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Brauchtum

Faschingshochzeit in Brennberg

Bernd Fuchs und Markus Hornauer organisieren die Gaudi in Brennberg. Am 6. Februar geht sie am Zinthof über die Bühne.
Von Resi Beiderbeck, MZ

Die Organisatoren der Faschingshochzeit
Die Organisatoren der Faschingshochzeit Foto: Zierer

Brennberg.„Das kann doch nicht sein, dass am Faschingssamstag in Brennberg keine Veranstaltung ist“, sagten sich Bernd Fuchs und Markus Hornauer. Die beiden hatten auch eine Idee, mit der sie in kürzester Zeit ein halbes Dutzend Freunde ansteckten. „Wir halten eine Faschingshochzeit“, war man sich schnell einig und alle, die davon hörten, waren begeistert von dem Plan, der am 6. Februar realisiert werden soll.

Jahrzehntelang war der traditionsreiche „Lumpenball“ beim Wagner-Wirt „das“ Brennberger Faschingssamstags-Ereignis schlechthin. Aber diesen Ball gibt es schon seit etlichen Jahren nicht mehr. Nun naht Ersatz in Form eines übermütigen Hochzeits-Spektakels. Es beginnt mit dem „kirchlichen Teil“ der Festlichkeiten, die auf dem Zinthof vonstatten gehen werden. Das passt einwandfrei, denn das heimatliche Anwesen von Markus Hornauer war von 1411 bis 1895 tatsächlich der Pfarrhof von Brennberg.

Um 10 Uhr hält der Bürgermeister (Lothar Fichtl) die Begrüßungsansprache, auf welche umgehend das Beichtsitzen folgt. Pünktlich um 11.11 Uhr hält der Pfarrer (Hans Jobst) die Brautmesse, bei der ihm der Mesner (Christian Luft), sowie die Ministranten (Robert Deml, Michael Jäger und Markus Hornauer) assistieren. Danach setzt sich ein prächtiger Hochzeitszug in Bewegung. Im Dorf angekommen endet der öffentliche Teil der Veranstaltung und die geladenen Gäste begeben sich in den Wagner-Saal zum Hochzeitsmahl, wo der Bräutigam seine Angetraute aufs Parkett zum Hochzeitstanz führt. So manches Gsangl lässt Hochzeitslader Martin Kürzinger hören und „De Unsern“ spielen dazu zünftig auf. Entführt wird die Braut auch und zwar zum Aumer-Wirt, wo das Wiedersehen schließlich gebührend gefeiert wird. Ein Happy End ist dem jungen Paar aber nicht beschieden, denn die Ehe dauert nur wenige Stunden. „21 Uhr: Scheidung“, so steht es im Programm.

Finanzielle Interessen verfolgen die Initiatoren der Faschingshochzeit nicht. „Das Ganze ist so konzipiert, dass es am Ende Plus-Minus-Null ausgeht“, sagt Bernd Fuchs. Stattfinden wird die Gaudi bei jedem Wetter und zwar als einmalige Sache. „Wir planen keineswegs, das künftig jedes Jahr zu machen.“

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