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Bildung

Zwei Schüler-Filme heimsen Preise ein

Neutraublinger Gymnasiasten drehten die „Jurysitzung“ und die „Pyjamaparty“. Die Gruppen waren bei Festivals erfolgreich.
Von Theresia Luft

Oberstudienrat Franz Philipp mit Thomas Ebeling, Landrat des Landkreises Schwandorf, und Landrätin Tanja Schweiger  Foto: Theresia Luft
Oberstudienrat Franz Philipp mit Thomas Ebeling, Landrat des Landkreises Schwandorf, und Landrätin Tanja Schweiger Foto: Theresia Luft

Neutraubling.Das Gymnasium Neutraubling bietet neben dem Pflichtunterricht einige Fächer an, die die Schüler freiwillig belegen können. Dazu gehört der Wahlunterricht für Film, der von Oberstudienrat Franz Philipp geleitet wird. Die Schüler und Schülerinnen drehten in den vergangenen Jahren zwei Filme, die bei Wettbewerben ausgezeichnet wurden. „Die Jurysitzung“ eine Komödie Richtung lustiger Satire-Film, der – überspitzt gesagt – die Auswahljury für einen Filmpreis zeigt und „Die Pyjamaparty“.

Zweiteres lässt dem Titel nach eher ein Soft-Film tippen und entpuppt sich nach Betrachtung in Richtung Zombie mit blutrünstigen Szenen, mit einem entsprechenden Sound untermalt. Landrätin Tanja Schweiger und Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling war es wichtig, den Nachwuchsfilmern zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Dazu gab es einen Film-Nachmittag am Neutraublinger Gymnasium, wobei die besagten Streifen, die beide am Gymnasium Neutraubling gedreht wurden, vorgeführt wurden. Die beiden stellten sich mit Oberstudienrat Philipp der Diskussion.

Drehbücher selbst verfasst

Die Ausstattung der „Filmer“ wurde durch den Landkreis und durch den Förderverein des Gymnasiums Neutraubling ermöglicht. Mit Stolz führten die jungen Filmemacher die beiden preisgekrönten Filme vor. Dazu hatten sie frisch zubereitetes Popcorn parat und für die beiden Landkreisführer extra bequeme Stühle hergerichtet. Schweiger zeigte sich von „Die Jurysitzung“ angetan und Ebeling hatte „Die Pyjamaparty“ überzeugt. Jeder hat so seinen eigenen Stil, was Filme betrifft. Schweiger und Ebeling gratulierten dem Filmteam zu ihren Erfolgen und den Auszeichnungen.

Außerdem würdigten sie das Engagement der Schüler, die sich über den Pflichtunterricht hinaus engagieren und ihre Talente im Wahlfach Film einbringen. Die Drehbücher zu den Filmen schrieben die Schüler selber und Ideen dazu kamen auch teilweise aus dem Unterricht, wobei die Filme auch im Deutschunterricht Themen sind. Die Anregung zu „Die Pyjamaparty“ kam von den Schülern, die einen Zombie-Film vorschlugen.

Auszeichnungen

  • „Die Jurysitzung“:

    Bereits 2017 gewann die Filmgruppe mit der Komödie sowohl die JuFinale Oberpfalz als auch die JuFinale Bayern und war bei den 40. Filmtagen Bayerischer Schulen erfolgreich.

  • „Die Pyjamaparty“:

    Sie ist für die bayernweite JuFinale im Juli 2020 in Würzburg nominiert. Er war beim Internationalen Nachwuchsfilmfest für den Bundesschülerfilmpreis nominiert.

Eine weitere Herausforderung war das Blut. „Kunstblut lässt sich schlecht entfernen, aber mit Hilfe vom Internet haben wir Kunstblut selbst hergestellt, das sich problemlos wieder entfernen lies“, so Philipp. Beispielsweise wurde für „Die Jury“ acht Drehtage benötigt und für „Die Pyjamaparty“ fünf Tage, nur damit man einmal eine Vorstellung hat, wie lange es dauert, bis so ein Film fertig zum Anschauen ist. Nach dem Dreh muss geschnitten, gesichtet und bearbeitet werden.

Ein aufwendiges Unterfangen

Durchschnittlich wird ein Film pro Jahr im Wahlfach Film produziert. An die 30 Schüler nehmen am Wahlfach Film von der sechsten bis zwölften Klasse teil. Die Schüler schlüpfen in die Rolle der Schauspieler, kümmern sich um die Maske, die Regie, die Kameras, den Ton, die Technik. Ein aufwendiges Unterfangen – vom Drehbuch zum fertigen Film. Für dieses Jahr planen die Filmfreaks eine Romanze, aber mehr haben sie im Vorfeld noch nicht preisgegeben.

Bei den Preisverleihungen sind nach Möglichkeit die Schüler mit Oberstudienrat Philipp vor Ort. „Da werden die Filme aller Teilnehmer gezeigt und es ist inspirierend, für neue Ideen“, so Philipp, der beruflich einige Jahre bei Cimemax tätig war. Seine Leidenschaft für Filme wurde bei ihm schon in früher Kindheit geweckt, erzählte er.

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