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Gesellschaft

Lob für die Seniorenarbeit

In Bernhardswald fehlt seit Monaten ein Jugendpfleger. Der Jugendtreff ist geschlossen. Die Seniorenarbeit bekam viel Lob.
Ralf Strasser

Albert Schiegl kümmert sich seit 2015 zusammen mit Christa Beck ehrenamtliche als Seniorenbeauftragter der Gemeinde Bernhardswald  Foto: msr
Albert Schiegl kümmert sich seit 2015 zusammen mit Christa Beck ehrenamtliche als Seniorenbeauftragter der Gemeinde Bernhardswald Foto: msr

Bernhardswald.Wie steht es mit der Jugendarbeit in der Gemeinde Bernhardswald? Zwar stand die Vorstellung des Tätigkeitsberichts der kommunalen Jugendarbeit auf der Tagesordnung, doch Xaver Graf, der als zweiter Bürgermeister die letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr leitete, saß vor einem leeren Blatt Papier. „Wir können nichts berichten, da wir seit Mai keinen Jugendpfleger mehr haben“, bedauerte Graf. Die Gemeinde ist Mitglied im Verein für Jugendarbeit im Landkreis Regensburg und hat dort wöchentlich sieben Stunden Betreuung durch einen Jugendpfleger gebucht. Doch die Stelle ist seit zehn Monaten unbesetzt. „Aus Personalmangel, die Suche des Landkreises für einen Ersatz blieb bislang erfolglos“, erklärte Graf auf Nachfrage von Reinhard Brey (FW), warum der Verein die zugesagte Betreuung aussetzt. „Das Landratsamt findet derzeit für die Gemeinden Bernhardswald und Wiesent kein Personal.“ Der Jugendtreff in den Räumen des TSV Bernhardswald sei derzeit geschlossen, an den Verein gezahlte Beiträge würden zurückerstattet. Zuletzt sei die Anzahl der Jugendlichen, die die Einrichtung besuchten, überschaubar gewesen.

Neue Wege in der Jugendarbeit

In der Tat habe man in der Vergangenheit einen häufigen Personalwechsel feststellen müssen, bestätigte Claudia Auburger (CSU). „Wir sollten überlegen eigene Wege zu gehen und das Ganze auf andere Beine stellen.“ Das sah Max Griesbeck (SPD) ebenso, der die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden für zielführender ansieht. „Wir haben einen dringenden Handlungsbedarf“, ergänzte Bürgermeister Graf. Die Gemeinde werde das so auch im Gemeindeblatt bekannt geben und die Suche nach einem Jugendpfleger oder Jugendbetreuer nach außen kommunizieren.

Weitere Beschlüsse

  • Wahl:

    Der Gemeinderat setzte das „Erfrischungsgeld“ für die Wahlhelfer fest. 50 Euro für Vorsteher und Schriftführer, 40 Euro für Beisitzer und 30 Euro für Bedienstete der Gemeinde.

  • Schulden:

    Das gemeindliche Darlehen von 770 000 Euro wird mit einer Restschuld von 612 148 Euro zum Jahresende fällig. Die Gemeinde schließt einen neuen Vertrag ab, der bei einem Zinssatz von 0,15 Prozent eine Tilgung innerhalb von zehn Jahren vorsieht.

Es werde wohl eine Mischung aus beiden sein, so Graf. Und es werde schwierig, denn auch die Stelle des gemeindlichen Jugendbetreuers ist seit längerer Zeit unbesetzt. „Mittel stehen auf jeden Fall im Haushalt, daran sollte es nicht scheitern.“ In diesem Zusammenhang fragte Horst Riederer (SPD) nach, ob ein Förderverein in dieser Problematik nicht sinnvoll sei.

Ganz anders im Bereich der Seniorenarbeit. Dort kümmert sich Albert Schiegl seit 2015 mit Humor, Fachwissen und pfiffigen Ideen um die ältere Generation in der Gemeinde. „Keine Probleme“, bestätigte Schiegl, der die Zusammenarbeit mit der Gemeinde als „vorbildlich“ bezeichnet.

Senioren sind zufrieden

In seinem Bericht listete er zahlreiche Höhepunkt in der ehrenamtlichen Seniorenarbeit auf. Vor allem die Ausflüge zur Maiandacht in Böhmen oder der Besuch des Druckzentrums der Mittelbayerischen Zeitung standen in der Gunst der Senioren ganz oben. „Wir haben eine gute Teilnahme bei unseren Aktivitäten“, die ehrenamtliche Arbeit die Schiegl und Christa Beck leisten, sei enorm. „Es funktioniert und es macht allen Beteiligten großen Spaß.“ Eine hervorragende Arbeit attestierte Xaver Graf. Eine Anerkennung, die die Gemeinderäte teilten. „Ein Glücksfall für die Gemeinde“, sagte Michael Vilsmeier (SPD).

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