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Jubiläum

Anlaufstelle für engagierte Frauen

Der Frauenbund Beratzhausen feierte sein 100-jähriges Bestehen. Im Zehentstadel gab es viel Lob für den Jubelverein.
von Ingrid Kroboth

Die Geehrten mit den Ehrenden (von links): Luitgard Hartl, Josefine Vogl, Ingrid Kroboth, Pfarrer Georg Dunst, Maria Straußberger, Maria Ehrl und Berta Bauer, dahinter Elfriede Riepl Foto: lik
Die Geehrten mit den Ehrenden (von links): Luitgard Hartl, Josefine Vogl, Ingrid Kroboth, Pfarrer Georg Dunst, Maria Straußberger, Maria Ehrl und Berta Bauer, dahinter Elfriede Riepl Foto: lik

Beratzhausen.Mit einem Ehrenabend feierten am Samstag rund 150 von aktuell 270 Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes Beratzhausen ihr 100-jähriges Bestehen. Nach dem kirchlichen Teil der Feierlichkeiten vor gut einer Woche stand diesmal die Geselligkeit im Vordergrund.

Der Bürgersaal im Zehentstadel war in den Traditionsfarben des Frauenbundes festlich geschmückt, die Frauen und Ehrengäste zu Speis und Trank eingeladen – musikalisch begleitet von Resi Dinauer am Klavier zusammen mit Elisabeth und Katharina Pauthner (Querflöte und Geige). Pfarrer Georg Dunst sprach aus eigener Erkenntnis, als er von den interessanten Beiträgen in der Monatszeitschrift des Verbandes „Engagiert“ schwärmte. Er lese das Blatt „leihweise“ gerne durch und habe dabei festgestellt: „Engagiert, das passt auf den Beratzhausener Frauenbund.“

Denn engagiert bedeute im Wortlaut: sich für etwas einsetzen – „und genau das trifft auf Sie zu, mit den vielen Angeboten im Jahresprogramm“. Der christliche Verein sei eine Plattform für jede Frau, unabhängig von Konfession, Herkunft und Alter.

Für die evangelische Kirche gratulierte Pfarrer Max Lehnert den Frauen, die das christliche Leben schon immer mitgestaltet hätten.

Als Vorsitzende des Frauenbund-Bezirks Parsberg zitierte Ingrid Meier den französischen Dramatiker Jean Anouilh: „Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.“ Das Jubiläumsprogramm der Frauen in Beratzhausen entspreche dieser Weisheit mit vielseitigen Angeboten und Aktionen.

Auch Bürgermeister Konrad Meier erkannte beim Jubelverein eine bewährte Haltung: „Gemeinsam sind wir stark.“ So habe sich der Frauenbund zu einer wichtigen Anlaufstelle für gesellschaftlich und politisch interessierte Frauen entwickelt – auch in Beratzhausen.

Zur Festrede trat die stellvertretende Diözesanvorsitzende Luitgard Hartl ans Rednerpult und würdigte den Jubelverein als einen von 454 Zweigvereinen im Diözesanverband Regensburg mit insgesamt rund 60 000 Mitgliedern – bundesweit seien es sogar 190 000. Das bedeute viel Bewegungspotential in unserer Gesellschaft – als überparteiliches Sprachrohr, das sich seit mehr als hundert Jahren für die Rechte der Frauen einsetze. Die Gesellschaft brauche Frauen mit Elan, Durchsetzungsvermögen und Ideen. In diesem Sinne wünschte sie den Beratzhausener Frauen „Geduld, Mut und Stärke für die Zukunft“.

Auf der Bühne war auch das Jubiläums-Gemälde von Anna Beckstein-Pilz aufgebaut, das künftig im Pfarrheim seinen Platz haben wird. Die Künstlerin selbst erläuterte diesmal den Aufbau ihrer Bildcollage mit Farbsymbolik und inhaltlichen Bedeutungen.

Mit Blumen und anerkennenden Worten bedankte sich Ortsvorsitzende Elfriede Riepl bei ihrem Vorstandsteam und den fleißigen Helferinnen, wie etwa den Fahnenträgerinnen, den Osterbrunnen-Schmückerinnen, der Verwalterin des Bruderschaftsstabes und dem Altenheim-Besuchsdienst.

Die Goldene Ehrennadel mit Stein für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Elisabeth Kuffer angesteckt; das Ehrenabzeichen in Gold für 40 Jahre Treue bekamen Berta Bauer, Maria Ehrl, Maria Koller, Ingrid Kroboth, Therese Spangler, Maria Straußberger und Josefine Vogl; Silber für 20 Jahre Anna Bleicher, Renate Kollmer, Ingeborg Schwarz und Anna Stepper. Mit einem Gold-Abzeichen würdigte Luitgard Hartl das Engagement der amtierenden Vorsitzenden, Elfriede Riepl, die dem Vorstand seit 18 Jahren angehört, davon 14 Jahre als Vorsitzende. (lik)

Die Ausstellung

  • Abschluss:

    Nur noch heute, 15 bis 18 Uhr, ist im Kreativraum des Zehentstadels die Wanderausstellung „Ellen Ammann: Pionierin, Netzwerkerin, Trendsetterin“ zu sehen.

  • Chronik:

    100 Jahre Frauenbund Beratzhausen sind in einer Zusatz-Ausstellung mit Bildern aus der Chronik des Beratzhausener Zweigvereins dokumentiert. Fotoalben und Jahresbüchern liegen zum Blättern bereit. (lik)

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