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Unterhaltung

Komödie thematisiert Scheinehe

Die Frauenzeller Theatergruppe präsentiert „Die Scheinehe-Prüfung“. Damit greift sie ein aktuelles Thema auf.
Von Resi Beiderbeck

Jetzt kommt Leben in die Bude. Babsi (Sabrina Wanderer, rechts im Bild) tritt auf. Foto: Beiderbeck
Jetzt kommt Leben in die Bude. Babsi (Sabrina Wanderer, rechts im Bild) tritt auf. Foto: Beiderbeck

Brennberg.Mit „Die Scheinehe-Prüfung“ von Wolfgang Bräutigam, einer Verwechslungskomödie in drei Akten, greift die Frauenzeller Theatergruppe ein aktuelles Thema auf. Im Mittelpunkt des Spektakels steht Asylbewerber „Jacques“. Premiere ist am Palmsonntag.

Eva Knott (Simone Heuschneider) und Martin Reiser (Florian Schmidbauer) sind seit einigen Jahren ein Paar und wollen heiraten, damit Martin als Lehrer bald heimatnah eine Anstellung erhält. Doch manchmal kommt vieles anders als geplant, vor allem wenn man, wie Eva, eine Ordensfrau als leibliche Schwester hat. Die tatkräftige „Schwester Bernadette“ (Monika Faltermeier) sorgt für Wirbel. So hat man plötzlich das Problem in Person von Jacques Marakabie (Christian Faltemeier) aus Togo, dessen Abschiebung unmittelbar bevorsteht. Da bittet Bernadette ihre Schwester, für die Behörden eine Heirat mit Jacques vorzutäuschen, damit weitere Zeit für das Asylverfahren gewonnen wird. Die neugierige und redselige Hausmeisterin Berta Krause (Sonja Wittmann) hat nämlich wegen der dünnen Wände im Mietshaus Wind davon bekommen. Wenn sie auch nicht alles genau verstanden hat, so informiert sie doch die zuständigen Behörden sowie die Eltern der beiden Schwestern. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

Den Überblick in diesem Tohuwabohu behält Regisseur Herbert Schlecht, der heuer ausnahmsweise sogar selber auf den Bühnenbrettern steht. „Das hab ich zum letzten Mal vor 20 Jahren gemacht. Damals spielte ich einen alten Professor und Simone Heuschneider war meine Tochter. Und heuer spiele ich im Stück wieder Simones Vater“, erzählt er.

Seit Mitte Januar probt das Ensemble zwei Mal pro Woche. Kerstin Schmid sorgt als Souffleuse für Hilfestellung. Die Stimmung bei den Proben ist dank Apfeltee, Schnapspralinen und netten Leuten super. „Macht Spaß“, bestätigt das neue Ensemblemitglied Veronika Faltermeier.

Wie immer verwendet die Frauenzeller Theatergruppe viel Sorgfalt auf das Bühnenbild. Heuer wird eine moderne Wohnstube gebraucht, denn das Stück spielt in der Gegenwart. Während die neue Wandfarbe trocknet, wird fleißig geübt. Alle finden es gut, dass im diesjährigen Osterstück mit der Asylbewerberproblematik ein aktuelles Thema aufgegriffen wird. Und so treuherzig wie der immer lächelnde, sympathische „Jacques“ auftritt, kann man schon jetzt sicher sein: Das Publikum wird ihn lieben.

Vier Aufführungen

  • Termine:

    Premiere ist am Palmsonntag, 25. März, um 14.30 Uhr. Weitere Aufführungen gibt es am Palmsonntag, 25. März, um 19.30 Uhr, am Ostersonntag, 1. April, um 19.30 Uhr und am Ostermontag, 2. April, um 19.30 Uhr.

  • Ort:

    Die Aufführungen finden im Pfarrsaal Frauenzell statt.

  • Karten:

    Reservierungen nimmt Familie Schlecht, Tel. (0 94 84) 8 44, entgegen. Der Eintritt kostet 6 Euro, für Kinder unter 14 Jahren 3 Euro. (lbi)

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