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Gemeinde

„Archivwurm“ ist Ehrenbürger

Brennberg lässt Hans Schreier hochleben. Als Ortsheimatspfleger begleitete er Burgsanierung und Gebietsreform.
Von Resi Beiderbeck, MZ

Bürgermeisterin Irmgard Sauerer, dritter Bürgermeister Günther Beiderbeck (2. von rechts) und Vizebürgermeister Franz Löffl (rechts) gratulierten dem neuen Ehrenbürger Hans Schreier.
Bürgermeisterin Irmgard Sauerer, dritter Bürgermeister Günther Beiderbeck (2. von rechts) und Vizebürgermeister Franz Löffl (rechts) gratulierten dem neuen Ehrenbürger Hans Schreier. Fotos: Beiderbeck

Brennberg.In festlichem Rahmen hat die Gemeinde Brennberg den langjährigen Ortsheimatpfleger Hans Schreier zum Ehrenbürger ernannt. „Du hast dich wichtigen Aufgaben stets mit besonderer Hingabe gewidmet“, lobte ihn Bürgermeisterin Irmgard Sauerer. Als erster Gratulant stellte Schreier´s Nachfolger, der amtierende Ortsheimatpfleger Robert Böck, die Verdienste und das enorme Wissen seines Vorgängers heraus. Großer Applaus unterstrich die Würdigung.

In der kleinen feinen Stube im Spital, dessen Sanierung Hans Schreier von Anfang an wichtig gefunden hatte, ging die Feierstunde vonstatten. Mit feinen Gitarrenklängen untermalte der Musiker Milorad Romic das Ereignis. Hans Schreier habe entscheidende Prozesse wie die Burgsanierung, die Gebietsreform, die Maßnahmen zur Erhaltung und Instandsetzung des Klosters Frauenzell und die Schulreformen begleitet, sagte die Bürgermeisterin. Er war Gemeinderat und dritter Bürgermeister, ist Mitglied in mehr als zehn Vereinen, war mehrfach Festleiter, Chronist, Revisor und Vorstandsmitglied, außerdem ein begabter Laienschauspieler.

Mit seinen Häuserchroniken hat er wertvolles Wissen für die Nachwelt konserviert. „Jeder Nutzer dieser Chroniken kann und soll erfahren, dass er nicht einfach nur da ist, sondern in einer Tradition steht“, so wünscht es sich der Autor. „Tatsächlich ist es wichtig, seine Wurzeln zu kennen und den Sinn des Lebens für sich selber im Positiven zu erfassen“, sagte Irmgard Sauerer und verriet, dass sie junge Brautpaare immer wieder gerne mit der Häuserchronik beschenkt. Das ist ganz im Sinne des Verfassers, dem es wichtig ist, dass die Jugend um die Vergangenheit weiß, damit sie die Gegenwart und die Zukunft gestalten kann.

„Wenn i irgend was brauch, dann rückt der Hans des immer sofort raus“, zeigte sich Ortsheimatpfleger Robert Böck vom wohlwollenden Verhalten seines Vorgängers begeistert. „In seinem 38-jährigen Wirken hat er Schätze ausgegraben, die man nicht für möglich hält“, sagte Böck im Hinblick auf eine Inventarliste der Burg aus dem 16. Jahrhundert. „Der Hans ist nämlich ein ausgefuchster Archivwurm!“ Den lobenden Worten schloss sich Wörths Heimatpfleger Fritz Jörgl an, der für die Stadt Glückwünsche überbrachte.

Vita

  • Leben:

    Hans Schreier ist gebürtiger Regensburger. Er kam schon als Kind nach Brennberg, weil sein Vater im Höllbach fischte. 1944 zogen der Vater in den Krieg und die Mutter mit den drei Kindern nach Brennberg. Damals war Hans Schreier neun Jahre alt.

  • Werk:

    Im Lehramtsstudium begann Schreiers Forscherleidenschaft. Er gab Häuserchroniken von Brennberg und Frankenberg heraus und arbeitete an Bänden über Frauenzell und Bruckbach.

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