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Brand

Zwei Holzstöße in Nittendorf angezündet

Die Serie von Brandstiftungen in Nittendorf dauert an. Am Mittwoch schlug der unbekannte Täter gleich zweimal zu und vernichtete rund 13 Ster Brennholz.
Von Dietmar Krenz, MZ

  • Am Mittwoch in den Morgenstunden bekämpften die Nittendorfer und Indorfer Feuerwehr die Brände. Foto: Krenz
  • Im Vordergrund die Überreste des Brands vor einigen Tagen – dahinter bekämpft die FFW das aktuelle Feuer.. Foto: Krenz

Nittendorf/Undorf. Ein bisher unbekannter Brandstifter treibt seit knapp drei Wochen sein Unwesen im Marktbereich Nittendorf. Nach mehrtägiger Pause hat der Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch erneut zugeschlagen. In einem Waldstück südlich von Undorf (Gemarkung „Auf der Heide“) hat der Täter laut Polizei zwei Brennholzstöße mit sechs bzw. sieben Ster angezündet. Die beiden Stöße brannten vollkommen nieder und wurden durch die Feuerwehren Nittendorf und Undorf gelöscht.

Die beiden „Zündeleien“ dürften laut dem Ersten Polizeihauptkommissar Jakob Schels in direktem Zusammenhang mit den bisher gemeldeten Brandstiftungen stehen. Achtmal mussten die Wehren des Markts in den vergangenen Tagen ausrücken, um die kleinen Brände zu löschen und Schlimmeres zu verhindern.

Holzstöße und Hackschnitzel

Rückblende: Zum ersten Mal schlug der Brandstifter in der Nacht zum 23. Juni zu. Das vorbereitete Holz für das Sonnwendfeuer des ASV Undorf wurde angezündet. Die FFW-Mitglieder aus Pollenried informierten wegen der starken Rauchentwicklung die Anwohner zwischen Undorf und Pollenried. Den Brand eines Hackschnitzelhaufens auf einer Wiese nördlich von Pollenried hatte am 26. Juni eine Hubschrauberbesatzung der Bundeswehr entdeckt und war gelandet. Löschversuche mit dem bordeigenen Feuerlöscher blieben erfolglos. Die Wehren aus Undorf und Pollenried waren aber schnell zur Stelle.

Zwei Holzstöße hatte der Brandstifter am 27. Juni angesteckt. Im Bereich der Föhrenstraße beim Schwarzholzsteig (Undorf) entdeckten die Beamten einen sechs Kubikmeter großen brennenden Holzhaufen. Noch am selben Tag gegen 23 Uhr ging am Lanzlfeld nahe der Eitelbergstraße ein fünf Kubikmeter großer Holzstapel in Flammen auf. In beiden Fällen konnten die FFW-Mitglieder aus Undorf und Nittendorf die Brände löschen.

Am 29. Juni gegen 13 Uhr geriet nördlich von Pollenried der bereits abgefackelte Hackschnitzelhaufen zum zweiten Mal in Brand. Der Eigentümer konnte das Feuer selbst löschen. Eine Selbstentzündung schließt die Polizei aufgrund der Umstände aber nicht vollkommen aus. Dabei stellten die Beamten in unmittelbarer Nähe einen abgebrannten Hochsitz fest.

Abseits der Wohnbebauung

In der Nacht zum 30. Juni wurde gegen Mitternacht südlich von Nittendorf in der Verlängerung der Goethe-straße ein brennender Holzstapel gemeldet. Dort hatte der Unbekannte ca. acht Festmeter Brennholz angezündet. 13 Kubikmeter Holz auf zwei Stöße verteilt, mussten die Feuerwehren aus Undorf und Nittendorf dann am gestrigen Mittwoch löschen. „Nachdem nun mehr als eine Woche lang Ruhe war, hat der Brandstifter erneut zugeschlagen“, sagt Jakob Schels auf Nachfrage. Der PI-Leiter ist sich sicher, dass der oder die Zündler nur Tatorte aussuchen, die man nicht so schnell entdeckt und weitab von jeglicher Wohnbebauung liegen. Den Täterkreis kann er bislang nicht einschränken – Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene kommen für ihn grundsätzlich infrage.

Laut den Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Täter in der Dämmerung loszieht und gegen Mitternacht zuschlägt. „Auf alle Fälle sind wir auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, teilt Schels mit. Ob Jogger, Nordic-Walker, Spaziergänger oder Gassigeher, wer in den vergangenen Tagen etwas Verdächtiges bemerkt hat, sollte dies unverzüglich der Polizei mitteilen. Im aktuellen Brandfall hat der Täter erstmals selbst Hand angelegt und ein Dutzend kleine Asthaufen zusammengetragen, um sie dann anzuzünden.

Welche polizeilichen Maßnahmen zur Ergreifung des Brandstifters geplant sind, wollte Schels nicht verraten, nur soviel – „die Brandserie hat für die Polizeiinspektion Nittendorf derzeit oberste Priorität“.

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