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Engagement

Zeitlarn will Fair-Trade-Town werden

In der Gemeinde hat sich jetzt eine Steuerungsgruppe für fairen Handel gegründet.
Von Ralf Strasser

Stefanie Grünauer, Sabrina Engl, Beate Dongus und Judith Lorenz (v.l.) koordinieren die Fair-Trade-Aktivitäten.  Foto: msr
Stefanie Grünauer, Sabrina Engl, Beate Dongus und Judith Lorenz (v.l.) koordinieren die Fair-Trade-Aktivitäten. Foto: msr

Zeitlarn.Auf der ganzen Welt entwickelten die Menschen über Jahrhunderte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen auf der Basis gegenseitigen Nutzens. Dieser Handel ist in den vergangenen Jahren spektakulär gewachsen. Dies hat in vielen sogenannten Drittländern zu Wachstum geführt, doch sind die Gewinne nicht gleichmäßig verteilt. Kleinproduzenten und Arbeiter haben es schwer, ihr Auskommen zu verdienen.

Aber es gibt einen anderen Weg – den fairen Handel. Fairer Handel bietet allen die Möglichkeit, sich zu engagieren. Nicht in aufwendigen Kampagnen, sondern ganz einfach beim täglichen Einkauf. Darum hat sich, unter anderem auf Antrag der SPD-Fraktion, auch die Gemeinde Zeitlarn entschlossen, Fair-Trade-Town zu werden. Man wolle Zeichen für Nachhaltigkeit und für das Engagement im Miteinander setzen, betonte der Gemeinderat und beschloss, an der Kampagne teilzunehmen.

Damit erfüllte die Gemeinde bereits eines von fünf Kriterien. Der zweite Punkt ist die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, die die Idee des fairen Handelns koordiniert und mit Leben füllt. Den Haken hinter diesem Punkt setzt die Gruppe mit Bürgermeister Franz Kröninger, Beate Küffner (Gemeindeverwaltung), Beate Dongus (Politik), Judith Lorenz (Einzelhandel), Stefanie Grünauer und Sabrina Engl (Vereinsarbeit/Zivilgesellschaft).

„Ziel dieser Steuerungsgruppe ist es, die Aktivitäten zum fairen Handel vor Ort zu koordinieren und den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und den Bürger/innen zu fördern“, erklärt Beate Dongus. „Als Erstes versuchen wir, Firmen, Gastronomie, Institutionen und Vereine ins Boot zu holen.“ Erste Erfolge zeichnen sich ab: Es gebe die Bereitschaft, in das Sortiment Fair-Trade-Produkte aufzunehmen, und auch Vereine könnten ihren Fokus etwa bei Jubiläumsgeschenken auf das fair gehandelte Angebot setzen. Auf der Gemeinde-Homepage wird zu gegebener Zeit ein Link zu den teilnehmenden Geschäften, Vereinen usw. erstellt.

Dabei will man keine Konkurrenz zur Regionalität aufbauen. „Das Regionalprodukt soll nicht verdrängt werden, aber bei allem, was nicht in der Region produziert werden kann, sollte Fair-Trade mitberücksichtigt werden“, so Dongus. Der nächste Schritt ist der Antrag, um als Fair-Trade-Town anerkannt zu werden. Wenn die erste Agenda abgearbeitet ist, kann der Antrag mit den Unterlagen beim TransFair-Verein eingereicht werden.

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