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Rettung

Terrier Felix irrte zwei Wochen umher

Ein Feuerwehrmann entdeckte den Hund in einem Gebüsch. Der Vierbeiner war von Steinsberg bis nach Bernhardswald gelaufen.
Von Peter Luft

Endlich ist Felix wieder bei Frauchen: Der Hund mit seiner Besitzerin aus Steinsberg und dem 2. Kommandanten der Feuerwehr Bernhardswald, Alexander Pumpf (rechts). Foto: Mario Stelzer
Endlich ist Felix wieder bei Frauchen: Der Hund mit seiner Besitzerin aus Steinsberg und dem 2. Kommandanten der Feuerwehr Bernhardswald, Alexander Pumpf (rechts). Foto: Mario Stelzer

Bernhardswald.Wieder war es die Feuerwehr, die einen verschreckten Hund aus der Silvesternacht sicher geborgen hat. Und das über zwei Wochen nach dem Böllerkrach. War es in der ersten Januarwoche die Hündin Betti aus Adlmannstein (MZ berichtete), die aus dem Haus ausbüchste, mehrere Kilometer bis nach Hauzendorf rannte und ebenfalls von den Floriansjüngern wieder heimgebracht wurde, so war es diesmal ein Hund, der von Steinsberg bei Regenstauf etwa 15 Kilometer weit bis nach Bernhardswald geflüchtet ist.

Hund kauerte zwischen den Bäumen

Ein Mitglied der Feuerwehr ging mit seiner Hündin am Waldrand Gassi. Die Hundedame an der Leine zog ihr Herrchen bei einem Spaziergang interessiert in Richtung eines Gebüschs. Beide entdeckten dort einen verängstigten Terriermischling, der zusammengekauert zwischen den Bäumen kuschelte. Der Vierbeiner machte dem neugierigen Spaziergänger aber knurrend deutlich, dass er sich nicht von ihm am Halsband auf etwaige Hinweise bezüglich seiner Herkunft untersuchen lassen würde.

Tiere

Silvester: Purer Stress für die Hunde

Wenn es in Regensburg böllert, beginnen schlimme Stunden für unsere Hunde. Doch es gibt Hilfe für die Tiere.

Der Finder informierte daraufhin seine Kollegen von der Stützpunktwehr. Die Feuerwehrleute handelten sofort und rückten mit Unterstützung durch die Tierärztin Sandra Riederer zum Fundort aus. Riederer ließ ihre Kontakte unter anderem zu „Suchhunde Ostbayern“ spielen. Und so stand schnell die Vermutung im Raum, dass es sich höchstwahrscheinlich um den seit Neujahr abgängigen Felix aus dem knapp 15 Kilometer Luftlinie entfernten Steinsberg bei Regenstauf handelt. Der Hund war wohl durch den Lärm an Silvester in Panik geraten und entlaufen.

Erste Fahrt mit dem Einsatzfahrzeug

Mit viel Fingerspitzengefühl konnte die Tierärztin, die auch als Tierpsychologin tätig ist, das Vertrauen des Hundes im Gebüsch gewinnen, der anschließend vermutlich seine erste Fahrt mit einem Einsatzfahrzeug erlebte. Am Gerätehaus der Feuerwehr angekommen wartete man auf die vermeintlichen Besitzer des vermissten Hundes, die bereits informiert worden und auf dem Weg nach Bernhardswald waren.

Die Freude des Vierbeiners, als die beiden Steinsberger die Fahrzeughalle betraten, war nicht zu übersehen und machten jedes Auslesen des Chips am Hals zur Herkunftsbestimmung überflüssig. So war es tatsächlich Felix, der in seiner zweiwöchigen Tortur bis nach Bernhardswald gelaufen war und den schneereichen Winternächten trotzte. Alle Anwesenden zeigten sich erleichtert über die schnelle Übergabe des Hundes.

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Die Tierretter

  • Zuständigkeit:

    Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis helfen auch, wenn Tiere in Not geraten sind. Wie Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer auf MZ-Anfrage sagte, rücken seine Kameraden deshalb rund 15 Mal im Jahr aus.

  • Einsätze:

    Die Hälfte der Tiere, wegen derer die Feuerwehren ausrücken, sind kleinere Tiere wie Hunde, die Hälfte größere wie Rinder oder Pferde.

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