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Unterhaltung

Theatergruppe liebt die Bühne

Die Laiendarsteller in Barbing verkörpern ihre Rollen mit Leib und Seele. Auch Jahre später können sie Texte noch zitieren.
Von Petra Schmid

Die Darsteller der Theatergruppe Barbing bringen heuer den „Schippedupfer“ auf die Bühne. Foto: Petra Schmid
Die Darsteller der Theatergruppe Barbing bringen heuer den „Schippedupfer“ auf die Bühne. Foto: Petra Schmid

Barbing.Wer schon einmal eine Aufführung der Theaterfreunde Barbing besucht hat, weiß, was ihn erwartet: Stunden voller bester Unterhaltung, die Darsteller sind Meister der Mimik und Komik. Kein Wunder, dass viele spontane Lacher und Szenenapplaus hier an der Tagesordnung sind. Denn viele, die hier auf der Bühne stehen, sind „alte Hasen“.

Heuer stehen die Laienschauspieler unter Regie von Hans-Peter Landsmann mit dem Stück „Der Schippedupfer“ auf der Bühne. Die Komödie von Peter Landstorfer ist ungewöhnlich. Es gibt nicht wie meist üblich drei Akte, sondern das Publikum „erlebt“ quasi fünf Tage mit den Schauspielern.

Eine Frau, die während der Vorstellungen gar nicht wahrgenommen wird, spielt eigentlich die Hauptrolle. Vor den Blicken verborgen sitzt sie in ihrem Souffleurkasten und verfolgt jedes Wort auf der Bühne. Sigrid Gabler macht ihr „Job“ Freude. Bei der Sache sein müsse man allerdings jeden Augenblick. Ihre Aufgabe ist es zum einen stets das Auge im Textbuch zu halten, um bei Bedarf das richtige Stichwort liefern zu können, und zum anderen das Geschehen auf der Bühne zu verfolgen, damit einem die Handlung nicht entgeht.

Es sei schon einmal vorgekommen, dass ein Schauspieler quasi einige Seiten im Textbuch übersprungen habe, da Handlung und Text sehr ähnlich gewesen seien. Hier heiße es dann für alle, Nerven bewahren und mit dem richtigen Stichwort die Sache wieder ins Lot zu bringen, verrät sie augenzwinkernd. Dem Publikum sei damals nichts aufgefallen, sagt sie. Freilich habe sie den Vorteil, keinen Text auswendig lernen zu müssen, aber teilweise könne sie Passagen mit der Zeit trotzdem auswendig.

Passagen bleiben hängen

Darstellerin Karin Achhammer erzählt, dass das Lernen der Dialoge für sie kein großes Problem sei. Im Gegenteil – mittendrin sei so manche Textpassage aus früheren Stücken plötzlich wieder präsent. Es bleibe immer was hängen und oft sei es so, dass die Schauspieler auch nach der letzten Aufführung noch einige Redewendungen mit ins Privatleben mitnehmen würden oder sich bei Treffen und anderen Gelegenheit damit necken, plaudert Achhammer aus.

Die Vorsitzende des Vereins der Theatergruppe Christine Leyerer steht auch als Schauspielerin auf der Bühne und gibt dieses Mal die lispelnde Pfarrersköchin. Der MZ verriet sie, wie sie so herrlich Kunstlispeln kann. „Ganz einfach, ich brauche eine Zahnschiene und bei einer Probe haben wir entdeckt, dass man damit herrlich einen kleinen Sprachfehler imitieren kann. Seitdem klappt es noch viel besser als bereits vorher.“

Zu lachen gibt es in dem Stück jede Menge. Der Regisseur und Darsteller des Pfarrers, Hans-Peter Landsmann, offenbart, dass es auch für die anderen Schauspieler und ihn jedes Mal wieder spannend ist, an welcher Stelle das Publikum lachen werde. Oft denke man, dies sei nun ein absoluter Kracher, doch das Publikum reagiere gar nicht so stark und lache dann dafür an einer anderen Stelle. Vorbereitet ist der leidenschaftliche Theatermann auf alle Fälle. Denn es habe ihn noch nie gestört, im Rampenlicht zu stehen, sagt er freimütig. Landsmann und viele seiner Barbinger Kollegen sind bekannt für ihre herrliche Mimik. Dies komme nicht von ungefähr, er selbst übe eine Grimasse vor dem Spiegel. Und dies so lange, bis er selbst zufrieden sei, verrät er einen seiner Tricks.

Noch eine Vorstellung

Wer sich ein persönliches Bild von den Laienschauspielern machen möchte, hat dazu nochmal am Samstag, 13. April, ab 19.30 Uhr Gelegenheit. Denn einmal im Frühjahr stehen die Barbinger Theaterfreunde auf der Bühne. Da bei dem Stück heuer sehr viele Rollen zu besetzen waren, haben sich die Barbinger einen Schauspieler aus Sarching ausgeliehen. Stefan Walig versichert, es mache ihm großen Spaß und er habe sich bei der Truppe gleich wohlgefühlt. „Es ist so, als ob ich schon immer dabei gewesen wäre“, lobt er die Schauspielerkollegen der Theaterfreunde Barbing.

Der „Schippedupfer“

  • Aufführung:

    Das Stück wrid am Samstag, 13. April, um 19.30 Uhr im „Barbinger“ aufgeführt. Einlass ist um 18 Uhr. Restkarten gibt es für 7 Euro an der Abendkasse.

  • Darsteller:

    Dominik Schindlbeck, Karin Achhammer, Kati Papp, Christine Leyerer, Hans-Peter Landsmann, Reiner Kralitschek, Gerda Schiekofer, Stefan Walig, Manfred Sulzer, Sabrina Guerrero, Toni Pfister, Yannic Landsmann.

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