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Ausrüstung

Neues Löschfahrzeug gesegnet

Die Marktgemeinde Beratzhausen hat ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft. Die Feuerwehr stellte es der Öffentlichkeit vor.
Von Ingrid Kroboth

Vikar Robert Amandu und Pfarrer Max Lehnert erbaten – passend zu Pfingsten – den „Guten Geist“ bei allen Einsätzen. Foto: Ingrid Kroboth
Vikar Robert Amandu und Pfarrer Max Lehnert erbaten – passend zu Pfingsten – den „Guten Geist“ bei allen Einsätzen. Foto: Ingrid Kroboth

Beratzhausen.Die Marktgemeinde hat in die „Sicherheit ihrer Bürger investiert“ – so umschrieb Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer die Anschaffung des neuen Hilfeleistungs-Löschfahrzeuges HLF 20 für die Freiwillige Feuerwehr Beratzhausen. Am Pfingstsonntag wurde es offiziell übergeben und geweiht. Vikar Robert Amandu und sein evangelischer Kollege, Pfarrer Max Lehnert, spendeten den kirchlichen Segen in ökumenischer Verbundenheit und erbaten in den Fürbitten – passend zu Pfingsten – den „Guten Geist“ bei allen Einsätzen.

Der Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus war gut gefüllt, das neue Fahrzeug zentral neben der Rednerbühne geparkt – mit Blumengirlande am Kühlerrost. Das ausgediente Vorgängermodell stand etwas versetzt im Hintergrund.

Bei Kaffee und Kuchen erfuhren die Festgäste den langen Weg vom Antrag einer Ersatzbeschaffung nach 30 Jahren für das alte Löschfahrzeug „LF8“, der 2015 begonnen hatte. Der hochgerüstete Nachfolger wurde nun am 30. April ausgeliefert. Kommandant Stefan Kalb beschrieb die Entscheidung für das MAN-Fahrgestell, den Aufbau von Magirus und die Beladung durch die Firma Jahn. In 43 Sitzungen hatte sich die Führung der Beratzhausener Wehr mit dem HLF 20 beschäftigt und den Aufbau für „mehrere hundert Ausrüstungs-Gegenstände“ so praxisorientiert wie möglich geplant.

Fahrzeug hilft, Zeit zu sparen

Allein zur Technischen Hilfeleistung hat die Wehr nun 115 Teile dabei und rund 80 für die Brandbekämpfung – etliches mehrfach bestückt wie etwa Schläuche. Eine wesentliche Verbesserung zum alten LF8 konnte laut Kalb mit der in den Mannschaftsraum integrierten Atemschutzausrüstung erreicht werden. So können sich die Rettungskräfte nun schon während der Fahrt umziehen – und damit Zeit sparen. Verbessert wurde auch der „Schnellangriff“ bei Brandeinsätzen: Ein Teil der Schläuche ist auf Trommeln gewickelt und kann durch Zug flott abgerollt werden. Neu ist auch der Schaumtank im Fahrzeug, anstelle der bisher mitgeschleppten Kanister. 1600 Liter Wasser und knapp 200 Liter Schaummittel sind imFahrzeug stets vorhanden und werden von einer Kreiselpumpe angetrieben, kombiniert mit einer Schaum-Druck-Zumischanlage. Insgesamt sind im neuen Einsatzfahrzeug 40 Prozent mehr Ausrüstungs-Gegenstände als im Vorgängermodell untergebracht – nach zahlreichen Besichtigungen und Vorführungen, kombiniert mit jahrelanger praktischer Erfahrung – ausgeklügelt und einsatztauglich angeordnet. Die Kosten für das komplette Fahrzeug summieren sich auf 433 051 Euro, wovon der Freistaat 125 000 Euro übernimmt. 8000 Euro bringt das alte Löschfahrzeug und 5000 Euro hat Feuerwehr-Vorstand Josef Baldauf als Beitrag aus der Vereinskasse an Bürgermeister Konrad Meier übergeben.

Ausrüstung „auf Höhe der Zeit“

Der lobte die Feuerwehrkameraden, „die bei der Zusammenstellung der Ausrüstung stets die Finanzen der Gemeinde im Blick gehabt haben“. Landrätin Tanja Schweiger nahm Kritikern den Wind aus den Segeln, die meinen könnten, das neue Auto sei zur Freude der Aktiven angeschafft worden: „Die Wehrleute stehen 365 Tage im Jahr für Sicherheit und zur Hilfeleistung an den Menschen bereit.“ Dafür bräuchten sie eine Ausrüstung „auf der Höhe der Zeit“.

Aus Beratzhausens Partner-Gemeinde Deutschneudorf war eine 25-köpfige Abordnung ins Labertal gekommen. Ihr Feuerwehr-Kommandant Ronny Schmidt hatte einen geschnitzten Wehrkameraden mitgebracht. Er erzählte, dass seit dem vergangenen Jahr auch in der 900-Seelen-Gemeinde im Erzgebirge ein HFL 20 im Einsatz sei – zu 85 Prozent mit EU-Geldern „grenzüberschreitend gefördert“.

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