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Bildung

Schüler entdecken die Technik

Die Viertklässler in Brennberg bauten mit IRS-Mitarbeitern eine Sirene. Der „Technik für Kinder“ unterstützt die Aktion.
Von Resi Beiderbeck, MZ

Christoph Wenninger gibt Hilfestellung.
Christoph Wenninger gibt Hilfestellung. Foto: Beiderbeck

Brennberg.„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein und ein Unternehmen lebt nicht vom Gewinn allein“, sagt Reinhard Schiegl. Als Chef der Firma IRS Systeme engagiert er sich deshalb seit Jahren im sozialen und kulturellen Bereich. Vor allem die Förderung von Kindern und Jugendlichen liegt ihm am Herzen. Mit Schnupperlehre, Praktika, Girls-Day oder Technik-Camps versucht Reinhard Schliegl, junge Leute für Technik zu begeistern.

IRS ist Spezialist für Hard- und Softwareentwicklungen im Bereich Mess- und Prüftechnik. „Basis des wirtschaftlichen Erfolgs vieler Unternehmen ist zweifellos die Begeisterung von technischem Nachwuchs“, sagt Reinhard Schiegl und ist damit der gleichen Meinung wie der Deggendorfer Verein „Technik für Kinder“ (TfK). In Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Deggendorf realisiert der Verein Projekte, die es Kindern ermöglichen, die Welt der Technik spielerisch zu entdecken. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Entscheidung für einen Technikberuf zu 80 Prozent bereits in der Kindheit begründet ist. Fußball lernt man im Verein, Tennis im Tennisclub, aber wo lernt ein Kind „Technik“? Hier kommt der gemeinnützige Verein „TfK – Technik für Kinder“ mit der Aktion „Schüler entdecken Technik“ ins Spiel.

An interessierten Schulen mangelt es nicht. Jedoch bleiben viele auf der Warteliste stehen, weil sich keine begleitende Firma findet. Das ist in Brennberg anders. „Dank der Firma IRS können wir dieses tolle Angebot machen, bei dem alle Viertklässler eifrig mitmachen, obwohl die Teilnahme freiwillig ist“, betont die Schulleiterin Renate Gritschmeier.

„Nur wer seine Talente kennt, kann darauf aufbauen und berufliche Perspektiven entwickeln“, sagt Johanna Hirtreiter vom TfK und lobt das finanzielle und personelle Engagement der Firma IRS, die nicht nur 20 Werkzeugkästen spendierte, sondern jede Woche zwei Mitarbeiter für den Unterricht abstellt. „Die Technik-AG ist der Hit“, freut sich Gritschmeier. Die Kinder erfahren durch ungeniertes „Machen“, wie einfach Technik sein kann. Es darf frei experimentiert werden und es darf auch mal etwas kaputt gehen. Die jungen Forscher rücken ausrangierten PCs mit dem Lötkolben zu Leibe und erforschen sein Innenleben oder bauen eine LED-Taschenlampe.

Auch aus einer Experimentierplatine wird eine Kojak-Sirene hergestellt. Eifrig bastelt jedes Kind aus diversen Widerständen, Kondensatoren, Transistoren und Anschlussklemmen anhand eines Bauplans eine kleine Sirene. Anschlussdrähte werden mit Leiterbahnen verlötet und wo es hakt, helfen Christof Wenninger und Thomas Weinfurtner. Die IRS-Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun. „Es ist erstaunlich, wie schnell die Kinder Fortschritte machen“, loben sie.

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