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Bürgerversammlung

Die Schulsanierung läuft an

Bürgermeister Johann Jurgovsky berichtete von zahlreichen kleinen und großen Projekten aus der Gemeinde Aufhausen.

Auch wenn es einige Jahre dauern wird, die Schule Aufhausen wird saniert, ein Kinderhaus integriert. Foto: Jaumann
Auch wenn es einige Jahre dauern wird, die Schule Aufhausen wird saniert, ein Kinderhaus integriert. Foto: Jaumann

Aufhausen.Bürgermeister Johann Jurgovsky bemängelte eingangs die geringe Beteiligung der Bürger an der Bürgerversammlung: „Da befinden wir uns vermutlich schon im Promillebereich.“ Zur Sanierung der Schule Aufhausen informierte Jurgovsky, dass der Beschluss der Schulverbandsversammlung steht, dass die Schule saniert wird: „Wir haben wirklich einen großen Schritt gemacht“, betonte der Bürgermeister.

Derzeit werde die Grundplanung erstellt, Architekt Gutthann erarbeite die ersten Entwürfe. Die ehemalige Hauptschule wird zukünftig eine Grundschule sein mit einem Kinderhaus mit zwei Kindergartengruppen und einer Kinderkrippe. „Pfakofen möchte weiterhin sein eigenes Schulhaus betreiben“, so der Bürgermeister. Die Schule wurde 1971 erbaut. Die Heizkosten sind laut Jurgovsky enorm hoch. Der kirchliche Kindergarten hat keinen Platz mehr: „Wir müssen möglichst schnell einen Ersatz schaffen“, so die Meinung der Kindergartenleitung. Aus diesem Grund wird im Schulkomplex das Kinderhaus integriert. Die Kirche habe angekündigt, keine neuen Kindergärten mehr verwalten zu wollen. Deshalb gebe es zukünftig zwei getrennte Kindergärten: einen kirchlichen und einen weltlichen.

Kindergarten schneller bauen

Nach der Absegnung der Planung gibt es ein VOF-Verfahren, eine europaweite Ausschreibung der Arbeiten für die Schulsanierung. Auch der Architekt werde bestimmt, der die Bauabwicklung übernimmt. Die Schulsanierung wird laut Jurgovsky rund vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Die Bauausführung für den Kindergarten werde eher erfolgen, da die Bausumme nicht so hoch sei. Für Kindergärten gebe es derzeit 85 Prozent Förderung.

Bürgermeister Johann Jurgovsky Foto: Yvonne Weigl
Bürgermeister Johann Jurgovsky Foto: Yvonne Weigl

Des Weiteren informierte Jurgovsky darüber, dass die ehemalige Drogerie Hofmann in Sünching angemietet wurde für die ambulante Alten- und Krankenpflegestation. Insgesamt wurden 175 Kranke und Pflegebedürftige im Gebiet betreut, mehr als 29 000 Pflegebesuche wurden durchgeführt. Der Träger ist die Kirche, die Verwaltung übernimmt die Gemeinde.

Das neue Feuerwehrauto kostete 150 000 Euro, dafür gab es 40 000 Euro Zuschuss. „Den Dienst der Feuerwehr kann man gar nicht hoch genug schätzen.“ Die Feuerwehr Triftling erhält ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, demnächst erfolgt hierfür die Ausschreibung; die Feuerwehr Petzkofen hat den Antrag für einen Anbau gestellt.

Hoffen auf einen Verbrauchermarkt

  • Planung:

    Richtung Pfakofen wurde ein Sondernutzungsgebiet ausgewiesen mit der Hoffnung, dort einen Verbrauchermarkt anzusiedeln. Dafür wurde bereits ein Investor gefunden. Derzeit geht es um die Klärung von Details, unter anderem bezüglich der Zufahrt.

  • Nachfrage:

    Ein Bürger fragte dazu an, ob der Verbrauchermarkt wirklich benötigt werde oder man Gefahr laufe, dass den kleinen Betrieben das Geschäft abgegraben werde. Bürgermeister Jurgovsky erläuterte, dass dies geprüft wurde.

In Hellkofen gibt es für die Dorferneuerung 50 Prozent Zuschuss, das „Brückerl“ hat 150 000 Euro gekostet, berichtete Jurgovsky weiter. „Unsere Tiefbaupreise sind so gestiegen“, so der Bürgermeister. Die Einmündung bei Irnkofen sei saniert worden, obwohl diese erst vor 25 Jahren neu gemacht wurde. Im neuen Flächennutzungsplan wurden mehrere Neubaugebiete ausgewiesen. Für das Baugebiet Petzkofen-Ost II beträgt der Kaufpreis 109 Euro pro Quadratmeter, der Bauzwang beträgt fünf Jahre, drei Restgrundstücke für Einheimische seien noch vorhanden. Zwei Gebäude werden mit 18 und mit sieben Wohnungen entstehen. Regenwasser darf zukünftig nicht mehr in den Kanal eingeleitet werden, nur noch Schmutzwasser. Deshalb erhält jede Parzelle einen Schmutzwasser- und einen Regenwasserschacht.Die Telekom verlegt in Neubaugebieten nun Glasfaserkabel, informierte Jurgovsky. Das Baugebiet „Am Vogelberg-Ost“ wurde vom Gemeinderat beschlossen. In Petzkofen wurde ein Baugebiet mit 25 Parzellen ausgewiesen.

Die Straße von Sünching nach Pfakofen soll die nächsten zwei bis drei Jahre erneuert werden, so der Bürgermeister.

Überwachung zu wenig

Die Dorferneuerung von Hellkofen-Niederhinkofen werde die Gemeinde die nächsten zehn Jahre beschäftigen. Jurgovsky rief die Bürger dazu auf, Mobilfunklöcher zu melden, da diese dann weitergemeldet werden. Die illegale Müllentsorgung sei ein großes Ärgernis in der Gemeinde.

Ein Bürger aus Petzkofen betraf die kommunale Verkehrsüberwachung, die derzeit fünf Stunden im Monat umfasst. Laut Meinung des Bürgers ist diese zu wenig. Jurgovsky rief auch dazu auf, dass sich die jungen Bürger bei der Kommunalwahl 2020 bewerben. Aufgrund der Datenschutzgrundverordnung können die Protokolle der Gemeinderatssitzungen nicht mehr wie gewohnt ins Internet gestellt werden, so der Bürgermeister. (lwy)

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