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Deuerling
Dienstag, 21. August 2018 29° 3

Aktion

Kinder verabschiedeten die Friedenstaube

Zwei Monate beherbergte die Deuerlinger Grundschule die Figur. Jetzt reiste das Menschenrechts-Symbol nach Laaber weiter.
Von Manfred W. Kox, MZ

Die Kinder hatten für den Abschied von der Friedenstaube ein großes Programm einstudiert.
Die Kinder hatten für den Abschied von der Friedenstaube ein großes Programm einstudiert. Foto: Kox

Deuerling.In einer sehr eindrucksvollen Feier verabschiedeten die Kinder und Lehrer der Deuerlinger Grundschule die Friedenstaube, die sie zwei Monate beherbergt hatten.

Im Jahre 2008 schuf der Künstler Richard Hillinger die Figur der Taube mit dem Palmzweig als Symbol für den Frieden in der Welt mit Unterstützung von Roman Herzog. 30 Exemplare wurden geschaffen, für jeden Artikel der Menschenrechte der UN eins. Seitdem reisen sie durch die ganze Welt und erinnern die Menschen daran, dass Frieden und Freiheit unverzichtbar sind, und dass jeder etwas für die Erreichung des Ziels tun kann und soll. Prominente Persönlichkeiten wie der Dalai Lama, Michael Gorbatschow, Papst Benedikt und der Künstler Ai Weiwei haben schon Patenschaften übernommen. Organisationen wie Amnesty International unterstützen die Aktion.

Nachdem die Friedenstaube am 14. Dezember von Undorf kommend in Deuerling eingetroffen war, fand sie ihren Platz in der Aula, wo sie von Lehrern und Schülern Tag für Tag aus nächster Nähe erlebt werden konnte und jeden anregte, sich Gedanken über das friedliche Zusammenleben der Menschen zu machen. Das Ergebnis wurde von der 4. Klasse mit einem Lied verdeutlicht, das das Händereichen und das Brückenbauen in den Mittelpunkt stellte .

Rektorin Renate Amann und ihre Lehrer hatten für die Projektwochen ein umfangreiches Programm entwickelt. Die Schüler beschäftigten sich intensiv mit den Situationen, die zu Unfrieden und Ausgrenzung führen. Plakate wurden gemalt, Lieder ausgewählt und Gespräche über das Verhältnis untereinander geführt. Wege zu einer friedlichen Lösung von Problemen wurden gesucht.

Bürgermeister Diethard Eichhammer wies darauf hin, dass die in der UN-Charta verankerten Menschenrechte heute mehr denn je in Gefahr seien, egoistischen Tendenzen geopfert zu werden. Alle Menschen seien frei und gleich geboren. Das Recht auf Mobilität stehe jedem zu. Auch das zur Rückkehr in seine Heimat. Der Artikel, der das Recht auf Bildung, Freizeit und Erholung zusichert, war ihm besonders wichtig. Dazu folgte er dem Wort des Unternehmers Würth: „Lasst die Kinder spielen und lernen.“

Die Schüler der dritten Klasse präsentierten das Wort „Frieden“ in den verschiedensten Sprachen und hefteten die eigens angefertigten Schilder so an eine Pinwand, so dass sie einen Kreis bildeten, der den Eindruck machte, die Welt zu umfassen. Alle hatten erkannt, dass der Friede im eigenen Herzen anfangen und jeder daran arbeiten muss.

Auch die Schüler der 1. Klasse mahnten, dass das friedliche Zusammenleben bei jedem Einzelnen beginnt. Sie fanden Wege dorthin mit Vorsätzen wie „nicht streiten, nicht anschreien, nicht schlagen, helfen, trösten, verzeihen und lieb zueinander sein“.

Die 2 Klasse führte ein kurzes Spiel auf, das die Ausgrenzung des „Irgendwie Anders“ durch sein Umfeld, seine Bemühungen um Akzeptanz und die Erkenntnis, dass man auch seine eigene Handlungsweise überprüfen muss, in den Mittelpunkt stellte.

Karin Alkofer übernahm die Friedenstaube im Namen der Schule in Laaber. Für diese Schule hat das Symbol laut Rektorin Alkofer eine besondere Bedeutung, da 60 internationale Schüler dort in Übergangsklassen unterrichtet werden und das friedliche Zusammenleben eine Aufgabe ist, die von allen verinnerlicht werden soll. Schüler und Lehrer haben sich schon Gedanken gemacht, wie die Taube dabei mitwirken kann.

Zum Abschluss sangen alle zusammen das Friedenslied „Shalom“, das Robert Göstl,wie auch die anderen Lieder, mit den Schülern einstudiert hatte.

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