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Auszeichnung

30 Ehrenzeichen für Alteglofsheimer Wehr

Für ihr langjähriges Engagement: 30 Feuerwehrleute erhielten in Alteglofsheim Ehrenzeichen in Silber und Gold.
von Josef Eder

Die geehrten Aktiven mit Landrätin Tanja Schweiger, den Bürgermeistern und den Führungskräften der Kreisfeuerwehr. Foto: Josef Eder
Die geehrten Aktiven mit Landrätin Tanja Schweiger, den Bürgermeistern und den Führungskräften der Kreisfeuerwehr. Foto: Josef Eder

Alteglofsheim.Landrätin Tanja Schweiger und Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer verliehen an 30 Feuerwehrmänner des Kreisbrandmeisterbezirks Ost 2 Josef Fenn im Schulungsraum des Alteglofsheimer Feuerwehrgerätehauses das staatliche Ehrenzeichen. Seit 50, 40 und 25 Jahren waren und sind die Männer der Feuerwehren Alteglofsheim, Thalmassing, Langenerling und Wolkering aktiv.

Die sehr seltene Auszeichnung für 50 Jahre aktiven Dienst bekam Siegfried Schiekofer senior aus Wolkering angeheftet. Der Zweite mit dieser hohen Dienstzeit, Walter Weitzer aus Thalmassing, konnte nicht teilnehmen. Mit dabei waren Kreisbrandinspektor Wilfried Hausler sowie die Bürgermeister Herbert Heidingsfelder aus Alteglofsheim, Dr. Bernhard Bausenwein aus Hagelstadt und 3. Bürgermeister Thomas Sembach aus Thalmassing. Landrätin Schweiger betonte, dass die Aktiven Geschichte in ihrer Feuerwehr geschrieben haben. „Sie sind in all den Jahren an allen Tagen rund um die Uhr für die Mitmenschen in Not da gewesen“, betonte sie. Seit ihrem Beitritt seien viele Grau geworden, aber immer hellwach geblieben. Vieles habe sich in einem halben Jahrhundert geändert, doch das Engagement für die Feuerwehr sei konstant geblieben. Wenn die Alarmmelder zum Einsatz rufen oder es gelte, bei einem Gründungsfest anzupacken, seien die Feuerwehrleute zur Stelle.

Helfer werden angegriffen

In der heutigen schnelllebigen Zeit sei so manches nicht mehr so leicht, stellte die Landrätin fest. „Die Herausforderungen sind groß, die Aktivenzahlen sinken nicht nur aufgrund des demografischen Wandels und die Gewalt gegen Einsatzkräfte nimmt zu“, führte Schweiger an. Die Helfer der Feuerwehr würden ihr Leben für Verunglückte einsetzen und dabei angegriffen, angepöbelt oder durch Schaulustige, die alles mit ihrem Smartphone dokumentieren wollen, behindert.

Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer bewertete die Ehrenzeichenverleihung für jahrzehntelange Dienste als ganz besondere Auszeichnung. Bei den seit 40 Jahren aktiven Helfern gebe es als Zuckerl seit wenigen Jahren eine Woche freien Aufenthalt im Bayerischen Feuerwehrerholungsheim Bayrisch Gmain.

Die Geehrten

  • 40 Jahre:

    Werner Hilmer, Josef Jobst (alle Alteglofsheim); Erwin Gerl Richard Wittl sen. (Wolkering); Richard Häupl (Langenerling).

  • 25 Jahre:

    Robert Ehlis; Robert Ettl, Jochen Kroneder, Stefan Mahrer, Matthias Plattner, Christoph Schmidbauer, Jürgen Stuber, Kevin Werkmann (alle Alteglofsheim); Johannes Englbrecht, Maik Hille (alle Thalmassing); Thomas Brückl (Wolkering), Alois Steger, Heinrich Gruber, Siegfried Krottenthaler, Norbert Steger, Peter Thier, Markus Meier, Roland Heuberger, Markus Heuberger, Bernhard Gruber, Christian Gruber, Armin Heuberger, Stefan Lang (alle Langenerling).

Die Kommunen bezahlen zusätzlich eine Woche für den Lebenspartner. Die Hilfsorganisation Feuerwehr feiert demnächst in vielen Orten ihren 150. Geburtstag. „Bis 2026 sind 54 Feste gemeldet“, sagte Scheuerer.

Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft zeichnen seinen Worten zufolge die Frauen und Männer aus. „Die nicht planbare, sondern von Alarmen vergebene Lebenszeit ist Alltag für Aktive“, betonte der Kreisbrandrat. So könne – wie kürzlich auf der Autobahn A3 – der Tag einer Einsatzkraft mit dem Tod eines Unfallopfers beginnen. „Das sind Bilder, die einen lange, manchmal ein Leben lang verfolgen“, betonte Scheuerer. Gespräche mit speziell geschulten Hilfsdiensten würden den Aktiven helfen, so etwas zu verarbeiteten.

Kommunen haben offenes Ohr

Für den Kreisbrandrat ist besonders wichtig, dass die 41 Kommunen, mit denen er jetzt knapp sechs Jahre als Feuerwehrchef des Landkreises zusammenarbeite, immer ein offenes Ohr haben. Dies sei auch bei knapperen Finanzmitteln für die notwendigen Wünsche bei Einsatzmitteln immer der Fall gewesen. Die Ausrüstung sei kein rotes Spielzeug für die Feuerwehren, sondern immer unentbehrlich. Besonders hob Scheuerer hervor, dass Landrätin Schweiger bei allen Ehrenzeichenverleihungen dabei ist. „Das ist nicht überall so“, sagte er. Scheuerer und Schweiger haben seit 2014 mehr als 1500 Ehrenzeichen verliehen.

Alteglofsheims Bürgermeister Herbert Heidingsfelder betonte den Stellenwert der Wehr. „Ihr seid die Ersten, die vor Ort sind, helfen und dabei der Fels in der Brandung sind,“ lobte er die Einssatzkräfte. Die altgedienten Aktiven sind für ihn die „Eichen der Feuerwehren“. Denn sie geben ihr unschätzbares Wissen an die Jüngeren weiter: „Die Kinder und Jugendlichen sind dank Eures Vorbilds mit Feuereifer und großem Engagement dabei.“

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