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Gemeinderat

Bach investiert eine Million Euro mehr

Die Gemeinde will ein neues Baugebiet ausweisen. Für Überraschung sorgte ein Antrag der drei Ortsfeuerwehren.
Von Peter Luft

Das Rathaus in Bach soll heuer umgebaut werden. Foto: P. Luft
Das Rathaus in Bach soll heuer umgebaut werden. Foto: P. Luft

Bach.Für Investitionen gibt die Gemeinde Bach heuer eine Million Euro mehr aus. Der Grund dafür ist der Grunderwerb für Baugebiete. So sind für Häuslebauer im Ortsteil Frengkofen 26 Bauparzellen vorgesehen. Zu den Einwohnerzahlen nimmt die Gemeinde eine erfreuliche Entwicklung an. Der Weinbau- und gekrönte Genussort mit seinen drei Ortsteilen Bach, Demling und Frengkofen hat steten Zuwachs und peilt mit derzeit 1905 Einwohnern die Zahl 2000 an.

Auch wird der Umbau des Rathauses in Angriff genommen. Nachdem die Raiffeisenbank ausgezogen ist, werden der Sitzungssaal und die Kanzlei vom ersten Stock barrierefrei ins Parterre verlegt. Damit wird im Obergeschoss Platz für eine Wohnung geschaffen.

Niedriger Schuldenstand

In der ersten Sitzung des Gemeinderates im neuen Jahr mit zehn Zuhörern legte Bürgermeister Josef Peutler den Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2019 nach Bearbeitung im Finanzausschuss zur Vorberatung vor. Mit der Haushaltssatzung wird der Haushaltsplan mit den eingebrachten Ergänzungen in der Februar-Sitzung genehmigt und verabschiedet. Das Gesamtvolumen des Haushalts 2019 beläuft sich auf 6 184 100 Euro. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1 089 400 Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 2 715 600 Euro. Der Vermögenshaushalt beträgt 3 468 500 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt sinkt von 299 600 Euro auf 210 900 Euro leicht ab. Sie wird aber im Finanzzeitraum bis 2022 wieder um das Doppelte ansteigen.

Die wichtigsten Ein- und Ausgaben im Haushaltsplan erläuterte Josef Meier. Der Kämmerer betonte dabei den Grundsatz der sparsamen Haushaltsführung und Mittelbewirtschaftung. „Der Schuldenstand ist erfreulich niedrig. Er wird bis zum Finanzplanungszeitraum 20122 bei 162 221 Euro ankommen. Kreditaufnahmen sind bis zu diesem Zeitraum auch nicht vorgesehen“, sagte Josef Meier. Die ordentliche Tilgung betrage im laufenden Haushaltsjahr 60 500 Euro. Der Zinsaufwand liege bei 17 200 Euro. Somit sei die Gemeinde finanziell gut aufgestellt. „Leider werden die Rücklagen von derzeit zwei Millionen Euro bis 2020 wegen Investitionen auf null schmelzen. Aber sie werden nach dem Verkauf von Baugrundstücken wieder in den nächsten Jahren ansteigen“, sagte Meier.

Kostensteigerung überraschte

Auf der Tagesordnung stand als nächstes der Antrag der drei Ortsfeuerwehren Bach, Demling und Frengkofen auf Neubeschaffung von 105 modernen Schutzanzügen, darunter auch zwölf Schutzanzüge für Atemschutzgeräteträger. Die Umstellung soll in zwei Jahren erfolgen. Entgegen dem ursprünglichen Antrag mit einer Gesamtsumme von 57 300 Euro reichten die Wehren einen Antrag für höherwertige Schutzanzüge im Gesamtwert von 89 000 Euro nach. „Diese Preissteigerung hat mich voll überrascht“, sagte Josef Peutler. Er schlug daher vor, diesen Tagesordnungspunkt zurückzustellen und zwecks Bedarf, Anzahl und Höherwertigkeit der Anzüge erneut darüber mit den Kommandanten der drei Ortwehren Rücksprache zu halten. „Eine Anschaffung für Personen die da sind, wenn es um Leib und Leben geht, sollte der Gemeinde nicht zu teuer sein“, sagte Gertraud Rißmann. „Es sollte vorerst nur das Notwendigste beschafft werden“, sagte Ernst Schrödl. „Bei den Einsätzen geht es auch aus Erfahrung um den persönlich körperlichen Schutz der Dienstleistenden“, sagte Hans-Jörg Scheck. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag des Gemeindeoberhaupts mit 13:0 Stimmen.

Der Gemeinderat beschloss ferner einstimmig, dass die Feuerwehr Bach die Sporthalle zum Faschingsball unentgeltlich nutzen darf. Befürwortet wurde auch der Antrag der Feuerwehr Frengkofen zwecks Übernahme der Kosten für die Versicherung für das aus Eigenmitteln vom Verein angekaufte Zweitfahrzeug in Höhe von jährlich 450 Euro durch die Gemeinde. „Die Feuerwehren sollten unterstützt werden, wo es nur geht“, sagte Gertraud Rißmann. Es gehe um die Sicherheit in der Gemeinde. „Das Fahrzeug wird auch bei Hochwasser eingesetzt“, sagte Ernst Schrödl.

Wilhelm Baumer regte an, bei der Erneuerung der Wasserleitung in der Bahnhofstraße zugleich Leerrohre für Internetanschluss für den Kindergarten einzulegen. „Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der durch den Ort führenden Staatsstraße 2125 wird nach einem Ortstermin mit den Behörden als nicht erforderlich betrachtet“, teilte Bürgermeister Josef Peutler mit. „Die vor dreißig Jahren erbaute Fatima-Kapelle im Perlbachtal sollte innen und außen neu getüncht werden“, sagte Ernst Schrödl. (llu)

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