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Donnerstag, 24. Mai 2018 23° 8

Bilanz

Hemauer stolz auf erfolgreiches Jahr

Die Stadt hat 2016 viel geschaffen. Allerdings gibt es auch Klagen über das Schüren von Hass in den sozialen Medien.
Von Bernhard Seiberl, MZ

  • Der Kindergarten St. Barbara in Hemau wird saniert und auch erweitert. Fotos: MZ-Archiv/Krenz
  • Das Baugebiet Jurablick ist ein Stück vorangekommen.
  • Die Mallersdorfer Schwestern gingen.
  • Der Wochenmarkt ist beliebt.

Hemau.Bürgermeister Hans Pollinger erinnerte in der letzten Sitzung des Jahres in Form einer Medienpräsentation an die vielen Geschehnisse auf dem Tangrintel. Die Feststellung des Bürgermeisters zum Jahresrückblick, Hemau habe sich im vergangenen Jahr 2016 als Stadt der Großgemeinde mit ihrer eigenen Identität weiterentwickelt, teilten die Fraktionen uneingeschränkt.

Maßgeblich für diese Entwicklung sind die umsichtig getroffenen Entscheidungen im Stadtrat, eine engagierte und motivierte Mannschaft im Rathaus sowie eine aufgeschlossene Bürgerschaft mit hoher Einsatzbereitschaft im Ehrenamt. „Mit diesen Voraussetzungen gehen wir es gemeinsam an, das Jahr 2017 zu meistern“, so die Zuversicht des Rathauschefs.

Fraktionen sind zufrieden

Das Resümee der Fraktionen zum Jahresrückblick fiel äußerst positiv aus. Petra Lutz für die SPD sieht die Grundlage der erfolgreichen Arbeit in der Gemeinsamkeit. Beschämend findet sie aber, die Verbreitung des Hasses und das damit verbundene Schüren von Ängsten in den sozialen Medien im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation. Selbst Mitglieder aus dem Gremium des Stadtrates würden ihren Worten nach persönlich angegriffen.

Franz Ziegaus, FW, sieht sich in der Belebung des Stadtplatzes bestätigt, dass mit der Neugestaltung eine gute Entscheidung getroffen worden ist. Bedauerlich sei der derzeitige Stillstand in der Energiewende auf dem Tangrintel. Bürgermeister Pollinger wies auf den Bürgerwillen hin, den es zu respektieren gelte. Mit einem Wunsch beendete Ziegaus seine Ausführungen, „Es sollte in den Sitzungen auch eine Frage gestellt werden können, auch wenn dieses Thema nicht auf der Tagesordnung steht“, sagt er.

Das Fazit Stefan Mirbeths, CSU, lautete:„Wir können ein gutes kommunalpolitisches Jahr abschließen und sind finanziell gut aufgestellt.“ Mit einem Zitat von Max Weber, der den Erfolg mit drei Faktoren, sachliche Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß verbindet, bestätigte Mirbeth diese Eigenschaften allen drei Fraktionen. Dieses gehöre zur guten Kommunalpolitik dazu, so seine Schlussworte. Die Einwohnerentwicklung in der Stadt nahm um 35 Personen zu, .213 Personen, davon 245 mit einem Zweitwohnsitz, leben auf dem Tangrintel. Die einfache Dorferneuerung in Hennhüll ist kurz vor der Fertigstellung und für Hohenschambach ist die Genehmigung erteilt worden.

Die Baumaßnahmen laufen

Die Baumaßnahmen für den Kindergarten St. Barbara sind in vollem Gange und der Nardini-Kindergarten konnte um eine Gruppe erweitert werden. Das Baugebiet „Jurablick“ ist fertiggestellt, nach der Preisfestlegung kann im Frühjahr der Verkauf beginnen. Für das Baugebiet Nord West IV in Hemau konnte der Grundstückserwerb abgeschlossen werden, eine Erschließung ab Herbst 2017 wird angestrebt. Die Kriegergedächtniskapelle wurde grundlegend saniert und erfuhr die Wiedersegnung.

Die Breitbandversorgung sollte bei guten Witterungsverhältnissen bis zum kommenden April abgeschlossen sein. 117 Bauanträge wurden erteilt, darunter die Flüchtlingsunterkunft an der Dietfurter Straße. Eine Belegung ist nach letzten Erkenntnissen in der dritten Kalenderwoche 2017 zu erwarten. 126 560 Euro kostete die nicht eingeplante, aber erforderliche Sanierung der Wasserhauptleitungen zum Brunnen III. Erfreulich wurde die höhere Schlüsselzuweisung von 2.745.060 Euro zur Kenntnis genommen, für die Steigerung ist allerdings das geringere Steueraufkommen der Kommune verantwortlich. Der Wochenmarkt am Mittwoch hat sich erfreulich gut entwickelt, neue Vorschläge werden dankbar aufgenommen.

Hohe Investitionen

  • Haushalt:

    Das Jahr 2016 war das Jahr der Investitionen am Tangrintel. Der Vermögenshaushalt war geprägt von Investitionen. Die Investitionssumme lag bei 6,391 Millionen Euro. Dieses Volumen entsprach über 90 Prozent des Haushalts. Die Schwerpunkte: Erschließung Baugebiet “Jurablick“, Sanierung und Erweiterung Kindergarten St. Barbara, Dorferneuerung Hennhüll und Breitbandversorgung. Für den Grunderwerb waren 1,333 Millionen Euro vorgesehen.

  • Kredite:

    Die verschiedenen Investitionen erforderten eine Kreditaufnahme von 1,452 Millionen Euro, die Gesamtschulden stiegen damit zum Jahresende auf rund 6,5 Millionen. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 744 Euro. Vergleichsweise hat der Landkreis im Durchschnitt 626 Euro, der Freistaat 1024 Euro und vergleichbare Gemeinden 741 Euro.

  • Anstieg:

    Trotz eines moderaten Anstiegs der verschiedenen Steuerarten, hat sich die Schlüsselzuweisung für Hemau um 108.400 Euro auf 2,533 Millionen Euro erhöht. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich die Aufstockung der Schlüsselmasse durch den Freistaat Bayern. Die Schlüsselzahl ist 0,0005344, mit der Steuerkraft liegt Hemau im Landkreis auf Platz 35 und im Regierungsbezirk auf Platz 116.

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