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Politik

Mast könnte das Netz „flicken“

Bürgermeister Fischer beantwortete auf seiner Infotour durch Bernhardswald Fragen. Der Schuldenstand ist unter Landesschnitt.
Von Ralf Strasser

Ein Funkmast mit dem Standort in Löchl soll das schlechte Handynetz für die Kürner Bevölkerung verbessern.Foto: Jens Büttner/dpa
Ein Funkmast mit dem Standort in Löchl soll das schlechte Handynetz für die Kürner Bevölkerung verbessern.Foto: Jens Büttner/dpa

Bernhardswald.Bürgermeister Werner Fischer war auf Infotour durch die Gemeinde. Im Gepäck: Daten, Zahlen, Informationen – und eine Themenuhr. „Es ist meine letzte Runde der Bürgerversammlungen“, erklärte Fischer, der sich im März nicht mehr als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stellt. Das „Finale“ sei aber nicht als Lebensuhr zu verstehen, schmunzelte Fischer, vielmehr als Themenblock.

Im Uhrzeigersinn arbeitete er sich durch die Bereiche Bauen, Soziales, Bürgerinitiativen und Finanzen. Schwerpunkt: Eindeutig das Thema Bauen. Vier Gemeindeverbindungsstraßen und eine Kreisstraße wurden und werden ausgebaut, dazu drei Baugebiete in Bernhardswald, Pettenreuth und Lambertsneukirchen. Dazu kommt das Gewerbe Hauzendorf-Süd, deren 18 Parzellen bereits verkauft sind. Interessant ist dabei die Frage, was die Maßnahmen den einzelnen Bürger kosten. So brach Fischer die bereits fertiggestellte GVS von Mauth nach Plitting auf 27 Euro oder das Baugebiet in Lambertsneukirchen auf 16 Euro/pro Bürger herunter. „Wichtig in diesem Zusammenhang, dass wir eine Bauverpflichtung eingeführt haben, um Baulücken künftig vermeiden zu können.“

Zahlreiche Sozialthemen

Zweiter Block „Soziales“. Auch hier eine eng gefüllte Liste: Die Aufwertung des Radweges nach Falkenstein im EU-Projekt LEADER steht dort ebenso wie die Sanierungen der Kindergärten und der Schulen. Auch für die Gemeindewehren gibt man Geld aus: So stehen mit 2019 fast 900 000 Euro im Haushaltsplan. Dazu passt das Engagement des Seniorenbeauftragten Albert Schiegl und von Eva Karl-Faltermeier, die die neu geschaffene Stelle in der Verwaltung als Kulturreferentin ausfüllt. Auch um die Bürgerinitiativen kümmert sich die Gemeinde unterstützend. So stehen der Generationenspielplatz auf der überdeckten Tieflage in Bernhardswald und die Gestaltung der Ortsmitte (Agenda 2.0) auf der To-Do-Liste. Während der Spielplatz noch 2020 realisiert wird, sind die Maßnahmenideen der Agenda eher langfristig zu sehen.

Weitere Themen

  • Wahllokal:

    Voraussichtlich muss aus Gründen zur Wahrung des Wahlgeheimnisses das Wahllokal in Wulkersdorf geschlossen werden.

  • Gastronomie:

    Die Verträge zum Erwerb des „Radlbahnhofs“ in Hauzendorf liegen der Gemeinde vor.

All das kostet Geld. Neun Millionen Euro stehen zur Verfügung, davon sind 560 000 Euro für die Tilgung vorgesehen. „Wir haben zwar immer noch 5,5 Millionen Schulden, doch 3,3 Millionen davon sind rentable Schulden, die dem Kanalbau geschuldet sind.“ Der Rest verteilt sich auf 400 Euro pro Bürger, „da liegen wir unter dem Landesdurchschnitt von etwa 700 Euro“, betonte Fischer.

Mobilfunk im „Jetzt-red-i“

Doch was brennt den Bürgern auf den Nägeln? Weit über 100 besuchten die Versammlungen in Kürn, Erlbach und Lehen. Nur die Veranstaltung in Bernhardswald musste aus privaten Gründen abgesagt werden. Im „Jetzt red i“ brachten neben Fragen zum Status Quo in den Bereichen Straße und Bauen vor allem die Kürner die Mobilfunkversorgung zur Sprache. Das Handynetz lasse weiter zu wünschen übrig und werde immer schlechter. Dafür gebe es eine Lösung, so Fischer, „wenn die Bevölkerung mitzieht“. Im Gespräch ist ein Funkmast mit dem Standort in Löchl. „Messungen haben ergeben, dass dies die Situation verbessern würde.“ Im Übrigen sei man beim schnellen Internet gut aufgestellt.

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