MyMz
Anzeige

Festtag

Drei Priester feiern Jubiläum

Die ganze Pfarrei Beratzhausen – Pfraundorf ist zum Empfang von Max Mühlbauer, Georg Dunst und Robert Amandu geladen.
von Ingrid Kroboth

Die Jubillare am Volksaltar: Vikar Robert Amandu, Monsignore Georg Dunst und Ruhestandspfarrer Max Mühlbauer (von links) Foto: Kroboth
Die Jubillare am Volksaltar: Vikar Robert Amandu, Monsignore Georg Dunst und Ruhestandspfarrer Max Mühlbauer (von links) Foto: Kroboth

Beratzhausen.Drei gestandene Männer mit demselben Beruf, unterwegs im Zeichen des Herrn, um das Wort Gottes zu verkünden. Am Sonntag, 23. Juni, feiern sie gemeinsam das Jubiläum ihres Starts in ihr Leben als Priester. Der Festtag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Anschließend ist ein Empfang im Pfarrheim. Eingeladen ist die gesamte Pfarrgemeinde, betonen die Jubilare.

Senior in der Runde ist Ruhestandspfarrer, Bischöflich Geistlicher Rat Max Mühlbauer (83), der vor 55 Jahren zum Priester geweiht worden ist, 40 Jahre sind es bei Monsignore Pfarrer Georg Dunst (67) her und 15 Jahre bei Vikar Robert Amandu (49).

Geweiht von Bischof Graber

Max Mühlbauer nach der Primiz im Kreise seiner Familie Repro: Kroboth
Max Mühlbauer nach der Primiz im Kreise seiner Familie Repro: Kroboth

Mühlbauer und Dunst haben beide im Dom zu Regensburg von Bischof Dr. Rudolf Graber die Priesterweihe empfangen, Mühlbauer als einer der ersten am 29. Juni 1964 und Dunst als einer der letzten in Grabers Amtszeit, am 23. Juni 1979. Der am 21. September 1935 in Rattenberg geborene Max Mühlbauer kam als junger Priester als Kaplan nach Bad Abbach und Dingolfing, danach als Expositus nach Oberried. Im September 1975 übernahm er die Pfarrei Beratzhausen und blieb bis 2001. Seither springt er als Ruhestandspfarrer ein, wenn Not am Mann ist.

Für Monsignore Pfarrer Georg Dunst ist das eine große Hilfe. Denn er hat nach der Pfarrei Beratzhausen im Jahr 2002 bald auch die Pfarrei Pfraundorf übernommen. Der am 28. September 1951 in Straubing geborene Geistliche hatte sich als Diakon in Altenstadt/Waldnaab auf die Priesterweihe vorbereitet, wirkte als Kaplan in Lappersdorf, St. Wolfgang bei Landshut und in der Pfarrei Heilig Geist Regensburg, betreute 16 Jahre die Pfarrei Deuerling, ehe er nach Beratzhausen kam.

„Der Priester lebt in einem Wechselbad, mal im Zentrum der Leute, dann wieder allein.“

Georg Dunst, Monsignore

Seit Oktober 2017 gehört auch Vikar Robert Amandu zum Dreigestirn in der katholischen Kirche der Marktgemeinde. Der 49-jährige Geistliche aus Uganda war am 3. Juli 2004 in seiner Heimat zum Priester geweiht worden, war dort ein Jahr als Vikar tätig und fünf Jahre als Pfarrer. Seit 2011 lebt er in Deutschland, studierte Psychologie im Priesterseminar und an der Hochschule in Frankfurt/Main – und lernte Deutsch.

Über Stationen in Dingolfing und Straubing kam er nach Beratzhausen, wo er voraussichtlich bis zum Abschluss seiner Promotion bleibt. Und das, sagt er selbst, kann noch Jahre dauern.

Im Gespräch mit der MZ beantworteten die Geistlichen auch drei Fragen.

Primizsprüche und Zukunftspläne

  • Primizsprüche:

    Die Weihejahre der drei Jubilare sind auch von ihren eigens zur Priesterweihe ausgesuchten Primizsprüchen geprägt. Max Mühlbauer: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin“ (1.Kor. 15,10); Georg Dunst: „Wir sind nicht Herren des Glaubens, sondern Diener eurer Freude“ (2. Kor. 1,24); Robert Amandu: „Kann etwas Gutes aus Israel kommen? Komm und sieh!“ (Joh. 1, 46)

  • Pläne:

    Dunst: „Meine Zeit in Beratzhausen läuft ab, ich bin schon überzählig, 15 Jahre sind voll. 2021/22 wird es soweit sein. Ich muss weg aus Beratzhausen, denn nach geltendem Dienstrecht darf ich nicht an meinem letzten Dienstort bleiben. Mühlbauer: „Die Zukunft wird nicht einfacher. Ich kann nur warten, bis Gott mich ruft, das kann mal schnell gehen.“ Amandu: „Nach der Promotion gehe ich wieder nach Hause.“ (lik)

Was hat sie bewogen, Priester zu werden? Dunst sagt dazu: Es war mein Heimatpfarrer Georg Hofstetter, ein uriger Pfarrer mit zwei rechten Händen. Er hat mich beeindruckt. Dazu kam Pater Zyriakus vom Prämonstratenserorden im Krankenhaus St. Elisabeth, der hat mich lange begleitet. Ich studierte dann in Regensburg und zwei Semester in Jerusalem.

Auch für Max Mühlbauer war dessen Heimatpfarrer Ludwig Maier ausschlaggebend: „Er war ein guter Seelsorger, menschlich und beeindruckend. Er war zu meinen Eltern gekommen und hatte ihnen gesagt, der Maxl ist in der Schule so gut, der muss aufs Gymnasium.“ Erst habe er nicht gewollt, da er nicht von daheim wegwollte, aber nach einem Jahr sei er zum Pfarrer gegangen und hab ihm gesagt, dass er jetzt doch ins Seminar möchte. Für Robert Amandu war die Familie ausschlaggebend: „Mein Vater hat uns Kinder immer in die Kirche geschickt und ich habe schon als Neunjähriger für meine Geschwister und Nachbarskinder immer ‚Priester Robert’ gespielt.“ Dann sei er Ministrant geworden, „weil man da immer viel Obst zu essen bekam“. Für das Priesterseminar habe er sich beworben, weil die Seminaristen echte Fußbälle zum Spielen hatten: „Das wollte ich auch.“

„Nie einsam gefühlt“

Auf die Frage nach der Einsamkeit im Beruf antwortet Dunst: Ich trenne Einsamkeit von Alleinsein. Der Priester lebt in einem Wechselbad, mal im Zentrum der Leute, dann wieder allein, damit muss man fertig werden.“ Max Mühlbauer sagt, er habe sich nie einsam gefühlt: „In Beratzhausen gab‘s Zeiten, da war ich froh, mal allein zu sein. Als Pfarrer ist man ja so verplant.“ Robert Amandu sagt zum Thema Einsamkeit: „Ich fühle mich nicht allein, ich telefoniere mindestens einmal pro Woche mit meiner Familie in Uganda.“

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht