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Wirtschaft

IRS investiert 1,5 Millionen Euro

Das Brennberger Unternehmen, das Messsysteme herstellt, baut ein neues Gebäude. Die Firma zählt heute 60 Mitarbeiter.
Von Resi Beiderbeck, MZ

Die Firma IRS baut in Schwaig neu. Der Sitz des Unternehmens wird aufgewertet.
Die Firma IRS baut in Schwaig neu. Der Sitz des Unternehmens wird aufgewertet. Fotos: Beiderbeck

Brennberg.Ein dreistöckiger Elektronikwerkstatt- und Büroturm, dazu ein zweistöckiger Verbindungsbau zum bestehenden Firmengebäude, wachsen zurzeit in Schwaig empor, denn die IRS Systementwicklung GmbH braucht mehr Platz.

Gute Bedingungen schaffen

Baubeginn war im August und Mitte 2016 soll alles fix und fertig sein. Schon zeigt sich die neue Silhouette des seit 24 Jahren bestehenden und stetig expandierenden Unternehmens. Zusätzlich zu den bisher rund 1200 Quadratmetern bringt der Neubau weitere 550 Quadratmeter Fläche. Das Genehmigungsverfahren verlief sowohl bei der Gemeinde Brennberg als auch beim Landratsamt problemlos und in gutem Einvernehmen.

Rund 1,5 Millionen Euro investiert IRS in die Erweiterung der Geschäftsräume. Die fast 60 Mitarbeiter brauchen mehr Platz, auch wenn nicht alle von ihnen immer in der Firma sind. „Gabi und Melanie kommen gerade erst aus China und Malaysia zurück, wo sie direkt beim Kunden Wartungsarbeiten durchführten und Anlagen in Betrieb nahmen“, berichtet Firmenchef Reinhard Schiegl. Dass er auf seine motivierten Mitarbeiter stolz ist, gibt er gerne zu. Deshalb will er seinen findigen Entwicklern auch gerne optimale Arbeitsbedingungen bieten. „Wir bauen nicht in erster Linie, um zu wachsen, sondern um genügend Platz für unsere Mitarbeiter zu schaffen“, betont Reinhard Schiegl. Durchgeführt werden die Arbeiten von Handwerksbetrieben aus der Region.

Nachhaltigkeit ist Reinhard Schiegl dabei besonders wichtig. So werden zur Dämmung Holzfaserplatten verwendet und auch beim Thema Energie geht man neue Wege. Eigenstromnutzung wird großgeschrieben: Einen Teil der notwendigen Energie für die Wärmepumpe soll eine neue Photovoltaikanlage erzeugen. Aber Reinhard Schiegl wäre nicht der umtriebige Tüftler, würde er sich damit zufrieden geben. „Wir prüfen sorgfältig, ob und wo wir eine kleine, vertikale Windmühle zur Stromerzeugung aufstellen könnten“, verrät der Firmenchef.

Eine große Erfindung

Seit Monaten führt IRS zu diesem Zweck Messungen der bodennahen Windgeschwindigkeiten durch, was sogar Gegenstand einer Bachelorarbeit wurde. Geplant ist der Bau einer rund 6,5 Meter hohen Windmühle, die IRS derzeit zusammen mit Partnern selbst entwickelt.

Wenn alles fertig ist, soll damit nicht nur die Wärmepumpe unterstützt, sondern auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge gespeist werden. Das klingt ganz nach einer neuen „Erfindung“ made by IRS.

Die für innovatives Potenzial bekannte Firma hat 430 Kunden weltweit. Sie ist auf Prüf- und Messsysteme spezialisiert und war wiederholt „Alliance Partner of the year“ von National Instruments.

Das Unternehmen

  • Start:

    Reinhard Schiegl hat IRS 1991 als Ein-Mann-Unternehmen gestartet und daraus eine der größten Firmen der Gemeinde gemacht. 1998 entstand das erste Bürogebäude.

  • Weiterentwicklung:

    2003 entstand ein weiteres Bürogebäude, das für die Abhaltung von Seminaren genutzt wurde und heute vorwiegend für EMV-Messungen dient.

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