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Schulprojekt

Ein Gewinn für das Leben

Die Brennberger Schulleiterin Renate Gritschmeier spricht im Interview über das Hospiz-Projekt zum Thema „Tod und Sterben“.
Von Resi Beiderbeck

Renate Gritschmeier ist vom Projekt begeistert. Foto: Beiderbeck
Renate Gritschmeier ist vom Projekt begeistert. Foto: Beiderbeck

Brennberg.Sind „Tod“ und „Sterben“ eigentlich Bestandteil des Lehrplans?

Das Thema kann im Heimat- und Sachunterricht dem Lernbereich „Gefühle und Wohlbefinden“, im Fach Religion dem Lernbereich „Leben, Leiden, Tod“ und im Fach Ethik dem Lernbereich „Über Ursprung und Grenzen des Lebens nachdenken“ zugeordnet werden. Das Thema wird aber unter ethischen, überkonfessionellen Aspekten behandelt.

Sind Viertklässler nicht viel zu jung für so ein schwieriges Thema wie Tod und Sterben?

Nein, ich finde es wichtig, auch mit Kindern in diesem Alter über dieses Thema zu sprechen. Jedes Kind macht irgendwann Erfahrungen mit dem Tod. Sei es in der Familie, bei Freunden, Nachbarn oder durch den Tod eines Haustieres. Sehr oft werden Kinder mit ihren Ängsten, Fragen und ihrer Trauer dann allein gelassen. Der Tod wird von den Kindern ferngehalten. Eltern sind oft hilflos und sprachlos. Hier dürfen die Kinder in einem geschützten Rahmen alles sagen und fragen. Dadurch können sie Ängste abbauen.

Haben Sie selbst auch ganz persönlich noch neue Aspekte entdecken können?

Da ich mich persönlich aufgrund familiärer Ereignisse bereits intensiv mit dem Thema Tod, Sterben, Trauer beschäftigte, habe ich damals schon viele neue Erfahrungen hinzugewonnen, insbesondere dass diese Problematik nicht länger tabuisiert, sondern ins Gespräch gebracht und auch in die öffentliche Kommunikation mit hineingenommen werden muss.

Wie sind die Erfahrungen mit dem Projekt?

Toll, diese Woche. Ein Gewinn für das Leben. (lbi)

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