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Neue Führung für Feuerwehr gesucht

Die Kommandanten der Deuerlinger Wehr hören auf. Ein Arbeitskreis fokussiert sich auf das Finden von Nachfolgern.
Von Paul Neuhoff

126 Mal rückte die Deuerlinger Wehr in den letzten sechs Jahren aus. In Kürze steht die Wehr ohne Kommandanten da. Foto: Archiv/Krenz
126 Mal rückte die Deuerlinger Wehr in den letzten sechs Jahren aus. In Kürze steht die Wehr ohne Kommandanten da. Foto: Archiv/Krenz

Deuerling.Herbert Gassner, Kommandant der Deuerlinger Feuerwehr und sein Stellvertreter Markus Schmidt haben in einer Versammlung den Rücktritt von ihren Posten erklärt (die MZ berichtete). Die Amtszeit der beiden Ehrenamtlichen endet mit Ablauf des Monats April. Es stehen noch keine Nachfolger in den Startlöchern. Gassner und Schmidt wollen sich deshalb nicht einfach „von Knall auf Fall“ aus der Verantwortung stehlen. Für die Zeit der Kandidatenfindung werden beide noch übergangsweise für einige Monate aktiv an der Spitze der Wehr stehen und ihren Dienst tun.

Bürgermeister Diethard Eichhammer hat in einem aktuellen Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, dass er zuversichtlich sei, die Suche von Nachfolgern bald erfolgreich zu beenden. Es sei eigens ein Arbeitskreis ins Leben gerufen worden, der sich intensiv mit dem Thema befassen soll. In diesem Gremium werde er selbst neben Funktionären der Wehr mit dabei sein. Auch Herbert Gassner und Markus Schmidt wollen sich aktiv einbringen.

Schwere Aufgabe für junge Leute

Der Bürgermeister zeigte im Gespräch Verständnis für den Wunsch der beiden Kommandanten, ihre Posten abzugeben und kürzer zu treten. Es sei in der heutigen Zeit immer schwieriger für junge Leute, die steigenden beruflichen, Anforderungen, Zeit für Familie und auch oft den Hausbau und die ehrenamtliche Tätigkeit unter einen Hut zu bringen. Ausdrücklich trat Eichhammer den Spekulationen entgegen, Gassner und Schmidt hätten das Handtuch im Zusammenhang mit der Kauf des neuen Fahrzeugs der Wehr geworfen. Eine solche Anschaffung sei immer ein langer Prozess, der viele Gespräche notwendig mache und an dem neben den Funktionären der örtlichen Wehr auch viele externe Stellen, zu beteiligen sind. Es müssten auch Förderrichtlinien beachtet werden. Im Fall Deuerling sei dann noch dazu gekommen, dass sich während der Ausschreibungsphase diese Richtlinien geändert hätten und daraus weiterer Besprechungsbedarf entstanden ist. Im übrigen habe er die Deuerlinger Wehr als eine eingeschworene Gemeinschaft mit einem hohen Verantwortungsgefühl der einzelnen Aktiven erfahren. Das spüre auch die Gemeinde. „Wir haben im Grunde genommen alle miteinander ein Superverhältnis“, bekräftigte der Bürgermeister. Beide Seiten seien sich aber einig, dass in intensiven Gesprächen eventuelle Irritationen beseitigt werden können.

Zu der im Artikel der MZ vom 19. März erwähnte „Betroffenheit“ seiner Person erläuterte Eichhammer noch, dass er zwar schon vor Wochen von den Rücktrittsabsichten der Kommandanten erfahren habe, von den vielfältigen Gründen dazu aber erst kurz vor der Versammlung Kenntnis erhalten habe. Das Thema „Fahrzeugkauf“ sei im Übrigen nur ein Punkt von vielen gewesen.

Keine schlechte Stimmung

Von einer Missstimmung in der Versammlung habe er nichts gespürt. Man habe sich auch keine gegenseitigen Vorhaltungen gemacht.

n die gleiche Kerbe schlug im wesentlichen Herbert Gassner. Beim Beschaffungsprozess für das neue Fahrzeug sei es den Führungskräften der Wehr von Anfang klar gewesen, dass es auch Diskussionen geben werde und der Gemeinderat nicht immer bei jedem Ausstattungswunsch sofort „hurra“ schreie. Wir haben aber letztendlich im Oktober 2017 über die Gemeinde genau das Fahrzeug bekommen, das wir uns gewünscht haben“, sagte der Kommandant.

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