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Projekt

Gerätehaus: Fragen sind offen

Sanierung oder Neubau sind mögliche Alternativen. Doch die Bacher Gemeinderäte haben die Entscheidung jetzt vertagt.
Von Peter Luft

Das alte Gerätehaus der Feuerwehr Bach Foto: Peter Luft
Das alte Gerätehaus der Feuerwehr Bach Foto: Peter Luft

Bach.Das Gerätehaus der Feuerwehr in Bach ist nicht mehr zeitgemäß. Nun stellt sich für Gemeinde und Feuerwehr die Frage: Was ist wirtschaftlicher? Eine Sanierung, die rund zwei Millionen Euro kosten würde oder ein Neubau für etwa 2.5 Millionen Euro? Zu diesen Summen kommen jeweils noch die Kosten für Bodenuntersuchungen. Darüber hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung ausgiebig zu beraten. Doch der Tagesordnungspunkt wurde nach längerer, lebhafter Diskussion einstimmig zurückgestellt.

Bürgermeister Josef Peutler hatte eingangs zum Sachverhalt den Antrag der Feuerwehr auf Umbau oder Neubau des Gerätehauses vom 19. April 2018 in Erinnerung gebracht. Damals wurde beschlossen, einen Planer zur Prüfung der Wirtschaftlichkeit zu beauftragen. Am 15. Oktober legte das Architekturbüro Herbert Winkler aus Wörth in Anwesenheit des Bürgermeisters und der zwei Kommandanten der Feuerwehr diese Prüfung für die zwei Varianten vor. In der Folge teilte die Feuerwehr in einer Stellungnahme zu dem Projekt mit, dass die Planungen nicht den Vorstellungen der Feuerwehr entsprechen. Die Feuerwehrführung äußerte Zweifel an der Bausubstanz des alten Hauses.

Bei einem Ortstermin am 7. Februar mit Bürgermeister, Feuerwehr, Regierung und Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer wurde besonders die Zufahrt über die enge Holzgasse als sehr bedenklich angesehen. Spontan schlug der Bürgermeister als möglichen Standort für einen Neubau den Dorffestplatz Süd vor. Der Ortstermin ergab, dass dieses Grundstück geeignet wäre. Doch am Tag darauf, teilte die Regierung mit, dass der Standort im Hochwassergefährdungsbereich liege. Somit würde der Standort aus der Förderung herausfallen. „Den Neubau um 30 Zentimeter anzuheben, würde uns noch retten“, sagte der Bürgermeister.

Bedenken zum Festplatz

Für Ernst Schrödl ist der Standort in der Nähe des VfB-Geländes am Festplatz ungeeignet. „Das ist auch unser Festplatz. Wo stellen wir ein Zelt für große Feste hin?“, fragte er. Die Parkplatzsituation beim Sportverein wären eingeengt, monierte Helmut Eckert. „Das seh ich jetzt nicht so. Wir haben erste im Vorjahr einen Parkplatz für 56 Auto in der Nähe zum VfB-Gelände gebaut“, entgegnete Peutler. Wilhelm Baumer forderte seinerseits in der Holzgasse ein durchgehendes Parkverbot. „Wie findet das alte Haus noch Verwendung?“, fragte er. Der Bürgermeister sah hier Möglichkeiten für den OGV oder die Perlbachfischer.

Forderungen

  • Größe:

    Die Halle und der Stellplatz ist der Feuerwehr zu klein und die geplante Treppe nicht zulässig.

  • Jugendraum:

    Außerdem wäre nach Ansicht der Wehr ein Jugendraum erforderlich und der Unterrichtsraum sollte nicht kleiner wie 60 Quadratmeter sein.

  • Pflege:

    Die Wehr wünscht sich eine Möglichkeit für die Schlauchpflege, eventuell einen Turm.

„Warum setzt man sich nicht vorher ernsthaft zusammen und ebnet einen gemeinsamen Weg für diese Baumaßnahme, bevor es im Gemeinderat auf den Tisch kommt“, bemängelte Schrödl. Auch Gertraud Rißmann wollte wissen, wie der Sportverein zu dem Projekt steht. „Es sind schon Gespräche geführt worden. Eine ablehnende Haltung kenne ich nicht“, sagte Peutler. Trotzdem forderte Roland Zimmerer eine Stellungnahme vom VfB einzuholen. „Das Vorhaben muss geldmäßig gedeckelt sein. Das können wir dem Bürger nicht antun“, warnte 3. Bürgermeister Otto Maier. Er wies darauf hin, dass jahrelang Schulden abgebaut worden seien und auch ein neues Feuerwehrauto noch anstehe.

Zur Sprache kam auch noch ein Standort an der Staatsstraße gegenüber den Weinstuben. „Das Vorhaben muss mit grundlegenden Überlegungen neu beredet werden“, forderte 2. Bürgermeister Dr. Andreas Eibl. Das Gremium folgte dem Vorschlag von Eibl und vertagte den Punkt.

Eltern beschweren sich

„Im Kindergarten häufen sich Beschwerden der Eltern. Aufgrund personeller Schwierigkeiten wurden Betreuungszeiten gekürzt. Zudem sorgten Briefe vom Kindergarten an die Eltern für Aufregung. „Was erneut zu Beschwerden der Eltern führte“, sagte Ernst Schrödl. Bei Personalangelegenheit habe die Gemeinde kein Mitspracherecht, erklärte der Bürgermeister. Das sei Sache des Trägers des kirchlichen Kindergartens, der Caritas.

„Die sanitären Anlagen im Kindergarten sind im schlechten Zustand. Das kann man nicht so lassen“, monierte Andreas Hof. „Von dem weiß ich alles nichts. Warum kommen die Beschwerden erst jetzt, wenn es schon länger so ist“, erklärte Peutler und versprach der Sache nachzugehen. „Wenn uns von den Umständen im Kindergarten niemand was sagt, können wir ihnen auch nicht nachgehen“, sagte 2. Bürgermeister Dr. Andreas Eibl.

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