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Politik

Die Ortsteile werden „totgespart“

Die SPD Steinsberg übt bei ihrer Maikundgebung heftige Kritik an der Vernachlässigung der Ortsteile.
Von Monika Bucher

Bei der SPD-Maifeier in Steinsberg ließen die Kinder unter dem Kommando von Vorsitzendem Christian Engl (rechts), 2. Bürgermeister Hans Dechant und MdL Franz Schindler (links) Luftballone steigen. Foto: Bucher
Bei der SPD-Maifeier in Steinsberg ließen die Kinder unter dem Kommando von Vorsitzendem Christian Engl (rechts), 2. Bürgermeister Hans Dechant und MdL Franz Schindler (links) Luftballone steigen. Foto: Bucher

Steinsberg.„Jeder gesellschaftliche Fortschritt und jede soziale Errungenschaft wurde hart erkämpft“, betonte Hauptredner MdL Franz Schindler bei der Maikundgebung des SPD-Ortsvereins Steinsberg im Rinner-Biergarten.

Zum Auftakt zog die von Vorsitzendem Christian Engl angeführte Politprominenz durch den Ort zum Hofmarkplatz, wo unter der neuen Führung von Michael Schiessl die Blaskapelle Steinsberg zum Standkonzert aufspielte. Auch die Jusos aus Regensburg mit Heinrich Kielhorn marschierten mit ihren Fahnen mit. Regenstaufs Bürgermeister Siegfried Böhringer und Hans Dechant, Ehrenbürger Eberhard Krüger, die Bürgermeister Sebastian Koch aus Wenzenbach oder Karl Söllner aus Brunn und viele Markt- und Kreisräte waren unter den Zuhörern. Nach dem offiziellen Teil gab es für die Kleinsten einen Luftballonwettbewerb. Vorsitzender Christian Engl forderte im Namen des Ortsverbands ein Umdenken. Immer werde von Abgeordneten und gewählten Vertretern von der Stärkung des ländlichen Raumes gesprochen. „Dabei wird sich in den Ortsteilen totgespart“, prangerte er an und wies auf die Schließung der örtlichen Selbstbedienungsfiliale der Sparkasse hin. „Die Vertreter des Kreistags entschieden sich dabei gegen den Service für die älteren Mitbürger“, so Engl. Dies würde der Ortsverein jedoch nicht kampflos hinnehmen.

Matthias Jobst stellte sich als Direktkandidat für die Landtagswahlen vor. „Die letzten Jahrzehnte wurden die Ortskerne vernachlässigt und starben langsam aus“, stimmte Jobst Engl zu. Dem wolle er im Landtag entgegenwirken.

Schindler befand das diesjährige Motto der DGB-Kundgebungen „Vielfalt, Gerechtigkeit und Solidarität – der Mensch im Mittelpunkt“ als zu pathetisch. „Es würde völlig genügen zu erinnern, dass der 1. Mai der internationale Kampftag der Arbeitnehmer war und ist“, meinte er. SPD und Gewerkschaften hätten die gleichen geschichtlichen Wurzeln in der Arbeiterbewegung.

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