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Versammlung

Freie Wähler kritisieren die Gemeinde

Die Informationspolitik des Schierlinger Bürgermeisters sowie das Vorgehen der Gemeinde bei Parkverstößen wurden beanstandet.

Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl Archivfoto: Peter Luft
Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl Archivfoto: Peter Luft

Schierling.Bei der Bürgerversammlung der Freien Wähler Schierling im Gasthaus Wolff in Unterlaichling kritisierte Vorsitzender Markus Schinhanl die Informationspolitik des Bürgermeisters im Gemeinderat. Erst auf mehrfache und konkrete Nachfrage durch Josef Diermeier (FW) zum Baugebiet „Markstein Südwest“ (hinter Lidl und Müller), ob es Bau- oder Ausführungsprobleme gäbe, sei dies vom Bürgermeister eingeräumt worden.

Als wiederholtes Thema wurde die Parksituation in der Esper-Au (Gewerbegebiet Aral/Labertaler Fachmarkt) angesprochen. Markus Schinhanl rügte hier die Aufstellung von eigens entworfenen Verkehrsschildern, die rechtlich zu beanstanden seien, da sie nicht der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Zudem wurden auf die Fahrbahn 13 große Steinbrocken gelegt. Dies stelle eine Ordnungswidrigkeit, eventuell sogar einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, durch die Gemeinde Schierling dar. Abhilfe bei Parkverstößen würde hier die Kommunale Verkehrsüberwachung bringen, mit der der Markt Schierling eine Zweckvereinbarung abgeschlossen hat.

Auch der Anbau an den neuen Kindergarten „Bunte Au“ am Regensburger Weg war Thema. Hier müsse man die Kosten im Blick behalten. Allein der Umbau des ehemaligen Sparkassengebäudes in Eggmühl schlage mit ca. 1,2 Millionen Euro zu Buche. Dabei gewinne man im Verhältnis nur wenig zusätzliche Kapazitäten. Für die Mittagsbetreuung an der Grund- und Mittelschule Schierling sei dringend die Bereitstellung weiterer Räumlichkeiten und der Bau einer Mensa notwendig. Angesichts der schnell umgesetzten Bautätigkeiten im Kleinkindbereich lasse sich der Markt Schierling bei der Schülerbetreuung hier zu viel Zeit bei der Umsetzung, wurde kritisiert. Den Radweg zum Lidl/Esper Au wollen die Freien Wähler vorantreiben.

Genauso dringend war die Frage nach der Zukunft des Ortsteils Allersdorf. Seit Schließung des Gasthauses haben die Vereine keine Möglichkeit mehr im Ort ihre Versammlungen und Veranstaltungen abzuhalten. Beeinträchtigt sind insbesondere die Allersdorfer Schützen, die nun auf andere Schießstände zum Training und Wettkampf ausweichen müssen. Die Freien Wähler verlangen von der Gemeinde, hier die Priorität zu setzen. Das ebenfalls wichtige Projekt Dorfgemeinschaftshaus Buchhausen müsse zurückgestellt werden, da es in Buchhausen noch eine Wirtschaft gibt, in der sich die Vereine treffen können. Nähere Informationen zu diesem Thema erhielten den Marktgemeinderäte aus dem Rathaus nicht.

Bei dem Themenkomplex „Dorfgemeinschaftshäuser“ kam auch das neue Dorfgemeinschaftshaus in Pinkofen zur Sprache. Hier zeigten sich einige Mitglieder überrascht über die aktuelle Berichterstattung in der Presse. Die Freien Wähler selbst hatten mit persönlichem Einsatz die Bürgerschaft in Pinkofen befragt. Dies war dann auch der Auslöser für die spontan einberufene Bürgerversammlung tags darauf. Obwohl der Gemeinderatsbeschluss zur Sanierung bereits im Entwurf der Sitzungsunterlagen für den nachfolgenden Tag vorhanden war, konnte die Sanierung abgewendet werden zugunsten eines Neubaus an gleicher Stelle. Dies entsprach dem Willen der Bürgerschaft, dem sich die Freien Wähler verpflichtet sehen.

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