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Vorfreude

Brennberg: Christkindlmarkt ohne Plastik

Trotz Nieselregens strömten die Besucher in die Budenstadt. Ein Höhepunkt war das Adventssingen in der Kirche St. Rupert.
Von Resi Beiderbeck

  • Ein Höhepunkt des 18. Brennberger Christkindlmarktes war das Adventssingen in der voll besetzten Pfarrkirche. Foto: Beiderbeck
  • Gute Stimmung herrschte in der Mädchengruppen-Bude. Foto: Beiderbeck

Brennberg.Wer in Brennberg beim Christkindlmarkt aktiv mitmachen will, muss hart im Nehmen sein. „Traditionell“ ist das Wetter am zweiten Adventswochenende nämlich eher ungemütlich. Sonnenschein und Pulverschnee gab es in 18 Jahren äußerst selten. Stattdessen kann zuverlässig mit Nieselregen oder Sturmböen gerechnet werden. Die mitwirkenden Vereine haben sich im Lauf der Jahre darauf eingestellt und ihre Buden um windgeschützte Unterstände und gemütliche Aufenthaltsbereiche ergänzt.

Auch heuer zeigte sich das Wetter erst mal von der unangenehmen Seite. „Na bravo, das geht ja schon gut los“, dachte man sich am Samstagmorgen, der mit Eisglätte startete. Unverdrossen machten sich dennoch alle ans Werk, zeigten Phantasie beim Dekorieren der Verkaufsbuden und Ausdauer beim Vorbereiten der Speisen und Getränke. „Die Semmelknödel sind fertig gedreht“, hieß es bei der Mädchengruppe, die heuer zusammen mit dem Katholischen Burschenverein deftiges Rehragout anbot und dabei Wert auf größtmögliche Regionalität legte.

Die Highlights des Brennberger Weihnachtsmarktes

Wild aus heimischen Revieren

Das Wild stammte aus den heimischen Revieren rund um Brennberg und wurde von Altbürgermeister Franz Lindinger geliefert. Bei der Zubereitung folgte man der Nachhaltigkeitsdevise „From Nose to Tail“ und verwertete jedes einzelne Teil. Auch die Jagdgenossen hatten ihre Freude an dem Gericht und sprachen scherzhaft von einem besonders raffinierten Schachzug, dem Wildverbiss Herr zu werden.

Vorfreude

Alle Christkindlmärkte im Landkreis

Sie wissen nicht, wann welcher Adventsmarkt stattfindet? Hier finden Sie eine Übersicht aller Märkte im Landkreis Regensburg.

Für den 18. Brennberger Christkindlmarkt im Hirschbergerhof hatten sich die Veranstalter ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Plastik-frei sollte der vorweihnachtliche Budenzauber ablaufen. „Mehrweg statt Einweg“ lautete die Devise. Sämtliche Anbieter gaben sich größte Mühe, dieses Ziel zu erreichen. Plastikmesser und –gabeln waren verpönt, Schnapsgläser aus Kunststoff ebenso. Was die Trinkgefäße betraf, so machte die Neuerung keine großen Umstände. Sämtliche Glühwein- und Punschgetränke waren ohnehin schon immer in Keramik- und Porzellantassen angeboten worden. So musste der OGV heuer nur noch die Strohhalme weglassen. Bei der FF Frankenberg war sowieso noch nie Plastik im Einsatz und das Frauenzeller Kesselgulasch gibt es schon immer im emaillierten Töpfchen.

Großer Andrang beim Christbaumverkauf

Der Verzicht auf Kunststoff kennt aber auch Grenzen, nämlich bei den Einweghandschuhen, die nun mal Vorschrift sind, sowie bei den Christbäumen. Die mussten für den Heimtransport auch heuer wieder in Plastiknetze schlüpfen. „Da wird man hoffentlich bald eine bessere Alternative erfinden“, meinte Xaver Hirschberger, der beim Verkauf half. Kirchenverwaltung, Ministranten, Pfarrgemeinderat, Mesner, Pfarrsekretärin – alle packten mit an. Um 18 Euro gab es einen Meter Baum. Alle weiteren zehn Zentimeter kosteten jeweils einen Euro. Das Geschäft lief wie geschmiert. „I kenn mi gar nimmer aus“, staunte der neue Kirchenpfleger Reinhold Eder über den gewaltigen Andrang.

Applaus für „Home Made“ Adventssingen

  • Adventssingen:

    Ein Höhepunkt des Marktwochenendes war das Adventssingen in der Pfarrkirche – heuer „selbst gemacht“. Mehr Besucher als je zuvor wollten diese frohe, vorweihnachtliche Stunde mit Musik, Gesang und Theater erleben. Die Kirche war voll besetzt und sämtliche Akteure verzichteten auf ihre Gage.

  • Gemeinschaftswerk:

    Rund 50 Mitwirkende vom Schulkind bis zum Opa hatten dafür seit Wochen geprobt und das zahlte sich aus. Organisator Albert Neumeier und Chorleiterin Renate Hirschberger freuten sich riesig über den großen Erfolg. „Das war gewaltig“ zeigte sich Zuhörer Paul Eberhardt begeistert.

Buliburger, Erdäpfelsuppe und der „flotte Trachtler“ gingen gut weg, ebenso der Geheimtipp Backfischsemmel. Feine Waffeln und frisch gebrannte Bio-Mandeln verbreiteten Christkindlmarkt-Duft. Alpakas gab es zum Streicheln, aber auch zum Mitnehmen in Form von superweicher Wolle und niedlichen Mützen.

Eine Übersicht zu allen Adventsmärkten im Landkreis Regensburg finden Sie hier.

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