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Jäger sehen Lage im Hegebogen positiv

Bei der Jahresversammlung in Erlbach waren das neue Verbissgutachten,die Saujagd und die Wahl des Bezirksvorsitzenden Thema.

Hegeringleiter Blüml dankte Gastwirtin Christa Gassner.  Foto: Peter Luft
Hegeringleiter Blüml dankte Gastwirtin Christa Gassner. Foto: Peter Luft

Bernhardswald.„Jagd ist nicht nur schießen.Jagd ist angewandter Naturschutz. Das Bild der Jägerschaft muss wieder ins richtige Licht gerückt werden“, sagte Jäger und Revierinhaber Christian Blüml aus Donaustauf. Der Leiter der Hegegemeinschaft „Hubertus I“ lud zur Jahresversammlung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Gehörnschau in das Gasthaus Gassner in Erlbach ein. Zum Hegebogen gehören elf Pirschbezirke im 5400 Hektar großen Hegebogen in den grenzüberschreitenden Gemeinden Altenthann und Bernhardswald.

Bei der Versammlung stellte sich auch Gerhard Schmautz, Hegeringsleiter aus Wörth, als neuer Kandidat für das verwaiste Amt des Bezirksvorsitzenden Regensburg des Bayerischen Jagdverbands vor, dem größten Bezirksverband in Bayern mit 1246 Mitgliedern, vor. Er will am 26. April bei der Vollversammlung der Vertreter aus den 15 Hegegemeinschaften gewählt werden.

Für die Grünröcke im Hegebogen war Gastwirtin Christa Gassner mit ihrem Gatten Johann 38 Jahre lang die Herbergsmutter. Das Lokal schließt am 19. Dezember 2019. Für die stete Gastfreundlichkeit und die gute Küche in den fast vier Jahrzehnten dankte Hegeringleiter Christian Blüml. Er überraschte die 57-jährige Gastwirtin mit einer Flasche Landwein aus ihrem Geburtsort Tegernheim. „Ich habe lauter brave Gäste. Bei solchen Überraschungen fällt mir der Abschied schon schwer“, sagte Gassner.

Die Jahresversammlung eröffneten sechs Jagdhornbläser unter der Leitung des Hornisten Wolfgang Kemnitz aus Altenthann. „Wenn der Konsens zwischen Jäger und Jagdgenosse stimmt, und das ist unser Ziel, läuft es im Revier super. Für mich zählen der Jäger und der Grundstückseigentümer“, sagte Christian Blüml vor 60 Grünröcken. Themen waren das neue Verbissgutachten des Staatlichen Forstamts und der Abschussplan für Rehwild bis 2022. „Kritik darf sein. Aber wir lassen uns nicht alles von der Fahne nehmen. Der Abschuss ist bei uns im Lot. Es gibt keine außergewöhnlichen Probleme. An Verbesserungen arbeiten wir“, sagte Blüml. Er hat sein Amt 24 Jahre inne. Bei den Wildschweinen sei momentan etwas Ruhe eingekehrt, die Lage könne sich aber täglich ändern, sagte Kreisjagdberater Helmut Sailer. Nachtsichtvorsatzgeräte und Wärmebildkameras seien bei der Saujagd gute Hilfsmittel.

„Wir sollten die Jugend für die Jagd gewinnen“, sagte Gerhard Schmautz. „Ich möchte in den Bezirksverband des BJV wieder Ruhe reinbringen. Deshalb habe ich zur Kandidatur ja gesagt. Ich traue mir dieses Amt zu. Ich bringe 48 Jahre an Erfahrung als Jäger mit“, erklärte der 73-Jährige. Bei der Prämierung der Gewichte holte sich der Donaustaufer Hubert Reisinger die Goldmedaille. (llu)

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