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Schule

Tipps und Tricks für das Lernen

Der Merkmeister erklärt, wie das Gehirn funktioniert.
Von Ralf Strasser

Der Merkmeister kann’s. Foto: msr
Der Merkmeister kann’s. Foto: msr

Bernhardswald.Man kennt das: Man geht ohne Zettel zum Einkaufen und kommt nur mit der Hälfte nach Hause. „Hab´‘ ich vergessen“, heißt es dann. Vergessen? Nicht mit Merkmeister Ralf Hofmann. Der Spezialist fürs Lernen machte einen Tag lang die Grundschule Bernhardswald unter dem Leitspruch „effektive Lernorganisation und Lernunterstützung“ zum Mekka des Merkens.

Die Frage „Wie sieht das Gehirn von uns Menschen aus und wie arbeitet es?“ beantwortete Hofmann mit einer „Körperliste“, die – verbunden mit geistigen „Briefkästen“ – wunderbar zur Einkaufs- oder Merkliste wird. Das war nicht das einzige Aha-Erlebnis der Schüler aus acht Klassen von Pettenreuth und Bernhardswald.

„Begriffe kann man sich dauerhaft einprägen, wenn man sie mit Bildern oder Geschichten verbindet“, erklärte der Merkmeister. Schulischer Effekt: Nicht nur im Discounter ist das nützlich, auch beim Lernen von Mathe und Geschichte kann das helfen. „Während meiner Schulzeit ging es mir oft so, dass ich viel Zeit über den Büchern verbracht habe und trotzdem den Lernstoff in den Prüfungen nicht abrufen konnte. Das Gefühl, nach einer Klassenarbeit eine fünf in Händen zu halten, kenne ich aus eigener Erfahrung noch sehr gut“, plaudert Hofmann aus dem Nähkästchen. Es gibt Techniken, die sofort umgesetzt werden können und sich leicht in jedem Moment anwenden lassen. Egal ob es um Einkaufslisten, den Spickzettel in der Prüfung oder um Namen und Gesichter geht; für jedermann ist etwas dabei. Dass das auch Spaß machen kann, wird kollektiv bestätigt. „Herr Hofmann war sehr lustig“, konstatierte etwa Lara, „seine Tipps möchte ich mir merken. Ich habe viel gelernt. Toll fand ich auch, dass einige Kinder etwas machen durften.“ Und ganz nebenbei: Erfolgserlebnisse wurden honoriert und die Gummibärchendose machte die Runde.

Den Abend hatte Ralf Hofmann für rund 70 Eltern mit seinem Vortrag reserviert. Der Merkmeister erklärte die Arbeit des Gehirns: „Nur interessante Informationen schaffen den Weg vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis.“ Klar, die Eltern mussten aktiv mitmachen (auch ohne Gummibärchen als Belohnung). Dafür gab es aber viele praktische Beispiele und Tipps, wie die Eltern ihre Kinder beim häuslichen Lernen unterstützen können. Wichtig: „Machen Kinder Hausaufgaben, brauchen sie Ruhe. Kein Radio, kein Fernseher, kein Handy. Lob motiviert.“ Und: „Spickzettel“ schreiben ist erlaubt und sinnvoll, aber natürlich nur zum Zwecke der Vorbereitung auf eine Probe, da hierfür der Lernstoff auf die wichtigsten Informationen reduziert wird.

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