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Gemeinderat

Zeitlarn befürwortet Schulsozialarbeit

Die Schule spricht von Schwierigkeiten und will eine Stelle beantragen. Allerdings gibt es aktuell einen Förderstopp.

Die Zeitlarner Schule will Schulsozialarbeit einführen, der Gemeinderat unterstützt das. Foto: Jens Büttner/dpa
Die Zeitlarner Schule will Schulsozialarbeit einführen, der Gemeinderat unterstützt das. Foto: Jens Büttner/dpa

Zeitlarn.Gibt es soziale Brennpunkte in der Grundschule?Ja und nein, meint die Schule in Zeitlarn. Man müsse den Bildungsauftrag im Auge haben, und der habe sich im Laufe der Zeit gravierend verändert, meinte Gemeinderätin und Pädagogin Birgit Bolland in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Es gebe Schwierigkeiten bei Kindern mit Migrationshintergrund und bei Kindern aus problematischen Elternhäusern. Helfen könne eine kompetente Jugendsozialarbeit.

Die Grundschule Zeitlarn beabsichtigt daher beim Landratsamt Regensburg einen Antrag für eine Fachkraft für Jugendsozialarbeit an Schulen (JAS) zu stellen und bittet die Gemeinde, dies zu unterstützen. Bisher werden die Personalkosten durch das Landratsamt Regensburg übernommen, das dafür eine Förderung durch die Regierung in Höhe von 40 Prozent der Personalkosten erhält. Die Kosten werden in die Kreisumlage eingerechnet.

Das Problem: Ab sofort herrscht ein Förderstopp, da die bewilligte Stellengrenze für JAS in Bayern erreicht wurde. „Eine frühzeitige Antragsstellung macht jedoch laut Aussage der Regierung trotzdem Sinn, da mit einer schnellen Vergabe der zusätzlichen Stellen gerechnet werden muss und die Anträge vermutlich nach dem jeweiligen Antragseingang bearbeitet werden“, heißt es in dem Antrag der Schule an den Gemeinderat.

„Haben wir denn eine soziale Problematik, unter der die Schule zusammenbricht?“, wollte Gerhard Lautenschlager (CSU) wissen. „Sicher nicht, aber eine Fachkraft für die Jugendsozialarbeit würde die Belastung spürbar entschärfen“, erklärte Bolland. Peter Kröninger (SPD) stellte die Notwendigkeit nicht in Frage, zuständig sei aus seiner Sicht aber nicht die Kommune, sondern der Freistaat. Der Gemeinderat befürwortete den Antrag der Grundschule Zeitlarn auf eine Fachkraft für Jugendsozialarbeit an Schulen. Nachdem das Landratsamt einen Beschluss zur Personalkostenaufteilung gefasst hat, wird dem Gemeinderat die Einführung einer JAS-Stelle zur endgültigen Beschlussfassung nochmals vorgelegt.

Wie sich das 2017 eingeführte Ein-Euro-Ticket bewährt, wollte die CSU-Fraktion wissen. „Ja“, meinte Bürgermeister Franz Kröninger, „das Ticket kommt in der Bevölkerung an“. 894 Tickets wurden seit der Einführung ausgegeben, Tendenz steigend. Allein im ersten Halbjahr 2019 waren es 324 Tickets. Die Kosten für die Gemeinde liegen bei 720 Euro, etwa 86 Cent pro Fahrschein.

Luft nach oben habe man bei der Bekanntmachung. „Wir bewerben es auf unserer Homepage und sporadisch im Mitteilungsblatt“, erklärte Bürgermeister Kröninger. Hier könne man noch nachbessern.

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