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Bauarbeiten

Die Kirchensanierung ist abgeschlossen

Die Hohengebrachinger Kirche St. Mariae Himmelfahrt erstrahlt in neuem Glanz. Das Wetter sorgte für Verzögerungen.
Von Josef Eder

Nun sind die Gerüste wieder weg: Die Sanierung der Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt ist nahezu abgeschlossen. Foto: Josef Eder
Nun sind die Gerüste wieder weg: Die Sanierung der Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt ist nahezu abgeschlossen. Foto: Josef Eder

Pentling.Nach mehr als achtzehn Monaten wurde im Mai die letzte Gerüststange an der Hohengebrachinger Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Mariae Himmelfahrt abgebaut. Die Sanierung des Kirchturmes und der Apsis sind abgeschlossen. Nicht die Handwerker, sondern die Witterung war verantwortlich dafür, dass die im Jahre 2017 begonnenen Arbeiten den vorgesehenen Bauzeitplan immer wieder verzögerten. Angedacht war, dass alles im Herbst 2018 abgeschlossen sei. Jetzt hat es ein halbes Jahr länger gedauert.

Im Sommer des vergangenen Jahres war es bei mehr als 30 Grad für den Außenanstrich zu heiß, im Herbst immer noch und dann innerhalb kurzer Zeit nass und kalt. Für die abschließenden Malerarbeiten wäre eine Außentemperatur von mindestens plus fünf Grad erforderlich gewesen. Die Farben und der weitere, vor Wind und Wetter schützende Anstrich konnten aufgrund des Wetters nicht aufgebracht werden, so Architekt Rolf Baudler vom Regensburger Büro Hanshans.

Pfarrer Stefan Haimerl und die Mitglieder der Kirchenstiftung Hohengebraching sind jetzt froh, dass das Gerüst weg ist. Vorerst stehen noch Bauzäune in der sogenannten „Kirchareim“. Am freigelegten Fundament des Nordgiebels musste bei den Sanierungsarbeiten zur Trockenlegung ein Lehmschlag angebracht werden.

Kosten von rund 650 000 Euro

„Die abschließenden kleineren Humusierungsarbeiten an der Kirchen- und der alles umschließenden Kirchhofmauer sind noch nicht beendet. Innerhalb dieser steinernen Umfassungsmauer der Kirche war einst die, zwischenzeitlich aufgelassene, letzte Ruhestätte der Pfarrgemeinde, bis der neue Friedhofhof am Dorfende gebaut wurde“, kommuniziert Haimerl. Verschwinden werden die letzten Teile der Baustelleneinrichtung erst, wenn das schmiedeeiserne zweiflüglige Eingangstor wieder eingehängt und verschlossen ist.

Sehen Sie hier mehr Bilder von der Baustelle:

Baustelle in luftiger Höhe in Hohengebraching

Die Kosten beziffert Baudler mit circa 650 000 Euro. Die genaue Summe wird er erst mitteilen können, wenn alles abgeschlossen ist und die letzten Handwerkerrechnungen eingetroffen sind. Erst dann erfolgt die endgültige Abrechnung. Der Zustand des Turmes war nicht so schlecht wie anfangs prognostiziert, sodass einige Arbeiten unterbleiben konnten. Ein Außenputz wurde zuletzt im Jahre 1990 bei der damaligen Außenrenovierung am gesamten Kirchenkörper aufgezogen. Eigentlich hätten größere Teile abgeschlagen gehört, denn die unterste Lage haftet nicht mehr besonders, derweil die Oberschicht sehr hart ist. Damals wurde vermehrt Zement in den Putzmörtel eingearbeitet, so Fachleute.

Turmzwiebeln wurden erneuert

Im Innern des 43,7 Meter messenden Kirchturmes ist eine hölzerne Zwischendecke eingebaut. Die Schallluken sind erneuert. Die Turmzwiebeln wurden mit neuem Holz und Kupferblech versehen. 200 Quadratmeter waren es. Zwei Tonnen wiegt das gehämmerte Blech. Mehrere Wochen haben Spengler verborgen hinter Planen in luftiger Höhe bei Wind und Wetter gearbeitet. Die Arbeiten an der Kuppel waren notwendig, weil Einschusslöcher notdürftig mit Silikon geschlossen wurden. Im Laufe der Zeit drang deshalb Wasser in den Turm ein. Das Holz verfaulte an diesen Stellen. Weiter waren auf den Mauerauflagen auch die Schwellhölzer stark geschädigt, das ergaben Holzuntersuchungen.

Sanierung

Reges Werkeln am Turm in Hohengebraching

Seit Monaten ist der Kirchturm in Hohengebraching vom Gerüst umgeben. Es werden die verschiedensten Arbeiten durchgeführt.

Der Niedergebrachinger Kirchenmalermeister Rudolf Rappenegger vergoldete schließlich mit viel Fingerspitzengefühl und handwerklicher Begabung die 1,1 Meter große kupferne Kugel und das darauf aufgesetzte 2,35 Meter große schmiedeeiserne Kreuz.

(lje)

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