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Sicherheit

Wenzenbachs Wehr übt „brandgefährlich“

Wenn es brennt, muss bei den Einsatzkräften jeder Handgriff sitzen. Bei einer Probe in Grubberg ging alles glatt.
Von Ralf Strasser

Rund 140 Einsatzkräfte aus zwölf Feuerwehren waren bei einem Großeinsatz gefordert. Foto: msr
Rund 140 Einsatzkräfte aus zwölf Feuerwehren waren bei einem Großeinsatz gefordert. Foto: msr

Bernhardswald.Das Szenario ist brandgefährlich. Buchstäblich. Denn dicke Rauchschwaden umhüllen den Maschinenraum der Biogasanlage auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Grubberg. Und wo Rauch ist, ist Feuer nicht weit und damit die Gefahr einer Brandkatastrophe. Dazu kommt: Es werden zwei Personen vermisst. So die Basis für eine Übung, die im Zuge der Feuerwehraktionswoche des Brandbezirks Nord drei durchgeführt wurde.

Eine Großübung, die alle elf Feuerwehren der Gemeinden Wenzenbach und Bernhardswald bis an ihre Leistungsgrenzen fordern sollte. In nur wenigen Minuten nach der Alarmierung sind die Einsatzkräfte mobilisiert. Die Feuerwehren rücken mit 25 Fahrzeugen aus. Das Gebiet wird abgesperrt, Blaulicht zuckt durch die Rauchschwaden, Gefahren werden eingeschätzt, die Kräfte von mehr als 140 Feuerwehrfrauen und -männer vor Ort gebündelt.

Gute Ausbildung als Basis

Die Abläufe reihen sich wie ein gut eingestelltes Uhrwerk aneinander, die Befehlsketten halten, jeder weiß, was er zu tun hat. Die Fäden laufen bei Einsatzleiter Michael Schmidhofer von der FFW Hauzendorf zusammen, der zusammen mit Kreisbrandmeister Andreas Rockinger alles im Griff hat. Mit im Einsatzboot sind auch die „Helfer vor Ort“ (HvO) und der Rettungsdienst der Malteser aus Roßbach-Wald, die sich in konzertierter Aktion um mögliche Verletzte kümmern sollten.

„Das Problem ist auf dem Land die Wasserversorgung“, erklärt Rockinger, der einen der Übungsschwerpunkte auf diesen Aspekt legte. Unter den interessierten Augen vieler Zuschauer aus der Umgebung wurde die Wasserversorgung über lange Schlauchstrecken aus dem in der Nähe liegenden Weiher organisiert, zusätzlich befüllten die Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr einen Faltbehälter vor Ort.

Das Einsatz-Team

  • Unterstützung:

    Die FFW Nittenau, die Helfer vor Ort und der Rettungsdienst der Malteser aus Roßbach Wald hatten ihren Anteil am Erfolg der Übung.

Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte von der FFW Nittenau, die eine Wasser-Widerstandslinie mit Drehleiter zu den Nebengebäuden mit zwei C-Rohren legte. Schließlich die spektakuläre Rettung der verunglückten Personen durch die Männer mit schwerem Gerät und Atemschutz.

Die Gesichter der Retter sind konzentriert. „Auch wenn wir wissen, es ist nur eine Übung, so ist man doch sehr angespannt“, bemerken die Ausbilder, die einen guten Job gemacht haben, denn die Aktion gelingt eindrucksvoll.

Zahlreiche Zuschauer

Ein Rettungseinsatz unter Augen der Öffentlichkeit: Zahlreiche Zuschauer, darunter die Bürgermeister der Gemeinden Wenzenbach und Bernhardswald, verfolgen das Geschehen, sind fast schon Teil der Übung. Am Ende zufriedene Gesichter. „Trotz der Tatsache, dass wir mit den Nittenauer Kollegen zwölf Feuerwehren koordinieren mussten, ist die Übung optimal abgelaufen, und zwar genau so, wie wir uns das vorstellten“, betonte KBI Andreas Rockinger. Auch die Bürgermeister Werner Fischer, Xaver Graf und Ewald Fischer zollten den Feuerwehren für ihren Einsatz den „größten Respekt“. Nach der Abschlussbesprechung folgte der „gemütliche“ Teil der Übung: eine Verköstigung durch die gastgebende Wehr aus Hauzendorf und der Familie Auburger.

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