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Jubiläum

FFW Eichhofen Wehr feiert lange

Die Feuerwehr Eichhofen kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. In diesem Jahr wird der Gründung gedacht.
von Paul Neuhoff

Wie bei der Fahnenweihe 1951 will die FF Eichhofen das 150-jährige Bestehen mit einem Festzug abschließen. Foto: Archiv FF Eichhofen/Paul Neuhoff
Wie bei der Fahnenweihe 1951 will die FF Eichhofen das 150-jährige Bestehen mit einem Festzug abschließen. Foto: Archiv FF Eichhofen/Paul Neuhoff

Nittendorf.Die Freiwillige Feuerwehr Eichhofen feiert heuer als eine der ältesten Wehren im Landkreis ihren 150. „Geburtstag“. Die Geschichte der relativ kleinen Wehr kann man schon fast als Kuriosum bezeichnen. Feierte das Dorf im Tal der Schwarzen Laber im Jahr 1980 doch das 100-jährige Bestehen und müsste deshalb in der Konsequenz heuer 139 Jahre alt sein. In den 1990er Jahren kam man aber durch Zufall darauf, dass die Wehr schon 1869 mit dem Nachbarort als „Feuerwehr Eichhofen-Deuerling“ gegründet worden war. Im Zuge einer Gebietsreform im Jahr 1880 wurden die beiden Orte politisch getrennt. Damit nahm das Schicksal seinen Lauf und machte das eine „Zwillingskind“ um elf Jahre jünger (die Mittelbayerische berichtete) So können die Eichhofener schon heuer das große Jubiläum begehen.

Wie Vorsitzender Thomas Staudt und Altvorstand Joseph Karl schildern, verzichtet man auf ein großes Festwochenende. Vielmehr will man in diesem Jahr mit mehreren kleineren Ereignissen feiern.

Großes Fest kam nicht in Frage

Die Vorstandschaft war sich mit erfahrenen Organisatoren schnell einig, dass ein großes Fest mit Bierzelt und dem ganzen Drumherum nicht in Frage kommt. „Wir in unserer kleinen Wehr mit der relativ geringen Anzahl an Aktiven hätten ein solches Event nicht stemmen können“, erklärt Thomas Staudt. Dazu komme noch die beengte Situation im Dorf, die gegen ein Bierzelt spricht. Altvorstand Joseph Karl fügte hinzu, dass diejenigen, die bei einem solchen Großereignis eingespannt sind, nichts vom Fest hätten. So sammelte man in den Vorbereitungssitzungen Ideen für eine Reihe von Veranstaltungen im Festjahr.

Den Anfang machte die Wehr im Juli mit dem Patenbitten bei den Kameraden der Haugenrieder Feuerwehr. Wie Staudt bekräftigt, war dies ein gelungenes Ereignis mit vielen Gästen. Man habe bei bestem Wetter mit der exzellent aufspielenden Blaskapelle Viehhausen feiern können. Überrascht worden sei man vom Besuch einer Delegation einer schweizerischen Brauerei, die vom Patenbitten erfahren habe und spontan angereist sei. Die Kontakte dorthin bestehen schon seit längerem über die hiesige Schlossbrauerei.

Großer Abschluss erst 2020

Am kommenden Samstag geht es mit einem Grillfest, verbunden mit einem „Tag der offenen Tür“, weiter. Das Gelände um das Gerätehaus in Eichhofen wird ab 14 Uhr der Schauplatz sein. Im November ist ein großer Ehrenabend und Anfang Mai 2020 ein Frühschoppen mit Musik geplant. Der große Abschluss mit Festzug kommt im nächsten Jahr im Rahmen des traditionellen Brauereifestes der Eichhofener Schlossbrauerei.

Vorsitzender Staudt zollt „seiner“ Mannschaft großen Respekt. Alle hätten sich für die Jubiläumsveranstaltungen bisher sehr kreativ und begeistert eingebracht. „Ich stehe nicht allein auf weiter Flur, jeder packt mit an“, so Staudt. Sein Dank gilt auch Michel Schönharting, dem Chef der Brauerei, der immer ein offenes Ohr für die Wehr habe.

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