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Sport

Eine gemeinsame Leidenschaft

15 junge Männer haben einen neuen Verein ins Leben gerufen. Die „Beratzhausen Bears“ haben ein Faible für Flag-Football.
von Ingrid Kroboth

Geschick und Schnelligkeit bestimmen das Spiel beim Flag-Football. Fotos: Ingrid Kroboth
Geschick und Schnelligkeit bestimmen das Spiel beim Flag-Football. Fotos: Ingrid Kroboth

Beratzhausen.Ein neuer Verein macht in der Marktgemeinde von sich reden: die „Beratzhausen Bears“ mit aktuell 15 Mitgliedern und einer gemeinsamen Leidenschaft – American Football. „Wir lieben alle diesen Sport“, sagt Markus Bleicher, der Initiator der Gründergruppe. Er hatte zusammen mit einigen Gleichgesinnten die Idee, „Football einfach selbst zu spielen“. Und so machten die jungen Männer sich Gedanken über die vielen Möglichkeiten dieser Sportart und entschieden sich für „Flag-Football“ – und damit für die Randsportart einer Randsportart in Deutschland.

Im April vergangenen Jahres trainierten die Spieler erstmals auf den Sportplatz im Ortsteil Mausheim, dem Wohnort von Tobias Walter, der den Sport selber bis zu einer Knieverletzung in Regensburg aktiv betrieben hat und jetzt die „Beratzhausen Bears“ trainiert.

Neue Spieler kamen dazu, die Ernsthaftigkeit im Team stieg und es war an der Zeit, sich nach einem größeren Trainingsgelände mit Beleuchtung umzuschauen. Gefunden haben sie es im Ortsteil Hardt, wo sich SV-Vorsitzender Anton Bauer freut, „dass in unserem Dorf weiterhin Sport betrieben werden kann“.

Team besteht aus fünf Spielern

Das reguläre Spielfeld für Flag-Football misst 50 Meter in der Länge und 25 in der Breite. Jede Mannschaft besteht aus fünf Spielern. In der Offense (Angriff) stehen Quarterback (wirft den Ball), Wide Receiver (fängt den Ball), Running Back (läuft mit dem Ball) und Center (übergibt den Ball an den Quarterback am Anfang des Spielzugs). Sie haben vier Angriffsversuche, die erste Feldhälfte zu überwinden.

Football: "Der geilste Sport der Welt"

Und das ist gar nicht so einfach. Denn ihnen gegenüber platziert sich die Defense (Verteidigung) mit Cornerback (schneller Außenverteidiger), Safety (letzte Hoffnung) und Linebacker (Innenverteidiger). Ziel jedes Spielzugs ist der Touchdown (Endzone – beim Fußball das Tor).

Beim American Football stört der Gegner die Angreifer mit massivem Körpereinsatz – entsprechend ist die Ausrüstung. Beim Flag Football wird auf Körperkontakt weitgehend verzichtet. Und hier kommt die Flagge (Flag) ins Spiel. Alle Spieler haben links und rechts der Hüfte ein weißes Plastikfähnchen, das mit einem Stöpsel am Gürtel befestigt ist. Sobald der Gegner ein Fähnchen (mit einem deutlichen „Plop“) erobert hat, ist der Spielzug beendet.

Es geht also relativ harmlos ab beim Flag-Football, und somit reicht als Ausrüstung ein Trikot. Die Bears haben sich für Schwarz entschieden mit neongelbem Muster und auf der Brust einem brüllenden Bären. Vorgeschrieben ist allerdings ein Mundschutz für alle Spieler, denn Zusammenstöße lassen sich bei dieser sehr schnellen Sportart nicht ganz vermeiden.

„Ihr habt‘s den Sport angepackt, bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft zusammenhält.“

Martin Tischler, 2. Bürgermeister

Bis zum 3. Oktober vergangenen Jahres hatten sich die Sportler Zeit gelassen, einen Verein zu gründen, seit 21. November ist er ein eingetragener Verein. Und dieser Tage überreichte Franz Hohenleutner als Vorsitzender des Sportkreises Regensburg im Bayerischen Landessportverband den „gestandenen Männern“ des neuen Vereins die Aufnahmeurkunde in den Verband, der nun 260 Vereine mit 118 000 Sportlern in Stadt- und Landkreis Regensburg betreut.

Trainingseinheiten in der Halle

Zu diesem Ereignis war auch zweiter Bürgermeister Martin Tischler in die Schulturnhalle gekommen, wo die Bears in den Wintermonaten einige Trainingseinheiten absolviert haben. Tischler lobte den entschiedenen Ablauf der Vereinsgründung: „Ihr habt‘s den Sport aufgegriffen und angepackt, bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft zusammenhält und es nicht nur ein Strohfeuer ist.“

„Ready, set, hut“ zählt der Quarterback den nächsten Spielzug an, denn eine Sekunde vor der nächsten Ballbewegung muss die Offense stillstehen. Zuvor vereinbart das Team die Angriffs-Taktik. Die überlegt sich jede Mannschaft individuell, hat dafür auch Geheimkommandos wie „Blaubeere“ oder „Nordpol“. Was damit gemeint ist, verstehen nur die Spieler. Und dann ist Schnelligkeit, Wendigkeit, Spielintelligenz und Hand-Auge-Koordination gefragt.

Spannend wird es für die „Beratzhausen Bears“ im April, wenn sie in ihre erste Saison im amerikanischen Footballverband Deutschland (AFVD), Division Süd, starten. An sechs Spieltagen wird sich die junge Beratzhausener Mannschaft dann mit Teams etwa aus München und Nürnberg messen. Vorsitzender und Trainer des neuen Vereins ist Tobias Walter, Schriftführer ist Werner Beer und Kassier Paul Troppmann.

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