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Förderung

Neue Wohnungen in Beratzhausen geplant

Für mehr Wohnraum soll das alte Diriglhaus weichen. Noch ein weiterer Neubau, ein Mehrgenerationenhaus, ist denkbar.
Von Ingrid Kroboth

An Stelle des Diriglhauses soll ein Neubau entstehen– mit fünf barrierefreien Wohneinheiten, gefördert als Kommunaler Wohnungsbau.  Foto: Ingrid Kroboth
An Stelle des Diriglhauses soll ein Neubau entstehen– mit fünf barrierefreien Wohneinheiten, gefördert als Kommunaler Wohnungsbau. Foto: Ingrid Kroboth

Beratzhausen.Wenn die Marktgemeinde vom staatlichen Förderpaket für den kommunalen Wohnungsbau auch etwas abbekommen möchte, muss noch heuer mit den Bauarbeiten im ehemaligen Diriglgarten an der Falkenstraße begonnen werden. Deshalb drängte Geschäftsführer Dieter Kuberski in der jüngsten Sitzung des Marktrates auf eine Entscheidung hinsichtlich Auftragsvergabe an den Planer.

Und so stellten Andrea Pfifferling und Stefan Christoph vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Regensburg ihre Planungen vor, die aus einer Ideensammlung zusammen mit dem Gremium im April entstanden sind. Grundlage der Überlegungen war die „Schaffung von kommunalem Mietwohnungsbau“ – und der soll anstelle des derzeit leerstehenden maroden Gebäudes auf dem Eckgrundstück neben dem bestehenden Feuerwehrgerätehaus entstehen. In einem Gebäude – 16 Meter lang, elf Meter breit – hat das Ingenieurbüro eine familiengerechte Wohnung mit zwei Kinderzimmern im Erdgeschoss vorgesehen. Im Ober- und im Dachgeschoss sollen jeweils eine Zwei- und eine Dreizimmerwohnung entstehen – insgesamt also fünf barrierefreie Wohneinheiten mit 316 Quadratmetern Wohnfläche auf einer Gesamtnutzfläche von 563 Quadratmetern. Der Mietpreis darf sechs Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten.

Nur teilweise unterkellert

Das Gebäude soll in hochwärmegedämmter Ziegelbauweise entstehen – mit einer Dachneigung von 16 Grad, einem offenen Treppenhaus, Aufzug und aus Spargründen nur teilunterkellert. Die Kosten hat der Planer auf 35 000 Euro für den Abbruch des alten Gebäudes geschätzt, für den Neubau 506 000 Euro und für die Freianlagen 30 000 Euro. Als Heizung kann Stefan Christoph sich eine zentrale Wärmeversorgung vorstellen, weil in einem weiteren Schritt im kommunalen Wohnungsbau das bestehende Feuerwehrgerätehaus ersetzt werden könnte. Ein Umbau des zwar „solide gebauten Gebäudes aus den 70er Jahren“ macht laut Architekt keinen Sinn. Als Ersatzbau – wenn dann die neue Feuerwehrbleibe auf dem Schlossergelände steht und laut Bürgermeister Konrad Meier (CSU) 2022 bezogen werden kann – wäre ein Mehrgenerationenhaus mit sieben Wohneinheiten denkbar.

Weitere Themen

  • Hundesteuer:

    Wie Bürgermeister Konrad Meier vortrug, fordern die Jagdgenossen eine Anhebung der Hundesteuer. Damit soll sich nun der Haupt- und Finanzausschuss in der nächsten Sitzung beschäftigen.

  • Bau:

    Auf Anfrage von Christian Kraus berichtete der Bürgermeister über die geplante Wohnbebauung auf dem ehemaligen Baywa-Gelände. Die Höhe wird auf maximal drei Geschosse reduziert. (lik)

Vielleicht sogar ein zweites Gebäude – vergleichbar mit dem Neubau auf dem Diriglgelände – im großen Feuerwehrgarten. Kostenschätzung hierfür insgesamt: 50 000 Euro für den Abbruch, 1,3 Millionen Euro für zwei Neubauten mit insgesamt 12 Wohneinheiten und 75 000 Euro für die Freiflächengestaltung.

Doch eine derartige „Wohndichte“ schien den Markträten dann doch zu mächtig. Gerhard Rinkes (SPD) trug seine Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit auf der nicht so breit ausgebauten Falkenstraße und auf dem Schlosserweg vor: „Fußgänger haben da keine Chance.“ Josef Weigert jun. (SPD) ließ sich die Baubeschreibung erläutern und erfuhr von Christoph, dass der Einbau eines Aufzugs möglich sein müsse, um die Fördervoraussetzungen zu erfüllen. Für den späteren Einbau müsse man mit 50 000 bis 70 000 Euro rechnen.

Schwierige Parksituation

Eng schien den Räten die vorgesehene Stellplatzsituation. Die Stellplatzverordnung im Markt schreibe pro Wohneinheit zwei Parkplätze vor, die in der Planung aber nicht vorgesehen sind. Dafür würde auf den Gelände auch der Platz nicht reichen, machte der Architekt deutlich. Aber nachdem es sich um ein kommunales Gebäude handelt, dürfte eine Stellplatzausweisung anderswo kein Problem sein, meinte er. Für Matthias Beer (CSU) ist die Stellplatzfrage dennoch bedenklich, weil die Parksituation jetzt schon „grenzwertig“ sei bei Feuerwehreinsätzen und bei Veranstaltungen im angrenzenden Pfarrheim.

Ludwig Scheuerer (CWV) schien der vorgelegte Gesamt-Planungsvorschlag „zu kompakt“ und er empfahl, es jetzt beim Diriglhaus zu belassen und alles andere zeitlich zu verschieben. Entsprechend lautet auch der einstimmig erteilte Auftrag an das Ingenieurbüro Christoph.

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