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Kommunalpolitik

Thomas Wagner ist neuer Gemeinderat

Der Wechsel in Deuerling wurde nötig, weil Kurt Seidl sein Amt aufgab. Fehlende Leerrohre sorgen für Verdruss.
Von Manfred Kox

Nach der Vereidigung wünschte Bürgermeister Eichhammer dem neuen Gemeinderat Thomas Wagner (rechts) viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe. Foto: Kox
Nach der Vereidigung wünschte Bürgermeister Eichhammer dem neuen Gemeinderat Thomas Wagner (rechts) viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe. Foto: Kox

Deuerling.Bürgermeister Diethard Eichhammer sagte zu Beginn der ersten Gemeinderatssitzung 2019, dass es jedes Jahr etwas Neues zu lernen gebe, jeder sollte sich dessen bewusst sein. Er wünschte sich, dass die engagierte Zusammenarbeit für die Zukunft der Gemeinde wie bisher möglich bleibt und die heute verbreitet zu beobachtenden Egoismen und Aggressionen nicht im Gemeinderat Einzug halten.

Nachdem Kurt Seidl in der vergangenen Sitzung sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde nun Thomas Wagner vereidigt. Der neue Gemeinderat wurde außerdem in den Ausschuss für Grundstücks- und Umweltfragen berufen. Sieglinde Spangler vertritt die Gemeinde nun gegenüber dem Abwasserzweckverband.

Die Breitbandversorgung durch die Telekom hat sich etwas verzögert, sie soll aber 2020 abgeschlossen sein. Eine große Enttäuschung habe in diesem Zusammenhang der Zweckverband bereitet, sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde sei im vergangenen Jahr beigetreten, da man davon ausgegangen sei, dass dieser auch im Sinne der Mitglieder agiere. Nun zeige sich aber, dass bei der Maßnahme in Heimberg aus Kostengründen die notwendigen und vereinbarten Leerrohre zum Nachteil Deuerlings nicht eingebaut worden seien. Statt der festgelegten drei Rohre sei nur eines zur Ausführung gekommen und das gehöre der ausführenden Firma, von der es gemietet werden muss.

Finanzielle Nachteile

Es entstünden sowohl Nachteile in finanzieller Hinsicht, da kostspielige Nacharbeiten nötig sind, als auch zeitliche Verzögerungen, da die Arbeiten nun nochmals neu angefangen werden müssen. Das Gremium war der Meinung, dass der Gemeinderat auf eine unzulässige Weise umgangen worden sei. Sogar die Frage nach Schadenersatz für die fahrlässig herbeigeführte Kostensteigerung stand im Raum.

Bei der Aufstellung des Haushaltes konnte der Bürgermeister auf eine Anzahl von Vorhaben zurückgreifen, die bereits 2018 beschlossen wurden. Inzwischen sind die Vorbereitungen so weit gediehen, dass Kostenansätze möglich sind. Ausführen möchte man unter anderem das Kirchenumfeld mit Kriegerdenkmal, die Sanierung des E-Werks, die Streusalzhalle, die Wohnanlage, die Brückensanierung, den Friedhof, den Parkplatz am Bahnhof und den gemeindlichen Anteil an der Undorfer Straße. Außerdem sind Grunderwerb, Zuschüsse für TSV und Feuerwehren, Straßenbeleuchtung und -instandsetzung größere Posten, die berücksichtigt werden müssen.

3,3 Millionen Euro Rücklagen

Alles in allem ergibt die erste Schätzung Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Bei einem Kontostand von ca. 3,3 Millionen Euro und geschätzten Einnahmen von ca. 1,5 Millionen Euro sind diese Maßnahmen nach Angaben der Verwaltung durchaus leistbar. Einige weitere Wünsche wurden von den Gemeinderäten ins Gespräch gebracht. Sie sollen in den Etat eingearbeitet werden. Bürgermeister Eichhammer bat das Gremium, über weitere Projekte nachzudenken.

Für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs durch den Umbau des Parkplatzes am Bahnhof erhält die Gemeinde vom Freistaat 140000 Euro an Fördermitteln. Eichhammer erklärte, er habe für diese Maßnahme beim Freistaat die Einrichtung einer Ladesäule für E-Autos und E-Bikes angeregt. Er habe zwar keine Zusage erhalten, aber eine ausführliche Anleitung, wie man sie beantragen müsste.

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