MyMz
Anzeige

Kunst

Bilder als Symbol für den Lebensfluss

Slavko Radišic stellte zu Lebzeiten in vielen Ländern aus. In Kooperation mit dem Schuhhaus Schäffer ist ein Teil seiner Werke in Regenstauf zu sehen.
Von Sieglinde Geipel, MZ

Im Regenstaufer Kulturhaus sind bis 18. Mai Bilder von Slavko Radišic zu sehen. Unser Foto zeigt Regina Schäffer und Georg Gahr bei der Eröffnung der Ausstellung. Foto: Geipel

Regenstauf.Der Regenstaufer Kulturverein KuKuMu zeigt bis 18. Mai im Kulturhaus Bilder des Malers Slavko Radišic. Er galt zu Lebenszeiten als Vertreter der klassischen Moderne und war weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. 2010 ist der in Eningen bei Stuttgart lebende Künstler im Alter von 64 Jahren überraschend gestorben.

Die Ausstellung in Regenstauf kam in Zusammenarbeit des KuKuMu und des Schuhhauses Schäffer zustande. Verwandte von Regina Schäffer haben einen Teil seines künstlerischen Nachlasses für zwei Wochen dem KuKuMu überlassen.

Georg Gahr, Vorsitzender des Vereins, stellte in seiner Laudatio den Künstler vor. Über hundertmal habe Radišic in Deutschland, New York, Mexico City, Jamaika und Barcelona ausgestellt. Kunstprofessoren hätten ihm eine beeindruckende Vielfalt in seinem künstlerischen Ausdruck bestätigt. „Die Kunst von Radišic zeigt uns die ewige Kontinuität de Lebens. Sie ist wie ein Fluss, der ständig endet und immer wieder neu beginnt“, schrieb die „Jamaika Daily News“.

Für Radišic war Kunst Intuition. „Aus seinen Bildern spricht eine mutige, eigenwillige Interpretation der Anatomie, Proportion, Bewegung und des Lichts. Seine Figuren sind voller geheimnisvoller Kraft im Konflikt zwischen Licht und Dunkelheit, Tiefe und Fläche“, sagte Gahr.

Malen vor Ort war dem Maler, der in Belgrad studiert hat, ein Gräuel. „Dafür gibt es die Fotografie“, soll er gesagt haben. Seine Devise war, die Erinnerung beim Malen mit einfließen zu lassen, die sich mit seiner weitschweifenden Fantasie vermischte und seine Werke zu zeitlosen Kreationen werden ließ.

Stilistisch war Radišic der klassischen Moderne verbunden. Und so findet man bei ihm Anklänge an die großen Vorbilder Picasso, Miró, Klee oder Braque. Ein Ausstellungsbesucher, der Radišic einmal wegen der vielen blautonigen Bilder als den „schwäbischen Picasso“ bezeichnet haben soll, habe aber dessen Vielfalt in Idee, Stil und Farbe dann doch zu sehr eingeschränkt, wie man beim Gang durch diese Ausstellung mühelos feststellen könne, meinte Georg Gahr.

Gemeinderat Fred Wiegand, der in Vertretung von Bürgermeister Siegfried Böhringer, die Ausstellung eröffnete, dankte Regina Schäffer und ihrer Verwandtschaft für die zeitweise Überlassung der Kunstwerke.

Er ging dabei auch auf Kunst und Kultur als „weiche Standortfaktoren“ ein. Er hoffe, dass am Ende der Maßnahmen im Rahmen des Regenstaufer Stadtentwicklungskonzepts ISEK, wieder Ausstellungsräume in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. (lgs)

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Mai jeweils am Donnerstag und Freitag von 15- 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht