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Entwicklung

Biergarten statt Parkplatz?

Im Gemeinderat wurden Ideen für Bernhardswalds Zukunft diskutiert. Doch zuerst bekommt die Gemeinde einen Solarpark.
von Ralf Strasser

Das Gelände rund um das „Netto“-Areal könnte langfristig zu einem Treffpunkt der Bernhardswalder Bevölkerung umgestaltet werden. Foto: Strasser
Das Gelände rund um das „Netto“-Areal könnte langfristig zu einem Treffpunkt der Bernhardswalder Bevölkerung umgestaltet werden. Foto: Strasser

Bernhardswald.Wie zukunftsfähig ist die Dorfmitte in Bernhardswald? Welche Gestaltungsmöglichkeiten für eine Ortsentwicklung gibt es? Die Bürgerinitiative Agenda 2.0 ist diesen Fragen nachgegangen, hat Ideen gesammelt, Potenziale erkundet, Erwartungen und Anforderungen festgezurrt. Herausgekommen ist eine Konzeptstudie, die Helmut Blindzellner und Monika Beranek dem Gemeinderat vorstellten.

Für die Weiterentwicklung des Ortes wurden die Areale rund um das Rathaus, Kirche, Kreuzgasse oder Schule unter die Lupe genommen. Schon seit Dezember 2016 geht die Arbeitsgruppe der Initiative dem Thema „Entwicklung des Ortskernes“ nach, insbesondere steht das Gelände des ehemaligen Netto-Discountgeschäftes an der Regensburger Straße im Fokus der Ideensammlung. „Auf Grundlagen wie Lebensqualität, Attraktivität, oder Treffpunkt für Veranstaltungen, haben wir eine Konzeptstudie ausgearbeitet, die allerdings noch keinen Anspruch auf Detaillösungen erhebt“, betonte Helmut Blindzellner.

Demnach könne man im weiten Umgriff zwischen dem Landgasthof, „Netto“-Gelände und Kreuzgasse, mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen wie Belagwechsel, Fahrbahnteiler, Grünflächen, Fußgängerquerung oder Sitzmöglichkeiten sowie städtebaulichen Realisierungen in der Platzgestaltung einen baulich gefassten kommunikativen Platz schaffen.

Gemeinde müsste investieren

Dazu sind sowohl Gebäuderückbauten als auch Umgestaltungen des bisherigen Parkplatzes notwendig. So könne man sich auch einen Biergarten oder ein Café vorstellen. „Der erste Schritt wäre ein Grunderwerb an der Regensburger Straße“, so die Vertreter der Agenda 2.0. Weitere Schritte wären: Die Abfrage von Fördermöglichkeiten, Realisierung einer Ideenbörse, Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs und die Erstellung eines Ortsentwicklungsplanes.

Man sei sich durchaus bewusst, dass diese Entwicklung langfristig angelegt ist, und vor allem Grunderwerb und Rückbauten nicht unmittelbar umgesetzt werden könnten. „Wir geben die Konzeptstudie an die Fraktionen des Gemeinderates weiter“, erklärte Bürgermeister Werner Fischer dazu. „In einer der nächsten Sitzungen wissen wir mehr und können uns an einen Beschluss machen, ob diese Entwicklung langfristig durch konkrete Maßnahmen verfolgt wird.“

Energie durch Sonnenkraft

Die Gemeinde Bernhardswald bekommt außerdem einen Solarpark. Josef Bichler von der Firma Energiebauern GmbH aus Sielenbach stellte die Pläne für einen Solarpark für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage östlich von Seibersdorf in der Gemarkung Pettenreuth vor. Das Plangebiet hat eine Größe von 11,5 Hektar, die bislang landwirtschaftlich genutzt sind. Die Energiebauern GmbH plant mit einer elektrischen Nennleistung von sieben Megawatt.

Die Planung sei langfristig angelegt, so Bichler, man gehe davon aus, dass aufgrund der hohen Nachfrage die Fläche nach 20 bis 30 Jahren nicht zurückgebaut wird. „Die Flächen werden nicht versiegelt, durch Schafe in der Flächenpflege beweidet und wir legen Wert auf die Ausbringung artenvielfältiger Vegetation.“

Der Solarpark

  • Betreiber:

    Deutschlandweit betreibt die Energiebauern GmbH 55 Solarparks.

  • Kosten:

    Es werden etwa fünf Millionen Euro investiert. Die Gewerbesteuereinnahmen bleiben bei der Gemeinde.

  • Energie:

    Die Energie wird durch nach Süden ausgerichtete Modulreihen geleitet.

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