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BI kritisiert Verwaltung scharf

Die „Bürgerinitiative für ein unverbautes Labertal“ aus Beratzhausen macht den Politikern harsche Vorwürfe.

Hinter dem Skaterpark sollen die neuen Gebäude entstehen. Foto: Stiersdorfer/KIST
Hinter dem Skaterpark sollen die neuen Gebäude entstehen. Foto: Stiersdorfer/KIST

Beratzhausen.Harsche Kritik übte die „Bürgerinitiative für ein unverbautes Labertal“ (BI) an der amtierenden Rathausspitze. Und sie verschonten auch nicht die Markträte, diese würden sich abstimmen und ihre Positionen in geheimen Zusammenkünften finden. Der Bürgermeister vertröste auf Auskünfte „zu gegebener Zeit“. Einzig von den beiden „Grünen“-Markträten Dr. Diana Hehenberger-Risse und Josef Schwarz seien noch Informationen zu bekommen – soweit vorhanden.

Am Mittwochabend hatte die BI zu einer Informations- und Diskussions-Veranstaltung in die „Friesenmühle“ eingeladen – und knapp 100 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Chance wahr, „Endlich Klartext, wie die letzte Alternative zerstört werden soll …“ zu hören.

Kontroverse Behauptungen

Bund-Naturschutz-Ortvorsitzender Alexander Pöppl bereitete die Versammlung auf eine Aneinanderreihung kontroverser Behauptungen und Aktivitäten von Seiten der „Regierenden“ vor. Dabei wollen die Beratzhausener doch nur „wieder in mehreren Märkten einkaufen“. Aber diese sollten aus Sicht der BI nicht das Labertal „verschandeln“, sondern entweder am Wiendl-Gelände oder am Zehentberg angesiedelt werden. Den „Erhalt des unverbauten Labertals“ haben die Initiatoren in einem Bürgerentscheid formuliert, der von 600 Beratzhausenern unterschrieben worden ist – und seit Mittwochnachmittag im Rathaus vorliegt.

Unterzeichnung

Zwei Märkte kommen an den Kreisel

Edeka und Netto bauen in Beratzhausen neu. Langjährige Mietverträge sollen das Engagement sichern.

Denn so alternativlos, wie der Standort Labertal aus dem Rathaus dargestellt werde, sei er gar nicht. Beratzhausen sei für Supermarkt-Betreiber interessant, und die würden zum Beispiel auch aufs Wiendlgelände oder auf den Zehentberg gehen, „wenn sie das Ausverkauf-Schnäppchen Labertal nicht angeboten bekämen“, so Pöppl. Zu dieser Erkenntnis war die BI bei den Verhandlungen mit Investoren gekommen. Denn Ralph Buchfelder (BI) hatte den Spruch von Bürgermeister Meier ernst genommen: „Dann verhandelt doch ihr mit den Investoren.“ Er habe Kontakt aufgenommen zu Edeka und Netto – und Verhandlungsbereitschaft erfahren.

Nun werde aus dem Rathaus signalisiert, dass der Standort Labertal beschlossene und genehmigte Sache sei. Zwar habe der Markt endlich seine Hausaufgaben gemacht, so Pöppl, und die Vorverträge (mit Edeka und Netto) unterzeichnet. Aber gebaut werden dürfe deshalb noch lange nicht. Dafür müsste das Gelände aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden.

Eigentlich strenge Maßstäbe

Wie Maria Scharfenberg als „Grüne“-Kreisvorsitzende der Versammlung versicherte, gelten für eine Herausnahme „ganz strenge Maßstäbe“. Aber „in Beratzhausen ist vieles möglich“, erklärte sie sich den aktuellen Versuch, auch den letzten Alternativstandort auszuschalten. So soll in der Marktratssitzung am Montag um 19 Uhr ein Flächennutzungsplan-Änderung und auch gleich ein Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet „Zehentberg VII“ beschlossen werden. Damit würde der auch noch der letzte Alternativstandort verschwinden, weil das Wiendlgelände ohnehin wegen Klageverfahren vermutlich auf Jahre gesperrt sei. - Und der Weg für den Supermarkt im Labertal wäre geebnet. Die BI fordert zum Ausfüllen vorbereiteter Einwände auf und bittet. in die Sitzung zu kommen. (lik)

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