungen Liebhabers viel Charme verlieh. „Ich bin von der Premiere begeistert, vor allem auch, weil das Publikum so hervorragend mitgegangen ist. Das hat uns alle mitgerissen“, versicherte der „Schwiegersohn der Herzen“ mit einem gewinnenden Lächeln.

Die eine oder andere Mutter im Saal hätte ihn ischerlich gerne vom Fleck weg für ihre Tochter mitgenommen. Das Stück „Der Schwammerldieb von St. Johann“ schrieb der Pfatterer Hans Janker. Er war Hauptdarsteller und Regisseur in Personalunion.

Ehefrau übernahm Regieassistenz

Ganz abgesehen davon war die gesamte Familie tatkräftig mit eingespannt, allen voran Ehefrau Tanja, die nicht nur bei jeder Probe anwesend war und als Regieassistentin agierte, die Rollen erkrankter oder fehlender Spieler übernahm, sondern auch die Fäden im Hintergrund zog und organisierte. Sepp König (Hans Janker) und Pfarrer Vinzenz (Wolfgang Fuchs) standen schon immer füreinander ein. Als eines Tages der Herr Pfarrer beim Schwammerlsuchen auf einen Sechsender traf, der dem Prinzregenten (Josef Saller) zum Abschuss versprochen war, nahm das Schicksal seinen Lauf. Das junge Paar Bärbel (Carina Schiller) und Peter (Constantin Saller) machte unglaubliche Beobachtungen.

Don Camillo ließ grüßen

Sepps energisch auftretende Frau Maria (Marianne Kainz-Wagner) und die resolute wie redselige Pfarrersköchin Fanny (Gabi Aichner) sorgten für noch mehr Verwirrungen. Don Camillo ließ grüßen, als das Herrgottskreuz mit dem Pfarrer kommunizierte.

Zuschauerstimmen

  • Karl Scheuerer:

    „Die Leistung der Schauspieler war wirklich hervorragend. Für mich erwähnenswert war der Auftritt des Neulings Markus Herwicht als Förster. Die Familie Herwicht mit Vater Karl und Onkel Theo Herwicht hat eben das Theater-Gen in sich.“

  • Michael Schlecht:

    „Mir hat ein Kuss des jungen Liebespaares gefehlt. Der sollte schon sein in so einem Stück.“

Insgesamt überzeugte das neue Ensemble mit einem harmonischen Zusammenspiel. Sozusagen auf den Leib geschneidert waren die Rollen der Spieler. Zu einem rundum gelungenen Theaterabend gehören, wie Hans Janker am Ende betonte, die Helfer beim Bühnenbau, die Technik und die Souffleuse Petra Hocke. Ihnen galt sein großer Dank.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht