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Brennberg

Schadhafte Stellen an den Burgmauern

Bei der Jahresversammlung der „Freunde der Burg Brennberg e. V.“ teilte Vorsitzender Hermann Höcherl mit, dass auf dem Burggelände mehrere Schäden am Mauerwerk repariert werden sollen.

Brennbergs Wahrzeichen Foto: lbi
Brennbergs Wahrzeichen Foto: lbi

Brennberg.Auch eine umfängliche Instandsetzung des Flachdachs westlich des Sommerkellers ist dringend geboten. Die „Burgfreunde“ beschlossen, die Gemeinde dabei mit 5000 Euro zu unterstützen.

Bei einer Überprüfung der Gemeinnützigkeit stellte das Finanzamt fest, dass die Vereinssatzung nicht in allen Teilen den Anforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts genügt. Die entsprechenden Punkte sollen geändert und bei einer außerordentlichen Versammlung im Herbst als Satzungsänderung beschlossen werden. Dem Wunsch von Besuchern des Burgturms nach Panoramatafeln, um die Berggipfel des Bayerischen Waldes identifizieren zu können, kommt der Verein nach. Alois Jobst erklärte sich bereit, in dieser Sache kundig zu werden. Der vom Landschaftspflegeverband geförderte Rückschnitt des Bewuchses auf dem Burggelände helfe, die spezifische Artenvielfalt dieses Biotops zu erhalten.

Schriftführer Robert Böck berichtete über einen Ortstermin mit Dr. Thomas Feuerer von der Unteren Denkmalschutzbehörde, bei dem es um die Sanierung maroder Mauerwerksteile ging. Nachdem die in früheren Jahren oft auf der Burg tätige Baufirma Spitzer bereits signalisiert hatte, für solche Arbeiten kaum Zeit zu haben, schlug Dr. Feuerer vor, doch gleich eine auf Burgensanierungen spezialisierte Fachfirma zu beauftragen. Ein Kostenangebot der Firma Doreth liegt nun vor. Nach Aussage der Oberen Denkmalschutzbehörde in Person von Dr. Michael Schmidt kann aus finanziellen Gründen weder die Mauerwerkssanierung noch die Dachreparatur bezuschusst werden, teilte Robert Böck mit.

Zweiter Bürgermeister Franz Löffl sagte, dass die Auftragsvergabe zur Mauerwerkssanierung demnächst erfolgen werde. Im Haushalt der Gemeinde sind 2019 für Dachreparatur und Mauerreparatur inklusive Unterhalt 22 000 Euro eingestellt. Weiter ging Löffl darauf ein, dass seit 2018 auf dem Burggelände aus Gründen der Artenvielfalt nicht mehr gemulcht wird. Es gebe sogar eine Dissertation, die Burgmauern als Biotope thematisiere, was vor allem an den relativ kalkreichen Trockenstandorten liege. Alois Jobst schlug vor, der Öffentlichkeit die biologische Vielfalt auf dem Burggelände unter fachkundiger Führung, etwa durch die „Botanische Gesellschaft“, nahe zu bringen. Weiter meinte Jobst, es wäre wünschenswert, die im Privatbesitz befindlichen Reste der Burgkapelle besser sichtbar zu machen. Gretl Pielmeier und Hans Schreier wünschen sich an der Treppe zum Burgtor ein Geländer. Robert Böck sagt zu, ein Solches zu schmieden. Alois Jobst und Franz Löffl boten dazu ihre Mithilfe an. Die Materialkosten übernehmen die „Burgfreunde“.

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