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Politik

CSU rückt den ÖPNV in den Mittelpunkt

Der Kreisverband Regensburg Land präsentierte in Donaustauf seine „Zukunftsstrategie“. Auch Wohnraum ist ein Thema.

Peter Aumer, Christian Blüml, Rainer Mißlbeck und Florian Hoheisl (von links) präsentierten das Programm der CSU im Landkreis Regensburg.  Foto: H.C. Wagner
Peter Aumer, Christian Blüml, Rainer Mißlbeck und Florian Hoheisl (von links) präsentierten das Programm der CSU im Landkreis Regensburg. Foto: H.C. Wagner

Donaustauf.„Tradition leben – Zukunft gestalten“: Unter dieser Überschrift präsentierten CSU-Landratskandidat Rainer Mißlbeck und die Regenburger Land-CSU das Programm zum und nach dem Kommunalwahlkampf im März. „Die CSU, das ist nicht Einer, da stehen viele dahinter“, unterstrich der 48-jährige Unternehmer aus Wenzenbach die breite Basis der am Samstag einstimmig bei einer Klausurtagung in Eilsbrunn beschlossenen „Zukunftsstrategie“.

Mensch, Mobilität, Mehrwert und Miteinander finden sich – gegliedert in 13 Schwerpunkte – aus verschiedenen Blickwinkeln in dem 22-seitigen Grundsatzpapier, das am Montag in einer Pressekonferenz in Donaustauf präsentiert wurde.

Ziel: Bürger sollen gerne auf Auto verzichten

„Der ÖPNV soll in die Mitte der Gesellschaft rücken“, forderte Mißlbeck zu einem Stadt- und Landkreis-Grenzen übergreifenden Verkehrskonzept auf. Zu- und Umsteigezentren, große Parkplätze mit zusätzlichen Serviceleistungen und gut getaktete Busanbindungen sowie die Wiedereröffnung stillgelegter Bahnhöfe sollen nach den Plänen der CSU so attraktiv gestaltet werden, dass, so Mißlbeck, Berufseinpendler, aber auch der Individualverkehr beispielsweise am Wochenende gerne auf das Auto für den Weg in die Stadt verzichten. Zukunft heiße aber auch, dass die Sanierung sowie eine dritte Röhre des Pfaffensteiner Tunnels ebenso diskutiert und planerisch beschleunigt werden müssten, wie eine weitere Donauquerung im Westen.

Das Grundsatzpapier

  • Umfang:

    Das neue Grundsatzpapier der Landkreis-CSU umfasst 22 Seiten und ist in 13 Schwerpunkte gegliedert.

  • Themen:

    Die Themen Wirtschaft, Digitalisierung, Vernetzung der Wissenschaft und Verbesserung der Bildungschancen finden sich in dem Grundsatzpapier ebenso wieder wie die Themen Land- und Forstwirtschaft, Natur- und Klimaschutz.

„Mobilität und Wohnen sind die beiden Themen, die im Bayerntrend ganz oben stehen“, erklärte CSU-Kreisvorsitzender Peter Aumer. „Wir haben ganz bewusst geschaut, dass wir einen Kandidaten für die Landratswahl finden, der brennt, der diese Themen anpackt.“ Aumer rückte in diesem Zusammenhang die mögliche Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft in den Fokus, „in welcher der Landkreis im Rahmen seiner Möglichkeiten gemeinsam mit den Gemeinden Wohnraum entwickelt.“

Mißlbeck will „Leute zusammenbringen“

Von 2008 bis 2018 sei der Landkreis um 30000 Mitbürger auf rund 192000 Menschen gewachsen. Angesichts dieser Herausforderungen „sehe ich die große Funktion eines Landrates darin, dass er moderiert und die Leute zusammenbringt“, verwies Landratskandidat Mißlbeck aus seiner Erfahrung als selbstständiger Unternehmer und Kommunalpolitiker.

Ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes in der Region Regensburg entfalle auf den Landkreis. „Wir haben Geld, wir haben Möglichkeiten, wir haben ein hohes Bildungsniveau“, betonte Mißlbeck, „warum soll der Landkreis nicht auch ein Gründer- und Technologiezentrum bekommen?“ Das Grundsatzpapier der CSU Regensburger Land basiert auf einer Mitgliederbefragung und wurde von Arbeitskreisen in einer zweitägigen Klausurtagung entwickelt.

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