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Anbau

Die Sanierung der TSV-Halle wird teuerer

Die Kosten steigen von 2,67 auf 3,27 Millionen Euro. Trotzdem stimmte der Marktrat für die Fortsetzung des Bauprojekts.
Von Josef Dummer

Die TSV-Halle soll trotz hoher Kosten saniert und für den Schulsport ertüchtigt werden. Das beschlossen die Markträte. Foto: Dummer
Die TSV-Halle soll trotz hoher Kosten saniert und für den Schulsport ertüchtigt werden. Das beschlossen die Markträte. Foto: Dummer

Lappersdorf.„Wir packen das trotzdem“, sagte Kämmerer Robert Weilhammer in der Märzsitzung des Marktrats. Gemeint war die Sanierung der TSV-Sporthalle für den Schulsport, nachdem sich die Gesamtkosten nach den ersten Ausschreibungen von ursprünglich 2,67 Millionen Euro auf jetzt 3,27 Millionen Euro innerhalb eines dreiviertel Jahres erhöht haben.

Zum Problem der Finanzierung durch den Markt Lappersdorf kommt noch dazu: Der TSV Kareth-Lappersdorf müsste anstatt der ursprünglich geplanten Belastung von 400 000 Euro jetzt knapp 600 000 Euro Eigenanteil leisten, was die finanzielle Leistungsfähigkeit des Sportvereins übersteigt.

Weiter gab Kämmerer Weilhammer zu bedenken, dass noch 40 Prozent der Maßnahme zur Ausschreibung anstehen und dies die Kostenschätzung noch weiter in die Höhe treiben könnte. „Die enorme Kostensteigerung bereitet auch dem Markt Lappersdorf wegen der derzeit angespannten finanziellen Situation erhebliche Schwierigkeiten“, sagte Weilhammer, um damit dem Marktrat die Entscheidung über eine Weiterführung des Projekts zu überlassen.

Fragen zu Einsparungen

Bürgermeister Christian Hauner hätte sich die Sachlage „auch anders gewünscht, aber wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen“. Er dankte den ehrenamtlichen Helfern vom TSV, die bisher schon viel Vorarbeit geleistet hätten, die jetzt bei einer Einstellung des Vorhabens umsonst gewesen wäre. Massive Kritik von allen Seiten des Marktrats über die enorme Kostenmehrung erklärte der Vertreter des Architekturbüros Eckl und Partner, Jose Martinez, mit der vorherrschend extremen Marktlage am Bausektor. Fragen zu Einsparungen beantwortete der Kämmerer mit dem Hinweis, dass „sowieso nur das Notwendigste eingeplant wurde“.

Nicht ganz nachvollziehen konnten mehrere Markträte, warum der Markt Lappersdorf die Ertüchtigung der TSV-Halle für den Schulsport, also auch für das Landkreis-Gymnasium, alleine tragen soll. Hier verwies Bauamtsleiter Christian Cesarz auf eine Vereinbarung des Marktes mit dem Landkreis aus dem Jahr 2009, wonach dies so festgelegt wurde.

Nach rund einstündiger Diskussion entwickelte sich im Gremium die Erkenntnis, dass an der Finanzierung des Projekts kein Weg mehr vorbeiführt. Auf die konkrete Frage von Johannes Mirwald (CSU), ob der Markt Lappersdorf die Finanzierung aus eigener Kraft stemmen kann, meinte Kämmerer Weilhammer: „Auf zwei Haushaltsjahre verteilt, packen wir das“. Bei der folgenden Abstimmung entschieden sich 17 Markträte für eine Fortsetzung des Projekts, vier stimmten dagegen. Danach übernimmt jetzt der Markt Lappersdorf die Anbaukosten mit rund 2,9 Millionen Euro, und der TSV Kareth-Lappersdorf hätte einen Beitrag von rund 378 000 Euro zu begleichen.

Sofortige Sanierung nicht nötig

Nach dem MZ-Bericht über sich häufende Unfälle in der Sporthalle Hainsacker beim Rollkunstlauf, hatte die CSU-Fraktion einen Antrag auf dringliche Sanierung des Hallenbodens gestellt. Aus einer Besprechung von Bürgermeister Hauner bei der SpVgg Hainsacker brachte er folgenden Sachverhalt mit in die Sitzung: Die Trainerin habe nie behauptet, dass der Markt Lappersdorf für die Unfälle aufgrund des schlechten Zustands des Hallenbodens verantwortlich sei. Der Punktschwingboden sei jedoch für die Sportart Rollkunstlauf nicht geeignet.

Trotzdem hätten die Gespräche ergeben, dass eine sofortige Sanierung des Hallenbodens nicht notwendig sei, sondern eine durchdachte Planung für alle Sportarten. Nach Aussage des stellvertretenden CSU-Fraktionssprechers Herbert Dechant seien diese Argumente der CSU nicht bekannt gewesen.

Bei einer Gegenstimme genehmigten die Räte den Beschlussvorschlag von Hauner, die Sanierung der Sporthalle Hainsacker in den Jahren 2019/2020 durchzuführen.

Die Finanzierung

  • Sanierungskosten

    Umbau und Sanierung TSV-Halle für Schulbereich: 1,73 Millionen Euro werden vom Markt Lappersdorf getragen.

  • Sanierung-Umbau

    für Sportbereich: 756 000 Euro, davon übernimmt der TSV Kareth-Lappersdorf 378 000 Euro.

  • Anbau für Schul- und Sportbereich:

    465 730 Euro bzw. 320 570 Euro werden voll vom Markt Lappersdorf übernommen. (ldk)

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