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Advent

Diese Eichhofenerin näht Taschen selbst

Beim Adventsmarkt in der „Alten Mühle“ gibt es neben Michaela Köhlers Taschen auch Krippen und Gestecke zu sehen.
Von Paul Neuhoff

Michaela Köhler bietet am Adventsmarkt ihre selbstgefertigten Taschen an. Foto: Paul Neuhoff
Michaela Köhler bietet am Adventsmarkt ihre selbstgefertigten Taschen an. Foto: Paul Neuhoff

Nittendorf.Am Sonntag kommender Woche stellen beim Adventsmarkt in der „Alten Mühle“ in Eichhofen Hobbykünstler aus dem Markt Nittendorf wieder ihre Werke aus und zum Verkauf an. Stammaussteller bieten Altbewährtes wie Adventskränze oder Gestecke, Keramikarbeiten, Christbaumschmuck, Glückwunschkarten, Modeschmuck, kleine Laternenkrippen oder nette Kleinigkeiten aus Papier an. Aber auch eine Auswahl an hausgemachten Marmeladen und Likören warten auf Abnehmer. Große Krippen eines heimischen Krippenbauers werden wieder ein Blickfang sein.

Seit Jahren ist es Tradition, dass neben der Stammmannschaft ein Gastaussteller ins Boot geholt wird. Heuer konnte das Organisationsteam um Erika Krause dafür Michaela Köhler aus der Waldstraße in Eichhofen gewinnen. Die junge Familienfrau und Arzthelferin hat sich seit einem Jahr dem Schneidern und Nähen von individuellen Taschen, Beuteln und Rucksäcken verschrieben.

Die Mittelbayerische hat der Hobbyhandwerkerin in ihrer Wohnung über die Schulter geschaut. Michaela Köhler sitzt, umgeben von zahlreichen schon fertigen Tragebehältern, auf der Couch und näht gerade am nächsten Objekt, einer schwarzen Tragetasche aus Kunstleder, in die bunte, kreisförmige Verzierungen eingelassen sind.

Zwei Stunden für eine Tasche

Wie Köhler schildert, ist sie fast „wie die Jungfrau zum Kind“ zu diesem speziellen Hobby gekommen. Ihre Familie hatte ihr vor genau einem Jahr einen Gutschein für einen Nähkurs bei der Volkshochschule geschenkt. Da sie vom Nähen schon eine gewisse Ahnung hatte und sie auch schon davon „geträumt“ hatte, einmal das Fertigen einer Tasche auszuprobieren, kam ihr das Angebot gerade recht.

Unter Anleitung habe sie dann ihre Vorstellung tatsächlich umsetzen können. Damit war auch der Anfang für eine neue Leidenschaft gemacht. Innerhalb der letzten zwölf Monate entstanden im heimischen Wohnzimmer über 50 Taschen- oder Rucksackmodelle. Der Vorteil am Nähen sei, so Köhler, dass man nur wenige Werkzeuge brauche. Eine haushaltsübliche Nähmaschine mit einigen Stichprogrammen, Schere, Nadel und Faden sind die wichtigsten Utensilien.

Die Ausstellung

  • Angebot:

    Die Schau in Eichhofen ist am Sonntag, 17. November, von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Neben Kunsthandwerk wartet ein reichhaltiges Kuchenbüfett auf die Gäste.

  • Ort:

    Die „Alte Mühle“ ist Teil des Gebäudekomplexes von Schloss und Brauerei in Eichhofen. Das schöne Obergeschoss mit alten Dielen und wuchtigen Säulen aus Holz ist ein idealer Ort für Ausstellungen aller Art.

Besonders stolz ist Michaela Köhler darauf, dass sie auf keine fertigen Schnittmuster zurückgreift und auch nicht bei anderen Herstellern „spickt“. „Alle Entwürfe entstehen in meinem Kopf“, erklärt sie. Eine solche Idee wird anfangs skizziert, dann ein Schnittmuster gefertigt. Im Laufe der Arbeit an einer Tasche oder einem Rucksack kommen dann weitere Details wie Verzierungen hinzu. Sie könne sich bei den Arbeiten auch total entspannen, sagt Köhler. „Manchmal setzt sie sich hin und fertigt in zwei Stunden eine Tasche“, ergänzt ihr Mann.

Konzentration ist gefragt

An Materalien verarbeitet Köhler Baumwollstoffe, Filz, Leder und Kork. Für Verzierungen benötigt sie Glitzerband, Perlen und Pailletten. Auch wenn ihr die Arbeit grundsätzlich von der Hand gehe, müsse sie sich schon konzentrieren. An der fertigen Tasche sollen ja keine Nahtstellen zu sehen sein. Deshalb müsse man die Stöße „links“ nähen oder verschiedene Stoffe in der richtigen Reihenfolge einpassen, damit nach dem „Stürzen“ des Behälters auf die „rechte“ Seite alles perfekt aussieht.

Auch beim Einnähen des Innenfutters sind Konzentration und Übung gefragt. Letztendlich seien die Unikate, die durchaus auch einmal als Sonderwünsche gefertigt werden, aber dann doch immer gut geworden, freut sich die Kunsthandwerkerin Michaela Köhler.

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