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Finanzen

Zuschüsse für Feuerwehr und Chronik

Die Beratzhausener Räte diskutieren über die Fördermittel für Vereine. Der Antrag des Frauenbundes wird abgelehnt.
Von Ingrid Kroboth

Die Feuerwehr Beratzhausen – hier bei einer Großübung im September – feiert 2020 ihr 150-jähriges Jubiläum. Die Gemeinde unterstützt die Feier.  Foto: Johannes Landfried
Die Feuerwehr Beratzhausen – hier bei einer Großübung im September – feiert 2020 ihr 150-jähriges Jubiläum. Die Gemeinde unterstützt die Feier. Foto: Johannes Landfried

Beratzhausen.Als hilfreiches Mittel für eine gerechte Vereinsförderung stellte sich erneut die erst im vergangenen Jahr beschlossene „Vereins-Fördersatzung“ heraus. Sie ist die Basis für den Haupt- und Finanzausschuss des Marktrates bei der Verteilung von Zuschüssen. So war auch für Bürgermeister Konrad Meier „sonnenklar“, dass die FF Beratzhausen für ihre Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen 1500 Euro Zuschuss bekommt.

Einstimmig sprachen sich die Räte auch für eine neue Chronik aus, die Archivpflegerin Inge Molle zusammen mit dem EDV-Spezialisten Ernst Schmid erstellen möchte. Das Heimatbuch soll 500 Seiten stark werden und in einer Auflage von 750 Stück erscheinen. Die Gemeinde muss die Druckkosten übernehmen, doch die könnten mit einem kostendeckenden Verkauf wieder erwirtschaftet werden.

4550 Euro Zuschuss noch frei

Einen Zuschuss von 6000 Euro hat das Kuratorium Europäische Kulturarbeit für das Internationale Symposium für behinderte und nichtbehinderte Künstlerinnen und Künstler im Juli 2020 beantragt. Aber auch für das Kuratorium gilt die Fördersatzung und damit die Deckelung an Zuwendungen von 5000 Euro innerhalb von fünf Jahren. Nachdem das Kuratorium seit Inkrafttreten der Satzung bereits einmal 450 Euro bekommen habe, seien also nur noch 4550 Euro frei, errechnete Andreas Niebler (CSU). Nun sollen die Antragsteller selbst entscheiden, ob sie den Betrag komplett oder nur einen Teil davon bekommen wollen.

Hund im Fokus

  • Anregung:

    Die Jagdgenossenschaft hat laut Bürgermeister Meier angeregt, die Gemeinde solle die Hundesteuer erhöhen. Aktuell werden pro Hund 30 Euro verlangt, was jährlich rund 9000 Euro in die Gemeindekasse bringt. Die Steuer für Jagd-, Wach- und Begleithunde ist um 50 Prozent ermäßigt.

  • Ausführung:

    Christian Kraus (UB) wollte wissen, was eine Erhöhung der Hundesteuer – und vor allem, wofür – bringen solle. Josef Pilz wusste, dass Hunde den Jagdbetrieb stören. Was die Hundesteuer daran ändern sollte, konnte zwar niemand beantworten - aber nach 20 Jahren wäre eine Erhöhung der Abgabe angebracht, war man sich einig.

Keinen Präzedenzfall wollte das Gremium mit einem klaren „nein“ auf den Antrag des Katholischen Frauenbundes schaffen. Der Frauenverein feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen und hatte für einen Ehrenabend im Zehentstadel die Hilfe des Bauhofes in Anspruch genommen: Kostenpunkt 985 Euro. Das schien den Frauen doch arg teuer, und sie beantragten eine Kostenreduzierung. Schlechte Karten hat auch der Antrag des jungen Flag-Football-Vereins „Beratzhausen Bears e.V.“. Wie Vereinsvorsitzender Tobis Walter (FW) erläuterte, gebe es beim SV Hardt keinen Rasenmäher mehr.

Football-Verein kann sich Aufsitzmäher nicht leisten

Die Bears nutzen aber den gemeindeeigenen Sportplatz in dem Ortsteil, Versuche mit einem handelsüblichen Rasenmäher seien gescheitert. Mit einem Vereinsvermögen von 600 Euro könne man sich keinen geeigneten Aufsitzmäher leisten. Josef Pilz (CSU) verwies auf andere Vereine, die sich Geld mit Festen erwirtschaften. Die Überlegung, den Platz vom Bauhof mähen zu lassen, stellte Niebler mit dem Blick auf den abgelehnten Frauenbund-Antrag in Frage: „Die Bauhofstunde kostet 45 Euro.“

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