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Freizeit

Mehr Power für den Radweg

Die beliebte Trasse von Regensburg nach Falkenstein wird aufgewertet. Sie erhält unter anderem eine E-Bike-Ladestation.
Von Ralf Strasser

Die Gemeinde Bernhardswald will den Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse von Regensburg nach Falkenstein mit fünf Teilprojekten aufwerten.
Die Gemeinde Bernhardswald will den Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse von Regensburg nach Falkenstein mit fünf Teilprojekten aufwerten.

Bernhardswald. „Unsere Region soll schöner werden.“ Mit diesem Anspruch ging die ARGE Vorwald als Verbund von elf Gemeinden daran, den Vorderen Bayerischen Wald attraktiv aufzustellen. Eines der Projekte, die man dazu anstieß, ist die Kooperation für eine Aufwertung der ehemaligen Bahntrasse Regensburg-Falkenstein. Seit deren Stilllegung im September 1984 dominieren auf der rund 45 Kilometer langen Strecke Erholungssuchende zu Fuß, per Fahrrad, alleine oder in Gruppen.

Jetzt wollen die Gemeinden Bernhardswald, Wenzenbach, Wald, Zell und Falkenstein das Erholungsgebiet gemeinsam qualitativ weiterentwickeln und thematisch in Szene setzen. Neben gemeinschaftlichen Maßnahmen wie einem Flyer mit kartographischer Darstellung und durchgängiger, informativer Beschilderung, sind auch mehrere Teilprojekte geplant. Bernhardswald bringt sich dabei als einer der größten „Anteilseigner“ mit fünf Projekten entlang des Radwegs mit ein.

Neuer Einstieg geplant

Beim ehemaligen Bahnhof, heute Gaststätte „Radlbahnhof“, wird eine Bike-Ladestation für zusätzliche Mobilität sorgen; Kosten: 7000 Euro. Fotos: msr
Beim ehemaligen Bahnhof, heute Gaststätte „Radlbahnhof“, wird eine Bike-Ladestation für zusätzliche Mobilität sorgen; Kosten: 7000 Euro. Fotos: msr

Am Rande des Hauptorts Bernhardswald ist die bauliche Befestigung einer Parkplatzfläche als Ein- und Ausstiegspunkt für Radfahrer, Wanderer und Nordic Walker geplant. Zudem sollen Erholungssuchenden zwei Vitalgeräte zum Aufwärmen und Bewegen und eine Sitzbank zum Ausruhen zur Verfügung stehen. Im Bereich des Ortsteils Erlbach befindet sich mit einer stillgelegten Feldspatgrube ein Relikt mit ehemals großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Um die lokale Geschichte für Einheimische und Besucher zu veranschaulichen, sollen Schautafeln, Sinneskästen, ein Kunstobjekt und Spielgeräte für Kinder und Junggebliebene errichtet werden. Beim Radlbahnhof im Ortsteil Hauzendorf möchte der Projektträger eine E-Bike-Ladestation aufstellen, um eine wichtige und immer stärker nachgefragte Infrastruktureinrichtung für Radfahrer bieten zu können.

In Lambertsneukirchen plant die Gemeinde Bernhardswald die Errichtung einer Erlebnisstation zum übergeordneten Thema „Eisenbahn“. Als eine von drei vorgesehenen themenbezogenen Erlebnisstationen entlang der ehemaligen Bahntrasse zwischen Regensburg und Falkenstein soll sie vor allem den Zielgruppen Kinder, Jugendliche und Familien die frühere Bedeutung der ehemaligen Eisenbahnstrecke Regensburg-Falkenstein für die Region „Vorderer Bayerischer Wald“ spielerisch näherbringen. Die Erlebnisstation setzt sich aus verschiedenen Holz- und Spielelementen (z. B. in Form einer Lokomotive oder eines Bahnübergangs) zusammen. Ein überdachter Pavillon lädt alle Generationen zum Rasten und Informieren über das Thema Eisenbahn und den Ortsteil Lambertsneukirchen ein. Zusätzlich dient ein Vitalgerät der körperlichen Ertüchtigung. Am fünften Standort bei Wulkersdorf sind zwei weitere Vitalgeräte für bewegungsfreudige Erholungssuchende und Sportler vorgesehen, die gleichzeitig aber auch als kleiner Bewegungspark und Treffpunkt für Einheimische dienen.

All das kostet Geld, insgesamt wird mit Bruttokosten von knapp 210000 Euro gerechnet. Das Gute daran: 70 Prozent könnten als Fördermittel wieder zurückfließen. Dazu bemüht man sich um Fördergelder aus dem Leader-Projekt der Europäischen Union. Dessen Ziel ist es, die ländlichen Regionen auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.

Die Gesamtkosten steigen

In der jüngsten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Bernhardswald ging es neben der Sachstandsinformation zum Status quo des „Geh- und Radwegs Regensburg-Falkenstein“ um die Fortschreibung der Kosten. „Wir haben eine Erhöhung der Gesamtkosten, da zum einen das Projekt in Wulkersdorf neu hinzugekommen ist und zum anderen sich die Förderrichtlinien geändert haben“, erklärte zweiter Bürgermeister Xaver Graf, der die Sitzung in Vertretung leitete. Die Mehrwertsteuer sei nicht mehr förderfähig, deshalb würde sich der Eigenanteil der Gemeinde auf voraussichtlich 85000 Euro brutto erhöhen.

Die eingereichten Kosten sind nach der Entscheidung der Leader-Geschäftsstelle im Landratsamt Grundlage für den Förderantrag beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. „Wenn wir die Zusage bekommen, können wir auch sofort beginnen“, sagte Graf. Geplant ist die Umsetzung für den Zeitraum 2018 und 2019. Träger des Projekts ist die Gemeinde.

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