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Kirche

Bach: Abschiedsgala für Pfarrer Wimmer

Seit 35 Jahren wirkte der Theologe in Bach. Er war über die Grenzen der Pfarrei hinaus äußerst beliebt.
Von Peter Luft

Pfarrer Reinhold Wimmer (Mitte) mit Dekan Josef Weindl, Walter Karger, Pfarrer Erich Renner und Pfarrvikar Stephan Rödl. Foto: Peter Luft
Pfarrer Reinhold Wimmer (Mitte) mit Dekan Josef Weindl, Walter Karger, Pfarrer Erich Renner und Pfarrvikar Stephan Rödl. Foto: Peter Luft

Bach.Ihrem allseits geschätzten Seelsorger in den vergangenen 35 Jahren bereiteten die Kirchengemeinde und die politische Gemeinde Bach einen herzlichen Abschied. Die Feier mit einem Schuss Humor spiegelte die Beliebtheit von Pfarrer Reinhold Wimmer in der Pfarrei Bach mit den Filialen Demling und Frengkofen wider. Es gab in der Sporthalle stehende Ovationen und rührende Abschiedsszenen.

Pfarrer Reinhold Wimmer, der im Oktober seinen 70. Geburtstag feiern kann, verlässt die Weinberggemeinde Bach, gesundheitlich bedingt, nach über drei Jahrzehnten frühzeitig. Er wird künftig im Ruhestand in der zweitgrößten Pfarrei der Stadt, in St. Konrad, als Ruhestandsgeistlicher leben.

Pfarrei verliert sesshaften Pfarrer und Pfarrsitz

Mit dem Weggang von Pfarrer Wimmer verliert die Pfarrei Mariä Geburt ihren im Ort sesshaften Pfarrer und auch den Pfarrsitz, bleibt aber mit Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat eigene geführte Pfarrei. In der Pfarreiengemeinschaft Donaustauf-Bach ab 1. September ist sein Nachfolger der 54-jährige Donaustaufer Pfarrer Erich Renner, der heuer genau 15 Jahre in der Walhallagemeinde im Dekanat Donaustauf wirkt.

Ihm steht als Pfarrvikar Stephan Rödl, zur Seite. Der neu ernannte KAB-Präses der Diözese wird nach einer Sanierung im Pfarrhaus künftig in Bach leben. Die Installation und Amtseinführung von Erich Renner und Stephan Rödl findet mit allen Vereinen mit einer Festmesse am 22. September um 10.30 Uhr mit Dekan Josef Weindl aus Neutraubling in Bach statt.

13 Vereine holten Wimmer am Pfarrhaus ab

In der Pfarrei Bach ging die Ära Pfarrer Reinhold Wimmer am Namenstag der Pfarrkirche zu Ende. 13 Vereine, Verbände und Organisationen holten mit ihren Fahnen in einem stattlichen Kirchenzug mit Bürgermeister Josef Peutler und Stellvertreter Dr. Andreas Eibl mit Gemeinderat Pfarrer Reinhold Wimmer von seinem Pfarrhaus ab. Die „Hofdorfer Buam“ spielten ein Standkonzert in der Mühlgasse. In Konzelebration mit Pfarrer Erich Renner, Pfarrvikar Stephan Rödl und Diakon Walter Karger, zelebrierte Dekan Josef Weindl den Festgottesdienst mit fünfzehn Ministranten in der üppig geschmückten Pfarrkirche und hielt auch die Festpredigt.

Den Volksgesang begleitete Erich Braun an der Orgel, sowie die Bläsergruppe Poiger aus Neudemling; drei Ministrantinnen sangen das Halleluja. Inmitten vor dem Presbyterium stehend die von Papst Paul VI für Deutschland geweihte Fatima Pilgermadonna. „Heute heißt es zwar Abschied nehmen. Aber wir freuen uns, weil es Reinhold Wimmer für uns als Pfarrer gegeben hat. Er war für Bach ein guter Hirte und hat viel Sympathie eingefahren. Er war im Dekanat sehr pflichtbewusst und hinterlässt eine geordnete Pfarrei“, sagte Josef Weindl, Dekan und Gesandter von Bischof Rudolf Voderholzer.

Weindl überbrachte Voderholzers Dankesworte mit einer Urkunde und Medaille. „Sie waren ein guter Arbeiter im Weinberg des Herrn und hinterlassen positive Spuren“, richtete auch Dekan Josef Weindl sehr persönlich gewidmete Worte, beschrieb seinen Lebensweg und überreichte an Wimmer mit besten Wünschen ein Buch.

Der Dekan wünschte auch dem Nachfolger gutes Wirken. „Der Abschied fällt mir nicht leicht, schließlich waren es doch 35 Jahre, die wir zusammen waren. Es tut einem Pfarrer schon wohl, gute Leute um sich zu haben“, stellte gerührt Pfarrer Wimmer seinen Schäflein ein gutes Zeugnis aus.

Bischof übersah Versetzung

In der gefüllten Sporthalle eröffnete Pfarrer Erich Renner anschließend den Festakt. „Sie haben vor 35 Jahren als Menschenfischer den Anker in Bach geworfen. Die heutige Feier hat einen besonderen Klang in Güte und Heiterkeit. Als Pfarrer ein guter Hirte zu sein ist ein Schatz. Wie schön, weil ihr Lebensweg zu uns gefunden hat“, sagte PGR Sprecher Roland Großziel. Er überreichte namens des Pfarrgemeinderats einen Liegestuhl. „Sie haben die Hälfte ihrer Lebensjahre in Bach verbracht. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Dass der Bischof bei Ihnen eine Versetzung übersehen hat, war für uns ein Glücksfall. Sie haben auch die politische Gemeinde mit geprägt“, lobte Bürgermeister Josef Peutler.

Einstige Expositur

  • Früher:

    Die Pfarrei Bach kehrt jetzt nach fünfzig Jahren wieder in ihre alte Situation zurück. Denn unter Pfarrer Alois Brey war sie vor fünf Jahrzehnten zur Pfarrei erhoben worden. Bis dahin war der Weinbergort Expositur und der Pfarrei St. Michael Donaustauf zugeteilt.

  • Heute:

    Nun sei die Situation für die jetzt 1500-Seelen-Pfarrei Bach ähnlich, erinnerte der neue Chef der etwa 4 300 Gläubigen zählenden Pfarreiengemeinschaft, der Donaustaufer Pfarrer Erich Renner.

Im Namen der 13 Vereine sprach Willi Scheidacker für stets offenes Ohr den Dank aus und überreichte einen Reisegutschein. Nachdem die Ministranten ihre Verse aufgesagt hatten, überraschte Moritz mit Gstanzl’n. Der Schulbub brachte Wimmer zum Lachen indem er aus dem Nähkästchen und der Sakristei sang. „Ich bin heute so hoch auf ein Podest gehoben worden. Ich sage nur „Vergelt’s Gott“, sprach Wimmer das Schlusswort.

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