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Wirtschaft

Die „Norma“ will noch heuer loslegen

Expansionsleiter Herbert Zangl entschuldigt sich bei den Gemeinderäten. Der Discounter beschließt, jetzt selber bauen zu wollen.
Von Ingrid Kroboth, MZ

Dürfte die längste Zeit da gestanden haben: Wohn- und Wirtschaftsgebäude am Wiendlgelände
Dürfte die längste Zeit da gestanden haben: Wohn- und Wirtschaftsgebäude am Wiendlgelände Foto: Kroboth

Beratzhausen.Wieder einmal stand auf der Tagesordnung des Marktrats ein Bauantrag der Firma Norma. Diesmal sollte sich das Gremium mit einer Änderung der Anfang März beschlossenen Planung befassen. Wirtschaftsreferent Ludwig Scheuerer (CWV) kommentierte das so: „Langsam wird das zu einer unendlichen Geschichte.“

Immerhin sei die Firma Norma seit mittlerweile vier Jahren im Boot, und die Markträte müssten den Bürgern immer wieder Rede und Antwort stehen, wann es denn nun endlich was werde mit dem Einkaufsmarkt auf dem Wiendlgelände.

Er wollte von dem eigens aus Regenstauf angereisten Norma-Gebiets-Expansionsleiter Herbert Zangl „einen konkreten Zeitplan“ erfahren. Und dann müssten Bürgermeister und Norma so schnell wie möglich zum Notar, damit endlich Geld fließe, denn „wir brauchen 70 Prozent des Kaufpreises“, weil für den Abbruch der bestehenden Brauereigebäude im Haushalt nichts eingeplant sei.

„Mit heißer Nadel gestrickt“

Prompt entschuldigte sich Herbert Zangl für die Verzögerungen: „Es tut mir leid.“ Der bisherige Plan sei „mit heißer Nadel gestrickt“ gewesen und habe ein paar Fehler enthalten. Deshalb nun der Änderungsantrag, dessen Genehmigung in drei Monaten zu schaffen sein müsste – „und dann wollen wir noch heuer loslegen“. Die Geschäftsleitung habe entschieden: „Wir wollen jetzt selber bauen.“ Und zwar mit kleinen Veränderungen. So werde die Verkaufsfläche einen halben Meter verlängert und das ganze Gebäude solle etwas höher stehen, damit nicht so viel Mutterboden abgetragen werden müsse. „50 Zentimeter höher“ hatte Martin Tischler (FW) aus den Plänen herausgemessen. Und er sprach von fünf Parkplätzen, die vor der Arztpraxis Bloos wegfallen werden. „Das ist mir neu“, staunte Georg Thaler (SPD), der dringend empfahl zu klären, ob sich dieser Umbau förderschädlich auf diese über die Städtebauförderung bezuschusste Freifläche auswirke. Außerdem hätte er gerne die Meinung vom Städteplanungsbüro Dömges zum Änderungsantrag gehört.

Doch das bedeute erneute Verzögerungen, mahnte Bürgermeister Konrad Meier (CSU), der an die „Türmchen“ erinnerte, die der Marktrat in dieser Sache schon selber aufgebaut habe. Hinsichtlich Abstandsflächen beschrieb Meier den bestehenden Lattenzaun an der Schule als südliche Baugrenze. Wie sein Bauamtsleiter Dieter Kuberski geht er von einem schnellen Genehmigungsverfahren beim Landratsamt aus: „Die wissen, dass wir die Norma wollen und brauchen.“

Parkplätze dürfen genutzt werden

Und auf die Frage von Dr. Diana Hehenberger-Risse (Grüne) hin sicherte Herbert Zangl dem Gremium zu, dass die Norma-Parkplätze auch während eines Arztbesuches oder von Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten oder zur Schule bringen, benutzt werden dürften. Außerdem sollen die Stellflächen auch außerhalb der Geschäftszeiten allgemein genutzt werden können. Der Änderungsantrag wurde gegen die Stimmen der SPD mit 16:4 befürwortet.

Spatenstich noch im Herbst

  • Stand der Planungen für das Raiffeisen-Lagerhaus in Pfraundorf informierte Ludwig Scheuerer (CWV) über die Auswertung der „Stellungsnahmen öffentlicher Belange“. Demnach müsse die Raiffeisenbank noch einiges regeln und erledigen.

  • Trotzdem hoffe er und auch das Unternehmen auf einen Spatenstich noch im Herbst 2015.

  • „Wir sind

    guter Hoffnung, dass es so wird, wie wir es uns vorgestellt haben“, zeigte Ludwig Scheuerer sich zuversichtlich.

  • Ein finanzielles

    Plus hat die alte Drehleiter in den Marktsäckl gebracht.

  • Ein „Liebhaber“ hat 4800 Euro für das historische Fahrzeug bezahlt, informierte Bürgermeister Konrad Meier die Gemeinderäte. (lik)

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